Die GoGreen-Aktionsfelder

Es gibt viele Möglichkeiten, die Energieeffizienz in Logistikketten zu verbessern. In allen Gliedern einer Lieferkette verbergen sich Einsparpotenziale. Ebenso gibt es Methoden, mit denen Emissionen vermindert werden können, wo immer sie entstehen. Dies gilt für unsere Transporte zu Lande, zu Wasser und in der Luft ebenso wie für die Lagerhaltung in Logistikzentren. Hohe Effizienzsteigerungen lassen sich durch die Optimierung unserer logistischen Netzwerke erzielen.

Vorranging arbeiten wir natürlich daran, die Menge an Treibhausgasen zu verringern. Ergänzend dazu treffen wir Maßnahmen, um alle weiteren Umwelteinflüsse unserer Geschäftstätigkeit zu minimieren.

Flottenoptimierung
Gebäudeoptimierung
Netzwerkoptimierung
Weitere Umweltfaktoren

Flottenoptimierung

Ein wesentlicher Teil der Treibhausgasemissionen in der Logistik entsteht naturgemäß während des Transportvorgangs. Demnach ist die Zusammensetzung der Flotte ein wesentlicher Faktor für die CO2-Effizienz.

  • Unsere Fahrzeugflotte besteht weltweit aus rund 92.000 Fahrzeugen. Zur Verbesserung der CO2-Effizienz setzen wir in unserer Fahrzeugflotte auf eine Vielzahl von Maßnahmen, mit denen wir auch den Kraftstoffverbrauch senken. Dabei kommen insbesondere Lösungen aus den Bereichen Aerodynamik und Öko-Chip-Tuning in großem Umfang zur Anwendung, aber auch Leichtbau sowie Telematik.

    Neben technischen Modifikationen bei konventionell betriebenen Fahrzeugen setzen wir zunehmend auf den Einsatz von alternativen Antrieben und Kraftstoffen, um unsere Treibhausgasemissionen weiter zu senken. Dies umfasst insbesondere Elektromobilität und Gasantriebe für den Kurzstreckenbereich sowie nachhaltig hergestellte Biokraftstoffe höherer Generationen für unsere Langstreckentransporte. Insgesamt wurden auf diese Weise von unseren rund 92.000 Fahrzeugen weltweit bereits rund 20.500 Fahrzeuge mit 25.600 technischen Modifikationen verbessert.

    Bis zum Jahr 2025 wollen wir unsere eigene Zustellung (einschließlich der Abholung) zu 70 Prozent mit sauberen Zustell- und Abholkonzepten wie Fahrradzustellung oder Elektromobilität durchführen.

  • Als einer der weltweit führenden Anbieter für internationale Expressdienstleistungen verfügt Deutsche Post DHL Group über eine Flotte von über 250 dedizierten Flugzeugen, bestehend aus 190 Frachtflugzeugen und diversen kleineren Zubringermaschinen. Mit unseren Flugzeugen bedienen wir rund 500 Flughäfen weltweit, 19 Hauptdrehkreuze sowie die drei globalen Hubs in Leipzig, Cincinnati und Hongkong.

    Im Sinne des Burn-Less-Prinzips modernisieren wir unsere Flugzeugflotte kontinuierlich. Außerdem unterstützen wir im Sinne des Burn-Clean-Prinzips auch den Einsatz alternativer Kraftstoffe im Lufttransport. Für einen umfangreichen Einsatz fehlen jedoch zum heutigen Zeitpunkt detaillierte Kenntnisse über die verbundenen betrieblichen und umweltseitigen Auswirkungen im Flugbetrieb. Um die Einsatzreife solcher Kraftstoffe weiter voranzutreiben, engagieren wir uns daher gemeinsam mit anderen Unternehmen in der Initiative aireg e. V.

  • Im Unterschied zum Expressgeschäft verfügen wir als Luft- und Seefrachtspediteur über keine eigenen Flotten, sondern treten als Vermittler zwischen Kunden und Frachtunternehmen auf. In der Auswahl des Transportpartners berücksichtigen wir auch ökologische Kriterien.

Gebäudeoptimierung

Weltweit unterhalten wir rund 12.000 Standorte, darunter Büroflächen, Brief- und Paketzentren und Logistiklager. Wir prüfen und bewerten jeden Standort individuell und entwickeln schließlich die passenden Effizienzkonzepte zur Verbesserung des Energiemanagements.

Dabei werden alle Maßnahmen so konzipiert, dass sie während des Nutzungszeitraums wirtschaftlich sinnvoll sind – abhängig davon, ob das Gebäude gemietet ist oder sich in unserem Eigentum befindet.

Im Sinne des Burn-Less-Prinzips setzen wir bei unserem Gebäudemanagement vor allem auf Lösungen wie LED-Beleuchtung, Smart Meter und energieeffiziente Heiz- und Kühlsysteme. Darüber hinaus nutzen wir gemäß dem Burn-Clean-Prinzip Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Wasserkraft, Sonne und Biomasse. An unseren Standorten stammen mehr als 60 Prozent des genutzten Stroms aus erneuerbaren Quellen. In Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien,  den Niederlanden, Norwegen, Schweden und den USA verzichten wir beinahe vollständig auf Strom aus konventionellen Quellen und beziehen über 90 Prozent unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen.

Netzwerkoptimierung

Auch ohne technische Veränderungen von Fahrzeugen lässt sich durch eine Optimierung des Netzwerkdesigns die CO2-Effizienz von Logistikketten steigern. Dies beinhaltet Maßnahmen auf operativer, taktischer und strategischer Ebene.

Wichtigster Ansatz auf operativer Ebene ist die Auslastungsoptimierung, zum Beispiel durch bedarfsgerechte Anpassung der eingesetzten Fahrzeuge und durch die Optimierung von Versandverpackungen und Ladungsträgern.

Auf taktischer Ebene heben wir Einsparpotenziale durch die Anpassung von kundenspezifischen Bestellmengen und Lieferzyklen oder durch die Verlagerung der Abholung und Zustellung in die verkehrsarme Nachtzeit. Auch verbessern wir mit multimodalen Transportlösungen, durch Routenoptimierung und durch die Auswahl der Transportpartner unsere CO2-Effizienz.

Auf strategischer Ebene nehmen wir uns der Aufgabe an, unsere Logistiknetze CO2-effizient zu gestalten und fortwährend zu optimieren. Zu den Maßnahmen zählen die Standortwahl von Umschlagpunkten und Lieferzentren oder die Routenführung internationaler Verbindungen.

Weitere Umwelteinflüsse

Unser Umweltmanagement beschränkt sich nicht allein auf CO2- und andere Treibhausgasemissionen. Wir beschäftigen uns auch mit weiteren schädlichen Umweltfaktoren und versuchen, Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Zu diesen Faktoren zählen lokal begrenzt wirksame Luftschadstoffe wie Stickoxide, Schwefeldioxid und Feinstaub sowie Lärm. Die umweltfreundliche Zustellung zu Fuß, mit Lastenfahrrädern oder Elektroautos ist daher ein Kernelement unserer Umweltschutzstrategie.

Aber Nachhaltigkeit endet nicht bei der Emissionsreduzierung. So hinterfragen und optimieren wir etwa unseren Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Holz oder Wasser und engagieren uns für den Erhalt der Biodiversität. Wir entwickeln Lösungen, um Müll möglichst zu vermeiden oder wiederzuverwerten und so die Umweltbelastung durch Müllentsorgung zu reduzieren.

Mission 2050: Null Emissionen

Hohe Maßstäbe für unsere Branche: Bis 2050 wollen wir unsere logistikbezogenen Emissionen auf null reduzieren.