Gemeinsam dem Sturm trotzen

Hurrikan Maria hinterließ auf Puerto Rico verheerende Schäden. Teams aus verschiedenen Bereichen hielten den Betrieb aufrecht, stellten die rechtzeitige Beförderung medizinischer Hilfsgüter sicher und leisteten humanitäre Hilfe vor Ort.

Nicht einmal 36 Stunden nachdem Hurrikan Maria mit zerstörerischer Kraft über Puerto Rico gewütet hatte, wurde im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight wieder gearbeitet und sichergestellt, dass hochsensible medizinische Güter ihr Ziel erreichten. Unmittelbar nach der Wiedereröffnung des Flughafens von San Juan nahm auch Express den Betrieb wieder auf. Dadurch konnten wir ganze zwei Wochen bevor andere Anbieter zurück im Geschäft waren, Frachtkapazitäten von und nach Puerto Rico anbieten. Javier Aleman, Station Manager bei Global Forwarding, Freight berichtet, warum das Unternehmen seinen Kunden und den Menschen vor Ort helfen konnte, als andere noch nicht dazu in der Lage waren.

Herr Aleman, was ging Ihnen durch den Kopf, als der Hurrikan über Puerto Rico hinwegfegte?
Meine Gedanken waren bei der Sicherheit und dem Wohlergehen unserer Mitarbeiter. Nachdem wir mit allen Kontakt aufgenommen und uns über ihre persönliche Lage informiert hatten, kümmerten wir uns erst einmal um ihre Grundversorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Diesel, Generatoren, aber auch Kinderbetreuung. Wir handelten mit Tankstellen einen bevorzugten Service für unsere Mitarbeiter aus und organisierten über eine lokale Kantine Mahlzeiten. Diese ersten Maßnahmen erwiesen sich als äußerst wirksam, denn innerhalb von 36 Stunden waren die meisten zurück am Arbeitsplatz.

„Der Zusammenhalt aller Teams hat uns den Rücken gestärkt.“

Zwei Wochen vor der Konkurrenz haben Sie bereits Fracht und Hilfsgüter abgewickelt und sich in Einsätzen vor Ort engagiert. Wie haben Sie das geschafft?
Erstens: Durch das Fokussieren auf das Wohlergehen unserer Mitarbeiter waren sie schnell wieder arbeitsfähig und in der Lage, auch anderen zu helfen. Zweitens: Wir waren vorbereitet. Unsere Erfahrungen mit Hurrikan Irma zwei Wochen zuvor hatten wir genutzt, um unseren Notfallplan zu überarbeiten. Als essenziell erwiesen sich dabei vor allem die neuen Vereinbarungen mit Treibstofflieferanten. Drittens: Wir konnten uns auf die Stärke unseres globalen Netzwerks verlassen. Für Katastrophen wie diese hat DHL Express eine „Last out – First-in“-Leitlinie. Tatsächlich waren unsere Flugzeuge die einzigen, die San Juan unmittelbar nach der Wiedereröffnung des Flughafens anflogen. Unsere Teams haben in Puerto Rico Herausragendes geleistet. Auch Kollegen von Supply Chain und Customer Solutions & Innovation leisteten tatkräftige Unterstützung für unsere Kunden. Nicht zuletzt war eines unserer Katastropheneinsatzteams vor Ort. Was mich ebenfalls sehr beeindruckt hat, war die schier unglaubliche Menge an Hilfsgütern, die von unseren Kollegen vor allem in den USA gespendet wurden. Dieser Zusammenhalt aller Teams hat uns den Rücken gestärkt.

Was erfüllt Sie im Nachhinein mit dem größten Stolz?
Sehr viele Kollegen aus allen Teilen unseres Konzerns boten ihre Hilfe an, worüber ich mich sehr gefreut habe. Außerdem erhielten wir Dankesschreiben von mehreren großen Kunden aus dem Gesundheitssektor – und einer Mutter, deren Säugling mit unserer Hilfe gerade noch rechtzeitig mit lebenswichtigen medizinischen Produkten versorgt werden konnte. Zahlreiche Mitarbeiter waren in die Hilfsaktionen eingebunden und packten selbst mit an, um Familien in Not im ganzen Land zu helfen. Einige der Hilfsorganisationen in Puerto Rico erhalten noch heute Unterstützung durch uns. Ich könnte noch mehr aufzählen! Im Nachblick wissen wir, dass wir jede noch so kritische Situation im Team meistern können. Ich bin einfach stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

ERFOLGREICH DURCH VIELFALT

Der Bericht zur Unternehmensverantwortung 2018 betont, dass Vielfalt der Motor für Innovationskraft, Produktivität und Zukunftsfähigkeit ist.