08.04.2021, 11:00 MESZ

Pandemie stellt Automobilbranche vor neue Herausforderungen

Laut Forschern werden unabhängige regionale Strategien in der Automobilindustrie an Bedeutung gewinnen.

Laut dem neuen Trendreport "Automotive - A Shifting Landscape" steht die Automobilindustrie vor großen Veränderungen.

  • Aktueller Trendbericht von DHL Supply Chains zeigt, wie sich das Konsumentenverhalten auf internationale OEMs auswirkt
  • Lokalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind Haupttreiber für die Transformation
  • Maßgeschneiderte Supply Chain-Services können den Wandel in der Automobilbranche unterstützen

Bonn - DHL Supply Chain, der Kontraktlogistikspezialist der Deutsche Post DHL Group, hat aktuelle Erkenntnisse renommierter Forschungsinstitute zum Einfluss der Pandemie auf Trends in der Automobilindustrie abgeglichen. Laut dem neuen Trendreport "Automotive - A Shifting Landscape" steht die Automobilindustrie vor großen Veränderungen, die sich aus dem Aufkommen neuer Technologien, einer Verschiebung der Kundenerwartungen und einem immer stärkeren Fokus auf Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsrichtlinien (ESG) ergeben. DHL Supply Chain bietet Lösungen, die OEMs helfen, sich an die Herausforderungen der Branche anzupassen und ihre ESG-Ziele zu erreichen.

"Die Schließung von Grenzen und Verkaufsstellen hat im vergangenen Jahr die Bedeutung von flexiblen und zuverlässigen Lieferketten in den Fokus gerückt. Die Automobilbranche wird nach der Pandemie zu einer neuen Normalität übergehen, in der sich Handelsmodelle ändern und die Automatisierung zunimmt. Aber das sind nicht die einzigen Herausforderungen, denen sich OEMs in Zukunft stellen müssen. Wir sehen auch, welche Rolle die Logistik spielt, wenn es um unternehmerische Nachhaltigkeit geht. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Automobilindustrie auf dem Weg zu mehr Umweltbewusstsein zu unterstützen", sagt Dr. Dietmar Steins, EVP Global Solutions Design bei DHL Supply Chain. "Wir helfen unseren Kunden dabei, aktuelle Trends wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung in ihre Lieferketten zu integrieren."

Die Studie enthüllt diese Aspekte und zeigt wie sich dies auf die Automobilindustrie auswirkt und wie darüber hinaus gegenseitige Abhängigkeiten geschaffen werden. Automobilhersteller und ihre Zulieferer bewegen sich dank der Elektrifizierung zügig in Richtung emissionsfreier Mobilität, während COVID-19 zukünftige Schwankungen prägt und Vorhersagen der Vergangenheit verzerrt. Da auch OEMs von Umsatzeinbußen betroffen sind, wurden Investitionen in Zukunftstrends wie selbstfahrende Autos gekürzt oder neu ausgerichtet. Der Online-Verkauf, von dem einst behauptet wurde, dass er das Kundenerlebnis beim Händler niemals ersetzen wird, könnte nun Aufwind bekommen. Projekte und Investitionen, die nicht unmittelbar zum Gewinn beitragen, wurden aufgeschoben. Auf breiter Ebene hat die Pandemie einige tief verwurzelte Grundsätze der Branche zu Globalisierung und Lieferketten in Frage gestellt. 

Laut Forschern werden unabhängige regionale Strategien in der Automobilindustrie an Bedeutung gewinnen. In Zeiten, in denen Länder ihre Grenzen schließen und Produktionsstätten herunterfahren, ist Lokalisierung oder zumindest die Flexibilisierung der Lieferketten ein Schlüssel zur Widerstandsfähigkeit der Branche. Studien zeigen auch, dass die Automobilindustrie noch lange nicht am Ende der Digitalisierung angekommen ist. Mit dem Aufkommen von Automatisierung und Konnektivität wird massiv in künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen investiert. In Zeiten von Big Data gehen die OEMs zu einem verstärkt service- und kundenorientierten Modell über. Dies hat zur Folge, dass sich auch Handelsmodelle verändern werden. Um die Branche außerdem nachhaltiger zu gestalten und entsprechende Richtlinien einzuhalten, muss künftig auch die Lieferkette stärker berücksichtigt werden. Umweltfreundliche Lösungen sind gefragt, um den Weg zu einer grüneren Mobilität zu ebnen.

"Dank unserer langjährigen Expertise im Umgang mit komplexen Lieferketten können wir Veränderungen in der Branche frühzeitig erkennen und uns darauf einstellen. Mit unseren nachhaltigen Lager-, Transport- und Verpackungslösungen bieten wir OEMs die Unterstützung, die sie benötigen, um ihre ESG-Ziele zu erreichen. Auch der Übergang zum E-Commerce oder zum Direktvertrieb wird durch digitale Plattformen und andere digitale Handelslösungen, die wir anbieten, erleichtert. Wir sind sehr stolz, der Automobilindustrie diese, so dringend benötige Unterstützung bieten zu können", sagt Hendrik Venter, CEO DHL Supply Chain EMEA.

Logistikdienstleister fungieren heute als verlängerter Arm des Kunden. Daher ist ein zuverlässiger Partner mit einem umfangreichen Netzwerk beim Aufbau individualisierter Lieferketten unerlässlich. Von der Gestaltung der Lieferkette über den digitalen Handel und Aftermarket bis hin zu Lösungen für E-Fahrzeuge oder nachhaltige Logistik - DHL Supply Chain kann hier mit maßgeschneiderten Lösungen helfen. Zum Beispiel beim Aufbau flexibler und dezentraler Lieferketten, die eine schnellere Belieferung der Kunden über E-Commerce ermöglichen. Aber auch die Anpassung der Logistik an veränderte Anforderungen, die zum Beispiel mit der E-Mobilität einhergehen. Um den CO2-Fußabdruck zu verkleinern, bietet der Logistikexperte emissionssparende Transporte oder Mehrwertdienste wie das Upcycling von Ersatzteilen in der Kreislaufwirtschaft. Auf diese Weise unterstützt DHL Supply Chain OEMs bei der Anpassung an zukünftige Herausforderungen, um ihre unternehmerischen ESG-Ziele zu erreichen.

Daniel Pohl

Pressesprecher für das Thema DHL Supply Chain

Deutsche Post DHL Group
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