19.10.2020, 10:00 MESZ

Tatort Briefmarke

Deutschlands beliebteste Krimireihe bekommt Briefmarke zum 50. Jubiläum

Die Briefmarke hat den Wert 80 Cent, mit dem z.B. ein Standardbrief frankiert werden kann.

  • Motiv zeigt bekanntes Tatort-Fadenkreuz aus dem Vorspann
  • Briefmarke ab 2. November in Postfilialen erhältlich

Bonn - Gebannt sitzen sonntags um 20:15 Uhr durchschnittlich 10 Millionen Zuschauer vor ihren Bildschirmen, um sich den "Tatort" anzuschauen. Gespannt dürfen die Fans der beliebtesten Krimireihe im deutschsprachigen Raum und Philatelisten auch auf die Briefmarke sein, die ab dem 2. November anlässlich des 50. Jubiläums der Serie erscheint. Sie zeigt das bekannte Bild des auf eine Person gerichteten Fadenkreuzes aus dem Vorspann. Daneben ist das bunte Testbild der ARD abgebildet, das bis in die neunziger Jahre den Sendeschluss anzeigte und das Erkennungszeichen aller Briefmarken der Serie "Deutsche Fernsehlegenden" darstellt. Die Briefmarke hat den Wert 80 Cent, mit dem z.B. ein Standardbrief frankiert werden kann. Entworfen wurde sie von Thomas Steinacker, der als Grafiker bei der Deutschen Post Briefmarken, Sonderstempel und andere philatelistische Produkte gestaltet. Die Marke ist in Postfilialen oder telefonisch im Shop der Deutschen Post erhältlich (Tel.: 0961 - 3818 - 3818).

Die erste Folge wurde am 29. November 1970 unter dem Titel "Taxi nach Leipzig" ausgestrahlt, Hauptdarsteller war Walter Richter in der Rolle des beleibten und Zigarre rauchenden Hamburger Hauptkommissars Paul Trimmel. Seither hat die ARD 1.135 Folgen des Tatorts gesendet. Das besondere Konzept der Krimireihe: Die einzelnen Rundfunkanstalten produzieren Folgen, die in ihrem jeweiligen Sendegebiet spielen, so dass jeder Sender, der sich am Tatort beteiligt, eigene Kommissarinnen und Kommissare beisteuert. Dazu gehören seit 1971 auch der Österreichische Rundfunk sowie von 1999 bis 2001 und erneut seit 2011 das Schweizer Radio und Fernsehen. Aktuell sind 23 Ermittler-Teams in Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Franken, Frankfurt,  Göttingen, Hamburg, Kiel, Köln, Ludwigshafen, Mainz, München, Münster, Saarbrücken, im Schwarzwald, Stuttgart, Weimar, Wien, Wiesbaden und Zürich im Einsatz. München führt dabei das Ranking der Städte mit den meisten produzierten Folgen (99) in den Jahren 1970 bis 2018 an (Quelle: Statista).

Für den WDR fahndete zunächst Zolloberinspektor Kressin (gespielt von Sieghardt Rupp), der bis heute als der Playboy unter den Tatort-Ermittlern gilt. Auf ihn folgte Kommissar Heinz Haferkamp (Hansjörg Felmy), der nicht zuletzt wegen seiner Vorliebe für Buletten in Erinnerung geblieben ist. Unvergessen ist auch Götz George in seiner Rolle als fluchender und rauhbeiniger Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski, der von 1981 bis 1991 mit seinem Kollegen Christian Thanner (Eberhard Feik) in Duisburg auf Verbrecherjagd ging. 

Kriminaloberkommissarin Marianne Buchmüller (gespielt von Nicole Heesters) war die erste für den Tatort ermittelnde Frau. Sie trat 1978 in einer vom SWF (heute SWR) produzierten Folge auf, die in Mainz spielte. Ihr folgten viele andere Protagonistinnen, unter anderem Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), die seit 1989 in Ludwigshafen im Dienst und damit von allen Tatort-Ermittlern am längsten dabei ist. 

Nach der deutschen Wiedervereinigung komplettierten Teams aus den neuen Bundesländern die Tatort-Familie, darunter von 1992 bis 2007 Hauptkommissar Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und sein vornamenloser Kollege Kain (Bernd Michael Lade) aus Dresden und Leipzig sowie seit 2013 Kriminalhauptkommissar Lessing (Christian Ulmen) und Kriminalhauptkommissarin Kira Dorn (Nora Tschirner) aus Weimar. Das im Jahr 2002 eingeführte Münsteraner Gespann, Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers), gilt als das beliebteste Duo der aktuellen Tatort-Ermittler.

Etliche Tatort-Folgen sind für Film- und Fernsehpreise nominiert und viele von ihnen ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und der Goldenen Kamera.

Alexander Edenhofer

Pressesprecher für die Themen Briefprodukte / -dienstleistungen, Regulierung, Postpolitik, Corporate Incubations, Elektromobilität

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