27.04.2020, 19:00 MESZ

Mit Klima-Konjunkturprogramm Wirtschaft krisenfester machen – Unternehmen senden starkes Signal vor Petersberger Klimadialog

68 große deutsche Unternehmen appellieren gemeinsam mit Deutsche Post DHL Group an die Politik, Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Krise mit ambitionierter Klimapolitik zu vereinen.  

Die beteiligten Firmen sind namhafte Vertreter aus allen Branchen, darunter Deutsche Post DHL Group und weitere Vertreter aus Logistik, Schwerindustrie, Chemieindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau, Finanzbranche und große Unternehmen aus den Bereichen Gebäude und Mobilität.

Bonn - Zum heutigen Auftakt des Petersberger Klimadialoges wendet sich eine breite Allianz von 68 Unternehmen mit dem Appell an die deutsche Bundesregierung, bei der Klimapolitik auf dem Erreichten aufzubauen und die Ausgestaltung und Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen konsequent weiterzuführen. Die Unternehmen – darunter viele Großunternehmen der deutschen Wirtschaft – setzen sich für eine ambitionierte Klimapolitik als zentraler Bestandteil einer auf Krisenresilienz zielenden Wirtschafts- und Industriepolitik ein. Damit senden die Unternehmen auch ein wichtiges Signal an den Petersberger Klimadialog: Sie drängen auf die ambitionierte Ausgestaltung eines Green Deal sowie auf die Vorlage ambitionierter Klimaziele aller Staaten in Übereinstimmung mit dem Pariser Klimaschutzvertrag.

Die beteiligten Firmen sind namhafte Vertreter aus allen Branchen, darunter Deutsche Post DHL Group und weitere Vertreter aus Logistik, Schwerindustrie, Chemieindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau, Finanzbranche und große Unternehmen aus den Bereichen Gebäude und Mobilität. Zusammen beschäftigen sie in Deutschland knapp eine Million und weltweit über 3 Millionen Menschen und stehen für einen globalen Umsatz von etwa einer Billion Euro.

"Wir engagieren uns bereits seit 2003 für den Klimaschutz und haben uns im Jahr 2017 mit unserer Mission 2050 das ambitionierte Ziel gesetzt, unsere Emissionen bis 2050 auf netto Null zu reduzieren. Dieses Ziel verfolgen wir konsequent mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket", sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group.

CEO Frank Appel

"Nachhaltige Wiederaufbauprogramme, die wir als Gesellschaft nun im Zuge der Corona-Pandemie auf den Weg bringen, sollten wir als Chance nutzen, um schneller zur Kreislaufwirtschaft und Klimaneutralität überzugehen. Wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Bewältigung der Corona- und Klimakrise auf Bundes- und EU-Ebene sollten daher eng miteinander verzahnt werden. Entschlossenes Handeln ist gefragt, denn dies führt wiederum zu einem Innovations- und Modernisierungsschub, der unsere Wirtschaft stärkt und somit krisenfester macht. Davon profitieren Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen."

 "Die mittel- und langfristigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen als Reaktion auf die Corona-Krise sollten im Rahmen eines Klima-Konjunkturprogrammes auf unser gemeinsames Ziel einzahlen: eine resiliente Wirtschaft und Gesellschaft, die Klimaneutralität durch eine hohe Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit erreicht", sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. "Die Unternehmen brauchen auch nach der Corona-Krise Planungs- und Investitionssicherheit, denn sie haben damit begonnen, ihre Geschäftsmodelle klimafreundlich auszurichten", so Nallinger weiter. Diese Investitionen in sichere Arbeitsplätze, heimische Wertschöpfung, Ressourcen- und Gesundheitsschutz gelte es zu schützen.

Hannah Braselmann

Pressesprecherin für die Themen Corporate Responsibility, Flüchtlingsinitiative, Bonn-Themen, Personalthemen

Deutsche Post DHL Group
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