05.10.2018, 15:30 MESZ

Nach dem Erdbeben und Tsunami in Palu sendet Deutsche Post DHL Group ein Disaster Response Team nach Indonesien

Freiwillige von Deutsche Post DHL Group leisten am internationalen Flughafen Balikpapan sowie am Flughafen von Palu logistische Unterstützung bei der Koordinierung von Hilfsgütern.

Das DRT von DPDHL Group leistet logistische Unterstützung an den lokalen Flughäfen, in enger Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Region und humanitären Organisationen.

Bonn - Deutsche Post DHL Group hat nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami auf der Insel Sulawesi sein Disaster Response Team (DRT) nach Indonesien geschickt. Das DRT unterstützt die Koordinierung der humanitären Hilfe auf der Insel. Fast 1.000 Dörfer sind von der Katastrophe betroffen. Die Zahl der Todesopfer wurde bereits auf über 1.400 beziffert und wird vermutlich noch weiter ansteigen. Hunderte Menschen wurden verletzt und über 60.000 sind obdachlos. Derzeit werden dringend benötigte Güter, wie technische Ausrüstung, Wasser, Zelte, Kraftstoff und Lebensmittel nach Balikpapan geflogen. Das DRT von DPDHL Group leistet logistische Unterstützung an den lokalen Flughäfen, in enger Zusammenarbeit mit Kollegen aus der Region und humanitären Organisationen. Das Team hilft bei der Koordinierung ankommender Hilfsgüter, die dann an Hilfsbedürftige verteilt werden.

Am 4. Oktober 2018 wurde das Disaster Response Team über die indonesische Katastrophenschutzbehörde (BNPB) offiziell von der indonesischen Regierung und dem ASEAN-Koordinierungszentrum für humanitäre Hilfe (AHA) angefordert. Das DRT hat den Auftrag, die humanitäre Logistik in Palu und Balikpapan zu unterstützen. Palu auf der Insel Sulawesi wurde von der Tsunamiwelle getroffen, Balikpapan ist eine Hafenstadt an der Ostküste der Insel Borneo. Derzeit sind zwei DRT-Teams im Einsatz, eines in Balikpapan, dessen internationaler Flughafen als Drehkreuz für ankommende internationale Hilfsgüter fungiert, das andere koordiniert und lagert Hilfsgüter in einem Distributionszentrum in der Nähe des Flughafens von Palu. Weitere Freiwillige von DHL stehen auf Abruf bereit und können eingesetzt werden, sobald die Regierung den Strom der internationalen Hilfe nach Indonesien koordiniert hat.

Carl Schelfhaut, GoHelp Manager für die Region Asien-Pazifik bei Deutsche Post DHL Group leitet beide Teams. "Die Situation in Palu auf der indonesischen Insel Sulawesi ist, verursacht durch Stromausfälle, Wasserknappheit und zunehmende Plünderungen, weiterhin katastrophal", erläutert er. "Da der Tower am Flughafen von Palu eingestürzt ist, können dort momentan nur sehr kleine Propellermaschinen und Militärflugzeuge landen. Daher dient der Sultan Aji Muhammad Sulaiman Flughafen in Balikpapan derzeit als Hauptdrehkreuz für die humanitäre Hilfe. Hier kommen die Hilfsgüter an und werden sortiert. Der Flughafen von Palu ist teilweise wieder soweit aufgebaut, dass dort Hilfsgüter in Empfang genommen werden können. Daher überführen die indonesischen Streitkräfte gemeinsam mit ausgewählten Streitkräften aus Ländern wie Australien, Indien, Japan, Korea, Neuseeland und Singapur Flugzeuge vom Typ C-130 und C-17 von Balikpapan nach Palu. Mit diesen Flugzeugen werden Hilfsgüter nach Palu transportiert und evakuierte Menschen von dort ausgeflogen. Das DRT ist an beiden Orten im Einsatz und unterstützt die Bodenabfertigung.

Durch seine DRT-Teams, die vor Ort mit Kollegen aus der Region sowie nationalen und internationalen humanitären Organisationen zusammenarbeiten, leistet Deutsche Post DHL Group lebensrettende logistische Unterstützung. Die Teams verladen Güter von Flugzeugpaletten auf Standard-Holzpaletten und lagern sie dann bis zum Weitertransport. "Die logistische Koordinierung von Hilfsgütern nach einer Naturkatastrophe ist entscheidend. Als Logistikunternehmen verfügen wir über Fähigkeiten, die Leben retten können. Wir stellen sicher, dass Hilfsgüter schnell abgefertigt werden und die Opfer des verheerenden Erdbebens und Tsunamis so schnell wie möglich erreichen", sagt Carl Schelfhaut. 

Über das Disaster Response Team

Die DRTs sind seit 2005 Teil des Katastrophenmanagementprogramms GoHelp von DPDHL Group in Kooperation mit den Vereinten Nationen (UN). Im Rahmen dieser Partnerschaft gewährt der Konzern den Vereinten Nationen und nationalen Katastrophenschutzbehörden kostenlos Zugang zu seiner logistischen Kernkompetenz und dem logistischen Know-how der über 500 qualifizierten freiwilligen DHL-Mitarbeiter, die innerhalb von 72 Stunden nach einer Naturkatastrophe zum Einsatz kommen können.  

Seit Beginn der Kooperation wurden die Disaster Response Teams bereits in etwa 40 Einsätzen in 20 Ländern aktiv - zuletzt unterstützte ein Team im Juni dieses Jahres die Opfer des Vulkanausbruchs in Guatemala.

Neben den DRT-Einsätzen unterstützt der Konzern unter dem Dach von GoHelp Flughäfen zudem mit Workshops zur Vorbereitung auf mögliche Naturkatastrophen im Rahmen des Präventionsprogramms Get Airports Ready For Disaster (GARD).

Hannah Braselmann

Thema: Corporate Responsibility, Flüchtlingsinitiative, Bonn-Themen

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