02.11.2018, 13:00 MEZ

Disaster Response Team von Deutsche Post DHL Group wickelt fast 3.500 Tonnen Hilfsgüterlieferungen für Überlebende des Erdbebens und Tsunamis auf Sulawesi ab

Während des 23-tägigen Einsatzes wurden die DHL-Helfer in drei rotierenden Teams wochenweise eingesetzt, um die Abfertigung der internationalen Hilfsgüterlieferungen nach der Katastrophe in Palu, Sulawesi, zu unterstützen.  

Während das Team in Palu die Abfertigung und Weiterleitung eintreffender Hilfsgüterlieferungen an Überlebende organisierte, koordinierten die DHL-Helfer in Balikpapan die Hilfsgütertransporte nach Palu.

  • DRT und Vereinte Nationen koordinieren Abstimmung und Zusammenarbeit der lokalen Behörden, humanitären Organisationen und nationalen Streitkräfte
  • 23-tägiger Einsatz an zwei Flughäfen für eine effektive internationale HilfsgüterlogistikThe Disaster Response Team  

Bonn - Deutsche Post DHL (DPDHL) Group, der weltweit führende Post- und Logistikdienstleister, hat die Hilfsgüterlogistik nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Indonesien durch ein Disaster Response Team (DRT) mit 26 freiwilligen DHL-Helfern unterstützt. Das DRT war über die indonesische Katastrophenschutzbehörde (BNPB) offiziell von der indonesischen Regierung und dem ASEAN-Koordinierungszentrum für humanitäre Hilfe (AHA) angefordert worden. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Vereinten Nationen (UN) unterstützten die freiwilligen Helfer im Rahmen des jüngsten DRT-Einsatzes die Logistikplanung und -prozesse vor Ort im Zusammenspiel mit humanitären Organisationen, Flughafenbehörden und nationalen Streitkräften. Für das Team war dies der erste Einsatz dieser Art, bei dem es mit unermüdlichem Engagement für die reibungslose Abwicklung und Weiterleitung von insgesamt fast 3.500 Tonnen Hilfsgütern sorgte.

Während des 23-tägigen Einsatzes wurden die DHL-Helfer in drei rotierenden Teams wochenweise eingesetzt, um die Abfertigung der internationalen Hilfsgüterlieferungen nach der Katastrophe in Palu, Sulawesi, zu unterstützen. Als die internationalen Hilfsgüterlieferungen eintrafen, koordinierte das DRT das grenzüberschreitende Engagement staatlicher und privater Organisationen, um sicherzustellen, dass die Hilfsgüter auf direktem Wege zu den Überlebenden des Erdbebens gelangten. Außerdem unterstützte das Team die Koordination zwischen Militär und Zivilsektor. Mit dem Abschluss der akuten Nothilfeeinsätze und der Einleitung der Wiederaufbauphase durch die indonesische Katastrophenschutzbehörde BNPB wurde der Einsatz in der vergangenen Woche beendet.

Die DRT-Helfer waren auf zwei Standorte aufgeteilt: Das eine Team kümmerte sich um die Hilfsgüterlogistik am Mutiara SIS Al-Jufrie Flughafen in Palu, dem Ort, der vom Erdbeben und Tsunami am 28. September 2018 am schwersten getroffen wurde. Das andere kam am Sultan Aji Muhammad Sulaiman Flughafen in Balikpapan zum Einsatz, der als Drehkreuz für ankommende internationale Hilfsgüter fungierte. Während das Team in Palu die Abfertigung und Weiterleitung eintreffender Hilfsgüterlieferungen an Überlebende organisierte, koordinierten die DHL-Helfer in Balikpapan die Hilfsgütertransporte nach Palu.

"Das Leitbild unserer Unternehmensstrategie ist 'Menschen verbinden, Leben verbessern'", sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group. "Unser Disaster Response Team besteht aus hochqualifizierten Freiwilligen, die ihr logistisches Know-how zur Verfügung stellen und die Koordinierung der Hilfslieferungen am Flughafen unterstützen, damit diese so schnell wie möglich zu den Erdbebenopfern gelangen."

Carl Schelfhaut, GoHelp Manager für die Region Asien-Pazifik bei Deutsche Post DHL Group, sagte. "Für das DRT-Team, das komplett für den Transport der Hilfsgüter verantwortlich zeichnete, war dies eine echte Premiere. Die eintreffenden Hilfsgüter mussten mit der Fähre von Balikpapan nach Palu gebracht und die leeren Paletten dann wieder zurück nach Balikpapan transportiert und den entsprechenden Organisationen übergeben werden. Dafür brauchten wir eine zentrale Koordinierungsstelle. Nur so konnten wir sicher sein, dass die richtigen Hilfsgüter zum richtigen Zeitpunkt in Palu eintrafen und von dort aus an diejenigen weitergeleitet werden konnten, die diese am dringendsten benötigten."

Er fügte hinzu: "Das DRT hat tägliche Absprachen mit den Vertretern der indonesischen Streitkräfte und der Hilfsorganisationen organisiert, um die Hilfsgüter- und Leerpalettentransporte mit den Flugzeugkapazitäten abzustimmen. Außerdem musste sich das Team die entsprechenden Flugrouten von den Flughafenbehörden freigeben lassen. Wir sind sehr stolz, dass man uns diese wichtigen Aufgaben anvertraut hat, und froh, dass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen konnten, die Not der Überlebenden des Erdbebens zu lindern."

Agustina Tnunay (Rina), Expertin für humanitäre Logistik im ASEAN-Koordinierungszentrum für humanitäre Hilfe (AHA), ergänzte: "AHA arbeitet in den Bereichen Katastrophenmanagement und Katastrophenhilfe eng mit Regierungen und Hilfsorganisationen zusammen. Wie wichtig die DRT-Expertise ist, um eine funktionierende Logistik sicherzustellen und Engpässe an Flughäfen bei einem plötzlichen Zustrom von Hilfsgüterlieferungen zu mindern, wissen wir bereits aus vergangenen Hilfseinsätzen nach Katastrophen. Wir schätzen die Arbeit der DRT-Helfer sehr und dieser jüngste Einsatz hat gezeigt, dass das DRT auch die Abstimmung zwischen Militär und Zivilsektor nach Naturkatastrophen effektiv unterstützen kann."

Das DRT von DPDHL Group war vom 4. bis zum 26. Oktober 2018 auf Anforderung von BNPB und AHA in Indonesien im Einsatz. Neben dem Engagement nach der Erdbebenkatastrophe in Nepal im Jahr 2015 war dies damit einer der bisher längsten DRT-Einsätze in der Region.

Über das Disaster Response Team

Die DRTs sind seit 2005 Teil des Katastrophenmanagementprogramms GoHelp von DPDHL Group in Kooperation mit den Vereinten Nationen (UN). Im Rahmen dieser Partnerschaft gewährt der Konzern den Vereinten Nationen und nationalen Katastrophenschutzbehörden kostenlos Zugang zu seiner logistischen Kernkompetenz und dem logistischen Know-how der über 500 qualifizierten freiwilligen DHL-Mitarbeiter, die innerhalb von 72 Stunden nach einer Naturkatastrophe zum Einsatz kommen können. Seit Beginn der Kooperation wurden die Disaster Response Teams bereits in etwa 40 Einsätzen in 20 Ländern aktiv - zuletzt unterstützte ein Team im Juni dieses Jahres die Opfer des Vulkanausbruchs in Guatemala. Neben den DRT-Einsätzen unterstützt der Konzern unter dem Dach von GoHelp Flughäfen zudem mit Workshops zur Vorbereitung auf mögliche Naturkatastrophen im Rahmen des Präventionsprogramms Get Airports Ready For Disaster (GARD).

Hannah Braselmann

Thema: Corporate Responsibility, Flüchtlingsinitiative, Bonn-Themen

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