24.09.2018, 12:40 MESZ

Deutsche Post DHL Group und UNDP rüsten internationalen Flughafen von Sarajevo für künftige Katastrophenfälle

Vom 24. bis 28. September findet in Bosnien und Herzegowina der 44. Get Airports Ready for Disaster Workshop statt.

Mehr als 25 Behördenvertreter und Experten werden am viertägigen GARD-Workshop unter der Leitung von Luftverkehrsexperten von Deutsche Post DHL Group und Vertretern des UNDP teilnehmen.

  • Vom 24. bis 28. September findet in Bosnien und Herzegowina der 44. Get Airports Ready for Disaster Workshop statt
  • Im Zuge des viertägigen Trainings- und Evaluierungsprogramms wird ein maßgeschneiderter Aktionsplan für den internationalen Flughafen von Sarajevo aufgestellt

Sarajevo - Bosnien und Herzegowina sind von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdrutschen, Erdbeben, Hitzewellen, Dürren und Waldbränden besonders betroffen. Im direkten Nachgang derartiger Katastrophen spielen Flughäfen eine entscheidende Rolle in der Abfertigung von Rettungsteams und der Weiterleitung von Hilfsgütern in die betroffenen Gebiete. Um den internationalen Flughafen von Sarajevo besser für künftige Naturkatastrophen zu rüsten, führen Deutsche Post DHL Group und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) dort vom 24. bis 28. September gemeinsam mit Vertretern der Flughafenbehörden, des Sicherheitsministeriums, des Kommunikations- und Verkehrsministeriums, des Militärs und weiteren Regierungsvertretern sowie Experten von humanitären Hilfsorganisationen ihr international anerkanntes Getting Airports Ready for Disaster (GARD) Programm durch.

2014 erlitten Teile von Bosnien und Herzegowina die schlimmsten Überschwemmungen seit 120 Jahren. Die Regierung rief den Notstand aus. Eine Million Menschen waren vom Hochwasser betroffen, das Infrastruktur, Unternehmen, Lebensgrundlagen, landwirtschaftliche Betriebe und Ernten zerstörte. Der Flughafen Sarajevo spielte eine wichtige Rolle als Drehkreuz für die Annahme und Weiterleitung von Hilfsgütersendungen aus dem Ausland. Mit den deutlicher werdenden Auswirkungen des Klimawandels stellt sich Bosnien und Herzegowina auf zunehmende Herausforderungen durch Extremwetter ein.

"Der Aufbau einer katastrophenresistenten Infrastruktur, die auch eine umfassende Katastrophenvorsorge an den Flughäfen umfasst, ist unverzichtbar, um Leben zu retten und wirtschaftliche Schäden zu mindern", betonte Sukhrob Khoshmukhamedov, stellvertretender Landesverantwortlicher für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in Bosnien und Herzegowina. "Eine bessere Vorbereitung aller beteiligten Institutionen ist ein Muss, um im Katastrophenfall schnell reagieren und Hilfseinsätze koordinieren zu können", so Khoshmukhamedov.

"In Krisen- und Katastrophenzeiten sind ein geschultes Team und ein maßgeschneiderter Maßnahmenplan für den Ernstfall unverzichtbar. Alle Teammitglieder müssen wissen, wie der dramatische Anstieg des Luftverkehrs und der Zustrom von Hilfsgütern und Menschen nach einer Katastrophe bewältigt werden kann", sagte Chris Weeks, Director of Humanitarian Affairs bei Deutsche Post DHL Group. "Im Fall einer Naturkatastrophe ist der internationale Flughafen von Sarajevo ein strategisch wichtiges Drehkreuz. Innerhalb der Region haben die armenischen und kasachischen Flughafenbehörden bereits ein GARD-Training absolviert und sind daher gut für einen deutlichen Anstieg des Luftverkehrs vorbereitet."

Mehr als 25 Behördenvertreter und Experten werden am viertägigen GARD-Workshop unter der Leitung von Luftverkehrsexperten von Deutsche Post DHL Group und Vertretern des UNDP teilnehmen. Im Rahmen des Programms werden die Teilnehmer und Trainer die vorhandenen Kapazitäten des Flughafens evaluieren, Notfallübungen durchführen und konkrete Empfehlungen sowie einen individuellen Maßnahmenplan erarbeiten, um sicherzustellen, dass der Flughafen für künftige Katastrophen gerüstet ist.

Armin Kajmaković, Direktor des internationalen Flughafens von Sarajevo, betonte die Bedeutung der Infrastrukturkapazitäten und effizienter administrativer Abläufe für eine schnelle und effektive Weiterleitung von Hilfsgütern vom Flughafen in die betroffenen Gebiete. "Neben der Bewertung der Flughafeninfrastruktur und Vertiefung der Kenntnisse unserer Belegschaft wird der Workshop eine Reihe von Folgemaßnahmen anstoßen, zum Beispiel die Ausarbeitung eines Aktionsplans, damit wir besser für künftige Katastrophen gerüstet sind", so Kajmaković. "Wir verpflichten uns zur Zusammenarbeit mit den Katastrophenschutzbehörden und Hilfsorganisationen, um noch katastrophenresistenter zu werden."

Hannah Braselmann

Thema: Corporate Responsibility, Flüchtlingsinitiative, Bonn-Themen

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