27.09.2018, 11:00 MESZ

DHL Global Trade Barometer: Welthandel weiter auf Wachstumskurs

Das Gesamtbild der sieben Länder, die in den GTB Index einfließen, fällt gemischt aus.

Das DHL Global Trade Barometer sinkt von 67 Punkten im Juni auf 63 Punkte im September.

  • Internationaler Handel wird in den kommenden drei Monaten weiter wachsen, wenn auch mit nachlassender Geschwindigkeit
  • Alle sieben Index-Länder mit positivem Ausblick, Handelswachstum in Indien außerordentlich stark
  • Gedämpfte Dynamik in den meisten Index-Ländern durch gemäßigtes Wachstum bei Luftfracht und stabile Seefracht

Bonn - Das DHL Global Trade Barometer (GTB) prognostiziert für die nächsten drei Monate weiterhin eine Zunahme des Welthandels. Der entsprechende Index für dieses Quartal beträgt 63 Punkte. Das entspricht einem Rückgang von vier Punkten gegenüber der Prognose des Vorquartals und deutet auf eine insgesamt etwas schwächere Wachstumsdynamik hin. In der GTB-Methodik steht ein Wert von über 50 Punkten für eine positive Wachstumsprognose, ein Wert von unter 50 dagegen für einen erwarteten Rückgang.

"Nach mehreren heißen Monaten mit sehr guten Aussichten für den Welthandel findet jetzt eine gewisse Abkühlung statt. Wir kommen in normalere, niedrigere - aber immer noch angenehme - Temperaturbereiche", sagt Tim Scharwath, CEO von DHL Global Forwarding, Freight. 

"Auch wenn sich die internationalen Handelsspannungen zuletzt verschärft haben, prognostiziert das DHL Global Trade Barometer für die kommenden drei Monate einen solide wachsenden Welthandel."

Gemischtes Bild in den sieben Index-Ländern

Der insgesamt leichte Rückgang geht in erster Linie auf ein schwächeres Wachstum der Luftfracht zurück: Der Indexwert ist um acht Punkte auf 62 gesunken. Die Wachstumsrate für die globale Seefracht hingegen hat sich lediglich um einen Punkt auf 63 reduziert. Das Gesamtbild der sieben Länder, die in den GTB Index einfließen, fällt vor diesem Hintergrund gemischt aus. Dabei lassen sich drei Kategorien skizzieren: Indien ist das einzige Land mit sehr starkem und weiterhin zunehmendem Handelswachstum, der Ausblick für Großbritannien ist unverändert und für China, Deutschland, Japan, Südkorea und die USA haben sich die Aussichten leicht verschlechtert. 

Die Handelsaussichten für Indien haben sich um vier auf 83 Punkte verbessert. Dies ist der höchste Indexwert aller GTB-Länder. Maßgeblich für diese Verbesserung ist ein Anstieg in der Seefracht um zehn Punkte. Bemerkenswert ist außerdem der unveränderte Indexwert für Großbritannien. Mit Blick auf die schleppenden Fortschritte der Brexit-Verhandlungen und der zunehmenden Spekulationen über einen "harten Brexit" ist ein immer noch positiver Indexwert von 57 Punkten überraschend.

Ungeachtet der Verschärfung der globalen Handelskonflikte, insbesondere zwischen China und den USA, sind diese beiden Länder weiter auf Wachstumskurs - wenn auch mit weniger Dynamik. Der Ausblick für die USA hat sich um fünf Punkte auf 63 abgeschwächt, der Ausblick für China um vier Punkte auf 59. In den weiteren Indexländern hat die Handelsdynamik ebenfalls nachgelassen: Der Ausblick für Südkorea - einem der stärksten Wachstumstreiber im Vorquartal - hat sich um fünf Punkte auf 69 abgeschwächt. Der Indexwert für Deutschland ist ebenfalls um sechs Punkte auf 58 gesunken. Der Ausblick für Japan hat sich um drei Punkte auf 64 verschlechtert.

Das im Januar 2018 gestartete DHL Global Trade Barometer ist ein neuer und einzigartiger Frühindikator für die aktuelle und künftige Entwicklung des Welthandels. Es basiert auf der Auswertung großer Mengen von Logistikdaten mithilfe künstlicher Intelligenz. Der Indikator wurde von DHL, dem weltweit führenden Logistikunternehmen, und dem IT-Dienstleister Accenture gemeinsam entwickelt. Er wird vier Mal pro Jahr veröffentlicht. Das Datum der nächsten Veröffentlichung ist der 28. November 2018.

Mehr über das DHL Global Trade Barometer erfahren Sie unter dpdhl.com/gtb

Tim Scharwath, Vorstand DHL Global Forwarding, Freight

Christina Neuffer

Themen: Wirtschafts- und Finanzkommunikation, Global Business Services, Konzernthemen

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