18.06.2018, 10:00 MESZ

DHL fährt mit Erdgas-LKW auch im Fernverkehr nachhaltig

DHL Freight hat vier Erdgas-LKW von IVECO für sein Belgiengeschäft erworben.

Der mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene IVECO Stralis bietet entscheidende Vorteile, die ihn zu einer sinnvollen Investition in die Zukunft machen.

  • DHL Freight setzt vier IVECO LNG-Trucks ein, um Emissionen auf der Langstrecke zu reduzieren
  • Erdgas-LKW stoßen 99 % weniger Feinstaub und 96 % weniger Stickstoffoxide aus und sind dabei 50 % leiser als Diesel
DHL Freight, einer der führenden Anbieter für Straßentransporte in Europa, hat vier Erdgas-LKW von IVECO für sein Belgiengeschäft erworben. Die Langstrecken-LKW der Baureihe Stralis haben eine Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern und bewältigen ein Gesamtgewicht von bis zu 40 Tonnen. Damit bringt DHL Freight nun auch umweltfreundliche Transportlösungen auf die Langstrecke. Die neuen Fahrzeuge sind für einen der größten Entwickler und Anbieter von Sportschuhen und Sportbekleidung im Einsatz, um dessen Lieferkette nachhaltiger zu gestalten.

„Erdgas ist auf der Langstrecke eine ausgezeichnete Alternative zu Diesel und bietet DHL Freight eine großartige Möglichkeit, sich als Vorreiter auf dem Gebiet des nachhaltigen Straßentransports zu positionieren“, erklärt Uwe Brinks, CEO DHL Freight. „Mit Erdgas lassen sich zum einen die Lärmbelastung und Kosten senken, zum anderen auch Treibhausgas- und Feinstaubemissionen reduzieren. Dank der Erdgas-LKW von IVECO können wir unseren Kunden nun auch im Fernverkehr umweltfreundliche Transportservices bieten und leisten als DHL Freight einen weiteren wichtigen Beitrag im Rahmen unseres konzernweiten GoGreen Umweltschutzprogramms.“

Mittelfristig soll bei Deutsche Post DHL Group bis zum Jahr 2025 die CO2-Effizienz um 50 Prozent gegenüber 2007 verbessert werden. Dabei soll der Ausstoß lokaler Luftschadstoffe reduziert werden, indem die Zustellung zu 70 Prozent mit sauberen Zustell- und Abholkonzepten durchgeführt wird. Langfristig hat sich der Konzern Deutsche Post DHL Group zum Ziel gesetzt, seine logistikbezogenen Emissionen bis zum Jahr 2050 auf null zu reduzieren. Doch der Kauf der LKW war für DHL Freight gleichzeitig auch ideale Gelegenheit, seine Partnerschaft mit dem globalen Sportartikelhersteller weiter auszubauen. Der Kunde arbeitet ebenfalls ambitioniert daran, seinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, in dem er unter anderem den Einsatz von Energie, Wasser, Chemie sowie das Aufkommen von Abfallprodukten in seiner gesamten Lieferkette optimiert. Eine nachhaltige Transportlösung war damit in der Partnerschaft der nächste logische Schritt, um die jeweiligen Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen.

Grüne Transportmöglichkeiten haben in den letzten zwanzig Jahren eine beeindruckende Entwicklung zurückgelegt: von einem hauptsächlich auf lokale, urbane Lösungen begrenzten Nischenprodukt hin zu kosteneffizienten und alltagstauglichen Alternativen für Schwerlasttransporte im Fernverkehr. Die von DHL Freight erworbenen LKW erfüllen die strengen Kriterien der Abgasnorm Euro 6 und sind damit auch langfristig einsetzbar.

Der mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene IVECO Stralis bietet entscheidende Vorteile, die ihn zu einer sinnvollen Investition in die Zukunft machen. Im Vergleich zu Diesel reduziert der Einsatz von flüssigem Erdgas den Feinstaubausstoß um 99 Prozent und Stickstoffdioxid um 96 Prozent. Die CO2-Emissionen liegen um bis zu zehn Prozent unter den Dieselvergleichswerten, mit Biomethan sogar um bis zu 95 Prozent. Was die Lärmbelastung betrifft, so erzeugen Fahrzeuge mit Erdgas bis zu 50 Prozent weniger Lärm als Diesel-LKW. Neben diesen klaren Umweltvorteilen bietet flüssiges Erdgas aufgrund seiner geringen Kosten auch wirtschaftliche Vorteile.

Wie das konzernweite GoGreen-Programm eindrücklich belegt, hat Nachhaltigkeit für Deutsche Post DHL Group höchste Priorität. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Einsatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und Technologien. Weltweit laufen entsprechende Pilotprojekte, beispielsweise in und um Berlin, wo DHL Freight zwei vollelektrische FUSO eCanter-LKW auf der Kurzstrecke testet. Neben alternativen Antrieben lassen sich Emissionen auch auf weiterem Wege reduzieren. Etwa durch kraftstoffsparende Aufbauten, wie dem Teardrop-Auflieger in aerodynamischer Tropfenform mit einem kurvenförmigen Dach, das den Luftwiderstand reduziert. Der Kraftstoffverbrauch sinkt dadurch um sechs bis zehn Prozent im Vergleich zu konventionellen Anhängern. Teardrop-Auflieger werden bei DHL Freight bereits seit 2014 in Deutschland, Frankreich und den BeNeLux-Ländern eingesetzt.

Die IVECO-LKW haben dank zweier Flüssiggastanks eine Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern. Der Motor leistet 400 PS bzw. 1.700 Newtonmeter, und liegt damit nur geringfügig unter den Leistungswerten des Dieselaggregats (450 PS, 2.100 Nm). Fast sämtliche Funktionen aus dem konventionellen Stralis, wie beispielweise Schalt- oder Automatikgetriebe, sind auch für das Erdgasmodell verfügbar.

David Stöppler

Themen: DHL Global Forwarding, DHL Freight

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