10.04.2018, 14:15 MESZ

Tarifabschluss: Postbeschäftigte erhalten 2018 und 2019 mehr Geld

Nach Abschluss der Mitgliederbefragung hat die Gewerkschaft ver.di mitgeteilt, dass die Tarifkommission der ausgehandelten Einigung zum Tarifvertrag zugestimmt hat.

Zum 1. Oktober 2018 steigen die Löhne und Gehälter um 3,0 Prozent, ein Jahr später zum 1.10.2019 um weitere 2,1 Prozent.

  • Nach Zustimmung der ver.di-Mitglieder kann Tarifvertrag in Kraft treten
  • Lohnerhöhung von 3,0 Prozent ab 1.10.2018 und 2,1 Prozent ab 1.10.2019 vereinbart
  • Einmalzahlung von 250 Euro in 2018
  • Zusätzlich Umwandlung des variablen Entgelts in festes Gehalt ab 1.03.2018 für rund 60.000 Beschäftigte
  • Erstmals Wahlmöglichkeit zwischen Lohnerhöhung und freien Tagen

Bonn - Nach Abschluss der Mitgliederbefragung hat die Gewerkschaft ver.di mitgeteilt, dass die ver.di-Tarifkommission nun der ausgehandelten Einigung zum Tarifvertrag zugestimmt hat. Damit kann der Tarifabschluss auch formal umgesetzt werden und in Kraft treten. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 28 Monaten und läuft bis zum 31. Mai 2020.

Mit der vollzogenen Einigung erhalten die rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post in diesem Jahr mehr Geld. Zum 1. Oktober 2018 steigen die Löhne und Gehälter um 3,0 Prozent, ein Jahr später zum 1.10.2019 um weitere 2,1 Prozent. Auch die Vergütung für die Auszubildenden erhöht sich. Die Steigerung liegt hier zum 1.10.2018 zwischen 3 und 4 Prozent und zum 1.10.2019 noch einmal zwischen 2,2 und 3 Prozent.

Neben der Anpassung der Löhne und Gehälter kommt den tariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unmittelbar eine Einmalzahlung von 250 Euro im Jahr 2018 zugute.

Erstmalig können Tarifbeschäftigte bei der Deutschen Post AG für die vereinbarten Tariferhöhungen zwischen einer Auszahlung oder deren Umwandlung in zusätzliche freie Zeit wählen.

Für rund 60.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird zudem ab 1. März 2018 der bisher variable jährliche Gehaltsbestandteil anteilig dem festen Monatsgehalt zugerechnet. Dies bedeutet für die Angehörigen der betreffenden Entgeltgruppen eine Erhöhung ihres monatlichen festen Einkommens.

Für die aktiven Bundesbeamten bei der Deutschen Post wurde eine Fortschreibung der sogenannten Postzulage für die Dauer der Laufzeit der Tarifvereinbarung bis zum 31. Mai 2020 vereinbart.

"Wir freuen uns, dass das Ergebnis der Tarifverhandlungen nun wirksam werden kann. Die Zustimmung der ver.di-Mitglieder zeigt, dass es uns gemeinsam gelungen ist, einen guten Abschluss zu erreichen. Unsere Beschäftigten werden spürbar am Unternehmenserfolg beteiligt und erhalten durch die angepassten Regelungen selbst mehr Flexibilität und Planbarkeit", so Thomas Ogilvie, Konzernvorstand Personal und Arbeitsdirektor der Deutschen Post DHL Group.

Dirk Klasen

Themen: Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel, Regulierung, Postpolitik

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