14.12.2017, 14:00 MEZ

Rudernd über den Atlantik - DHL unterstützt Abenteurer-Duo Omar Samra und Omar Nour

Der Bergsteiger Omar Samra und der Triathlet Omar Nour sind nach nur 1.000 Seemeilen-Training in die Talisker Whisky Atlantic Challenge gestartet.

Der Bergsteiger und Polar-Abenteurer Omar Samra und der Profi-Triathlet Omar Nour sind nach nur 1.000 Seemeilen Training in die Talisker Whisky Atlantic Challenge gestartet

  • Schon mehr Menschen sind auf den Mount Everest geklettert oder ins All geflogen als über den Atlantik gerudert
  • "Team O2" will mit #ROW4REFUGEES auf Flüchtlingsproblematik aufmerksam machen

La Gomera,Bonn - Am Donnerstag, den 14. Dezember, sind der Bergsteiger und Polar-Abenteurer Omar Samra und der Profi-Triathlet Omar Nour nach nur 1.000 Seemeilen Training in das härtestete Ruderrennen der Welt gestartet - die Talisker Whisky Atlantic Challenge. Bei der Atlantik-Überquerung mit dem Ruderboot - ohne Motor oder sonstige Hilfsmittel - müssen vom Startpunkt in San Sebastian auf der kanarischen Insel La Gomera bis zum Ziel, dem Nelson's Dockyard in English Harbour auf der Karibikinsel Antigua, 3.000 Seemeilen zurückgelegt werden.

"DHL ist unglaublich stolz auf die Partnerschaft mit diesen zwei inspirierenden Abenteurern. Omar und Omar haben den gleichen Pioniergeist wie die Gründer unseres Unternehmens: Sie sind Anpacker, die das vermeintlich Unmögliche wagen - mit unerschütterlichem Optimismus und der Entschlossenheit, ihr Unterfangen zum Erfolg zu bringen. Diese zwei Männer verkörpern unsere Attribute und ich freue mich darauf, ihre Extremtour in den nächsten Wochen verfolgen zu können. Es wird nicht leicht sein, aber ich bin zuversichtlich, dass diese zwei unerschrockenen Abenteurer jede Herausforderung erfolgreich meistern werden. Ich wünsche ihnen viel Glück!", sagte Ken Allen , CEO von DHL Express.

Am Vorabend des Regatta-Starts sagte Omar Samra: "Wir sind zu 98 Prozent bereit. Bin ich angespannt? Vielleicht ein wenig. Die Bedingungen sprechen für die schnellste Startphase in der Geschichte dieses Rennens. Das bedeutet, dass wir keine Zeit für die Eingewöhnung haben werden, was gut ist, weil die Herausforderungen nicht auf sich warten lassen werden. Aber wir werden die Früchte unserer mehrmonatigen Vorbereitungen und unseres Ausdauertrainings ernten."

Omar Nour sagte: "Omar und ich fangen bei null an - die Weltmeere sind kein vertrautes Terrain für uns und bis vor ein paar Monaten hatte keiner von uns je in einem Ruderboot gesessen! Es ist sehr erfrischend, einmal etwas ganz Neues zu wagen - an unsere körperlichen und mentalen Grenzen zu gehen und etwas Undenkbares zu erreichen. Wir wollen über uns hinauswachsen und Menschen in aller Welt dazu inspirieren, das gleiche zu tun!", ergänzte er.

Omar Samra und Omar Nour, als Team auch unter dem Spitznamen ‚O2' bekannt, haben sich 2013 kennengelernt und sind seither eng befreundet. Triathlon-Profi Omar Nour vertritt sein Land Ägypten beim olympischen Triathlon-Wettbewerb und ist der schnellste Arabisch sprechende Triathlet der Welt. Sein Werdegang allerdings ist ungewöhnlich: Für seinen ersten Triathlon meldete er sich an, nachdem er als 29-Jähriger beim Einsteigen in sein Auto (zweimal!) seine Hose zerriss - damals wog er 105 Kilo. Nur zwei Jahre später - und 30 Kilo leichter - startete er als 31-Jähriger seine Profi-Karriere im Triathlon.

Omar Samra ist Abenteurer, Inspirationsredner, künftiger Astronaut und UN-Sonderbotschafter - und der erste Ägypter, der den Mount Everest und die sieben höchsten Gipfel aller Kontinente bestiegen und auf Skiern den Nord- und Südpol erreicht hat. Diesen sogenannten "Grand Slam der Abenteurer" haben bis heute nicht einmal 40 Menschen vollendet.

"Nachdem ich die sieben Gipfel 2013 geschafft hatte, suchte ich mir mein nächstes Abenteuer. Die Vorstellung einer Ozeanüberquerung aus reiner Muskelkraft hat mich schon immer fasziniert, aber ich wusste, dass ich ein so gefährliches Unterfangen nicht alleine angehen könnte. Also schaute ich mich nach einem geeigneten Teamkollegen um - nicht jeder kann mit 15 Meter hohen Wellen, Blasen an den Händen, Wunden, die aufgrund des Salzwassers nicht heilen, Haien und Schlafentzug umgehen!", sagte Samra.

"Als Omar (Nour) bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio verletzungsbedingt ausschied, wusste ich, dass ich den richtigen Partner gefunden hatte. Was unsere Persönlichkeit angeht, könnten wir kaum unterschiedlicher sein - seine ansteckende Energie und Akribie sind das perfekte Gegengewicht zu meiner ruhigen Art und Übersicht. Zusammen sind wir ein großartiges Team!"

Die Teilnehmer der Challenge sind während der Atlantik-Überquerung komplett auf sich gestellt. Wenn sie den sicheren Hafen einmal verlassen haben, sind die O2-Teamkollegen den Elementen ausgeliefert und müssen sich auf den Weiten des Ozeans alleine zurechtfinden. Das aus Holz, Glasfaser, Carbonfaser und Kevlar bestehende Spezialboot der beiden misst etwa 7,5 mal 1,8 Meter. Es ist mit einer Meerwasser-Entsalzungsanlage sowie Solarkollektoren für den Betrieb des GPS-Systems und anderer wichtiger elektronischer Geräte ausgestattet. Das Team hat Trockennahrung für 90 Tage dabei sowie eine Erste-Hilfe-Ausrüstung, Leuchtsignale, ein "AIS"-Funksystem für den Austausch von Navigationsdaten mit passierenden Schiffen, ein Satellitentelefon und ein besonders wasser- und erschütterungsfestes Laptop (‚Toughbook'), mit dem O2 auf hoher See kommunizieren kann.

Das Boot verfügt über eine kleine Kabine - der einzige Schutz vor den Gewalten des Ozeans. Sollte das Boot den Wellen nicht standhalten können und kentern, kann es sich von selbst wiederaufrichten.

Mehr Aufmerksamkeit für das Elend vieler Tausend Bootsflüchtlinge

Damit reist das Team deutlich komfortabler als die meisten Flüchtlinge, die Meere überqueren, um zu überleben, und nicht, um Abenteuer zu erleben. Omar Samra erklärt: "Wir waren uns sofort einig, dies zu unserem Anliegen zu machen. Als Sonderbotschafter für das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen habe ich das Elend der Bootsflüchtlinge im Rahmen meiner Umweltschutzaktivitäten direkt zu sehen bekommen.

Omar Nour ergänzt: "Wir haben dieses Anliegen ausgewählt, weil es so akut ist. Wir sammeln keine Spenden für einen guten Zweck. Stattdessen wollen mit einer einzigartigen Aktion auf die Flüchtlingsthematik aufmerksam machen. Es sind fast immer die gleichen, die die Flüchtlingsthematik  anprangern - da schalten viele leicht ab. Die Menschen werden abgestumpft gegenüber diesem Thema. Wir haben die Möglichkeit, dieser Problematik wieder ein menschliches Gesicht zu verleihen, indem wir über Menschen sprechen, die Meere überquert haben, um zu überleben, nicht aus Abenteuerdrang wie wir und mit deutlich weniger gut ausgestatteten Booten."

Sollte O2 das kräftezehrende Rennen erfolgreich beenden, wären die beiden Extremsportler das erste arabische Team, das den Atlantik rudernd überquert hat. Der Weltrekord für Zweier-Teams liegt bei 40 Tagen und 6 Stunden - und es waren schon mehr Menschen auf dem Mount Everest oder sogar im All als je über den Atlantik gerudert sind.

Christina Neuffer

Themen: Wirtschafts- und Finanzkommunikation, Global Business Services

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