18.09.2017, 10:00 MESZ

Kasachischer Flughafen bereitet sich auf Unterstützung von Hilfseinsätzen nach Katastrophen vor

Deutsche Post DHL Group und UNDP führen am internationalen Flughafen von Almaty ein fünftägiges Präventionstraining und Bewertungsprogramm durch.

GARD ist Teil des Programms GoHelp, unter dem Deutsche Post DHL Group sämtliche Aktivitäten des Konzerns in der Präventionsarbeit und Soforthilfe bei Naturkatastrophen zusammenfasst.

  • Deutsche Post DHL Group und UNDP führen am internationalen Flughafen von Almaty ein fünftägiges Präventionstraining und Bewertungsprogramm durch

Almaty - Deutsche Post DHL Group und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) unterstützen die Bemühungen der kasachischen Behörden um eine bessere Vorbereitung auf künftige Naturkatastrophen. Gemeinsam mit Flughafenmanagern und Vertretern der Regierung sowie humanitärer Organisationen aus der zentralasiatischen Republik werden die beiden Partner vom 18. bis 22. September am internationalen Flughafen von Almaty ihr international angesehenes Getting Airports Ready for Disaster (GARD) Programm durchführen.

An dem fünftägigen GARD-Workshop unter der Leitung von Experten von Deutsche Post DHL Group und UNDP und mit technischer Unterstützung von dem Zentrum für Krisen und Bekämpfung von Katastrophenrisiken, werden mehr als 50 Vertreter von Behörden und humanitären Organisationen teilnehmen, darunter die kasachischen Flughafenbehörden, der Krisenausschuss des Innenministeriums und die Agentur für zivile Luftfahrt des Ministeriums für Investitionen und Entwicklung. Die Workshop-Teilnehmer und -Leiter werden gemeinsam prüfen, wie gut der Flughafen derzeit auf Naturkatastrophen vorbereitet ist, ein spezielles Training durchführen, konkrete Empfehlungen erarbeiten und einen Aktionsplan aufstellen, damit der Flughafen besser für künftige Katastrophen gerüstet ist.

Direkt nach einer Naturkatastrophe werden Flughäfen zu lebenswichtigen Drehkreuzen für Helferteams und Hilfsgüterlieferungen, die die Opfer der Katastrophe schnellstmöglich erreichen müssen. Zum einen muss sichergestellt sein, dass die nötige Flughafen- und Verkehrsinfrastruktur vorhanden ist, um lebensrettende Hilfsgüter und -leistungen schnell und reibungslos in die betroffenen Gebiete weiterzuleiten. Außerdem muss das Team vor Ort im Katastrophenmanagement geschult sein und über das erforderliche Know-how verfügen, um die nach einer Katastrophe zumeist beobachtete dramatische Zunahme des Luftverkehrs und Zustroms von Gütern und Passagieren zu bewältigen.

"In Krisensituationen ist eine fehlerfrei funktionierende, leistungsstarke Transportlogistik für die reibungslose Abfertigung der eintreffenden Hilfsgüterlieferungen und humanitären Helfer sowie für die Bereitstellung kritischer Dienste für Menschen von entscheidender Bedeutung", sagte Yuri Ilyin, stellvertretender Innenminister der Republik Kasachstan. "Almaty liegt in einer katastrophenanfälligen Region. Daher halte ich es für wichtig, dass der internationale Flughafen von Almaty eine Prüfung der Krisenbereitschaft der Flughafeninfrastruktur durchführt. Ich bin sicher, dass die Workshop-Ergebnisse den Flughafenbehörden helfen werden, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um den Flughafen für Katastrophen jeglicher Art zu rüsten."

"Ein klarer und flexibler Aktionsplan kann den Flughafenbetreibern helfen, logistische Engpässe zu minimieren. Dadurch kann der Zustrom von Hilfsgüterlieferungen mit sperrigem Frachtgut wie Lebensmitteln, Wasser und Arzneimitteln nach einer Naturkatastrophe durch die humanitären Helfer effizienter abgewickelt werden", sagte Chris Weeks, Leiter der Humanitären Angelegenheiten von DHL. "Die Erfahrungen von UNDP und Deutsche Post DHL Group mit Initiativen zur Verbesserung des Krisen- und Notfallmanagements an katastrophenanfälligen Orten in aller Welt haben gezeigt, dass eine geeignete Infrastruktur und effiziente Logistikabläufe nicht nur Leben retten, sondern auch helfen können, wirtschaftliche Schäden zu mindern. Sehr ermutigend ist, dass die kasachische Regierung und die Flughafenbehörden in Almaty der Katastrophenvorsorge höchste Priorität beimessen und Aktionspläne erarbeiten, um besser für künftige Naturkatastrophen gerüstet zu sein."

Almaty liegt in einer aktiven seismischen Zone und ist einem überdurchschnittlich hohen Erdbebenrisiko ausgesetzt. Mit Kirgisistan und Westchina befinden sich zudem zwei Regionen in unmittelbarer Nähe, in denen in den vergangenen Jahren Erdbeben aufgetreten sind. Darüber hinaus ist Kasachstan anfällig für Flutkatastrophen - im Jahr 2015 und im April dieses Jahres führte die Schneeschmelze zu massiven Überschwemmungen.

"Zentralasien ist sehr anfällig für verschiedene Naturkatastrophen, vor allem Überschwemmungen, Erdrutsche und Erdbeben. Angesichts der vielen landumschlossenen Länder in der Region spielen die Flughäfen eine kritische Rolle im Krisenmanagement nach Naturkatastrophen", sagte Armen Grigoryan, Climate Change/Disaster Resilience Policy Advisor, UNDP Istanbul Regional Hub . "Im Rahmen des GARD-Workshops werden robuste und effektive Notfallpläne für die Abfertigung und Weiterleitung von Hilfsgüterlieferungen an Menschen in Not erarbeitet. Damit unterstützt der Workshop die Bemühungen des UNDP, die möglichen Auswirkungen von Naturkatastrophen in Kasachstan gemeinsam mit der kasachischen Regierung zu mindern. Außerdem wird so sichergestellt, dass der internationale Flughafen von Almaty im Katastrophenfall auch Hilfseinsätze in Nachbarländern unterstützen kann."

"Als eines der größten Luftfrachtdrehkreuze in Zentralasien, über das mehr als zwei Drittel des Luftfrachtverkehrs in Kasachstan abgewickelt werden und das über eine CAT III-zertifizierte Start- und Landebahn verfügt, auf der Flugzeuge jedes Typs auch bei schlechter Sicht sicher landen können, würde Almaty bei jedem Katastropheneinsatz in der Region eine bedeutende Rolle spielen", sagte Aibol Bekmukhambetov, Präsident des internationalen Flughafens von Almaty. "Aus der Zusammenarbeit mit internationalen Katastrophenmanagement-Experten erhoffen wir uns die Entwicklung eines robusten Aktionsplans, durch den der internationale Flughafen von Almaty seine wichtige Rolle in der Hilfsgüterlogistik nach Katastrophen künftig noch besser ausfüllen kann. Neben einer Prüfung der Krisenbereitschaft unserer Flughafeninfrastruktur dient dieser Workshop dazu, dem Flughafenpersonal wichtiges Know-how zu vermitteln und mehrere Folgemaßnahmen wie die Erarbeitung eines Aktionsplans für ein besseres Katastrophenmanagement anzustoßen."

Vor gerade einmal einer Woche haben Spezialisten von Deutsche Post DHL Group und dem UNDP einen fünftägigen GARD-Workshop am internationalen Flughafen Mariscal Sucre in Quito, Ecuador durchgeführt. An diesem Workshop nahmen über 30 Vertreter staatlicher Institutionen und der Flughafenbehörden sowie Vertreter der Zivilluftfahrtbehörde und humanitären Organisationen teil.

Hannah Braselmann

Thema: Corporate Responsibility

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