06.12.2017, 07:54 MEZ

Deutsche Post DHL Group kündigt Ausgabe von Anleihen an

Deutsche Post DHL Group nutzt das aktuell attraktive Kapitalmarktumfeld und plant die Aufnahme von Fremdmitteln in einem Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Milliarden Euro.  

Die Konzernzentrale in Bonn

  • Aufnahme von insgesamt bis zu 1,5 Milliarden Euro durch Wandelanleihe und klassische Anleihe
  • Finanzvorstand Melanie Kreis: "Sehr attraktive Konditionen am Kapitalmarkt erneut nutzen"

Bonn - Deutsche Post DHL Group nutzt das aktuell attraktive Kapitalmarktumfeld und plant die Aufnahme von Fremdmitteln in einem Gesamtnennbetrag von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Mit den Erlösen sollen vor allem bestehende Finanzverbindlichkeiten refinanziert werden. Darüber hinaus soll das für die Altersbezüge der Mitarbeiter in Großbritannien zur Verfügung stehende Vermögen erhöht werden. Der Konzern hat bereits 2012, 2013 und 2016 das günstige Kapitalmarktumfeld zur Platzierung von Anleihen genutzt.

"Wir sind mit dem Ergebnis der vorherigen Anleiheemissionen sehr zufrieden. Die aktuell weiterhin sehr attraktiven Konditionen am Kapitalmarkt wollen wir mit der heute angekündigten Transaktion erneut nutzen", sagte Melanie Kreis, Finanzvorstand bei Deutsche Post DHL Group.

Die geplanten Anleihen sollen heute am Markt platziert werden. Dabei richten sich sowohl die Volumina der einzelnen Instrumente als auch deren genauen Konditionen nach den aktuellen Marktgegebenheiten.

Geplant ist zum einen die Platzierung einer Wandelanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Milliarde Euro. Die Wandelanleihe, die institutionellen Investoren außerhalb der USA im Rahmen eines beschleunigten Bookbuildingverfahrens zum Kauf angeboten werden soll, hat eine Laufzeit von rund siebeneinhalb Jahren und trägt einen Kupon von 0,05% jährlich. Sie wird zu 100,377% - 103,000% des Nennbetrages begeben und zu 100% des Nennbetrages zurückgezahlt, sollte sie nicht gewandelt werden. Der anfängliche Wandlungspreis wird 40% - 45% über dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Deutsche Post AG Aktie im XETRA während des Bookbuildingverfahrens festgesetzt werden. Die Wandelanleihe kann frühestens nach fünf Jahren durch die Deutsche Post AG vorzeitig gekündigt werden, sofern der XETRA Börsenkurs der Deutsche Post AG Aktie über einen gewissen Zeitraum hinweg 130% des dann geltenden Wandlungspreises übersteigt. Für die Emission der Wandelanleihe, die mit einem Ausschluss des Bezugsrechts verbunden ist, nutzt der Konzern eine entsprechende Ermächtigung der Hauptversammlung aus dem Jahr 2017. Die Preisfestsetzung wird im Laufe des heutigen Tages erwartet. Neben dieser Wandelanleihe ist die Emission einer klassischen Anleihe mit einem erwarteten Gesamtnennbetrag von rund 500 Millionen Euro geplant. BofA Merrill Lynch begleitet die Emission der Wandelanleihe und der klassischen Anleihe als Global Coordinator und Joint Bookrunner zusammen mit einem Konsortium internationaler Banken.

Die Einschätzung von Fitch Ratings wurde Ende September 2017 mit "BBB+" und stabilem Ausblick bestätigt. Kurz zuvor bestätigte Moodys Investors Service die Kreditwürdigkeit des Unternehmens mit "A3" und stabilem Ausblick.

Christina Neuffer

Themen: Wirtschafts- und Finanzkommunikation, Global Business Services, Konzernthemen

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