23.03.2016, 09:40 MEZ

Deutsche Post DHL Group plant weitere Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen

Durch die Transaktion wird eine Entlastung des operativen Cashflows und ein positiver Ergebniseffekt erwartet.

Die Konzernzentrale in Bonn

  • Aufnahme von insgesamt bis zu 1,25 Milliarden Euro durch klassische Anleihen
  • Entlastung des operativen Cashflows und positiver Ergebniseffekt durch die Transaktion erwartet
  • CFO Larry Rosen: "Vom attraktiven Kapitalmarktumfeld profitieren"

Bonn - Der weltweit führende Post- und Logistikkonzern Deutsche Post DHL Group nutzt das aktuell attraktive Kapitalmarktumfeld. Zur langfristigen Ausfinanzierung eines weiteren Teils seiner Pensionsverpflichtungen und für generelle Unternehmenszwecke plant der Konzern die Aufnahme von Fremdmitteln im Volumen von bis zu 1,25 Milliarden Euro. Mit mindestens 1,0 Milliarde Euro des eingeworbenen Kapitals soll das für die Altersbezüge der deutschen Mitarbeiter zur Verfügung stehende Vermögen deutlich erhöht werden. Weil damit künftig ein größerer Teil der Pensionszahlungen aus dem Planvermögen und den Erträgen aus der Anlage dieser Gelder geleistet werden kann, erwartet das Unternehmen eine Entlastung des operativen Cashflows in den kommenden Jahren. Darüber hinaus rechnet der Konzern für die kommenden Jahre insgesamt mit einem leicht positiven Effekt auf das Finanz- sowie das Konzernergebnis. Der Konzern hat bereits 2012 das günstige Kapitalmarktumfeld genutzt und Pensionsverbindlichkeiten im Umfang von 2,0 Milliarden Euro ausfinanziert.

"Wir sind mit dem Ergebnis der Maßnahme von 2012 sehr zufrieden. Die erwirtschafteten Erträge aus dem Planvermögen haben die Zinskosten wie erwartet übertroffen. Seither sind die Zinsen weiter gesunken. Von diesen attraktiven Konditionen wollen wir mit der heute angekündigten Transaktion profitieren", sagte Larry Rosen, Finanzvorstand von Deutsche Post DHL Group. "Den positiven Effekt der Maßnahme werden wir sowohl im Ergebnis als auch im Cashflow spüren."

Die geplanten Emissionen sollen heute am Markt platziert werden. Dabei richten sich sowohl die Volumina der einzelnen Emissionen als auch deren genauen Konditionen nach den aktuellen Marktgegebenheiten.

Geplant ist die Platzierung von zwei klassischen Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,25 Milliarden Euro. Begleitet werden die Transaktionen von einem internationalen Konsortium ausgewählter Geschäftsbanken des Konzerns.

Die Einschätzung von Fitch Ratings wurde Ende November 2015 mit "BBB+" und stabilem Ausblick bestätigt. Im März 2016 hat Moody’s Investors Service die Kreditwürdigkeit des Unternehmens mit "A3" mit stabilem Ausblick bestätigt.