02.06.2016, 13:00 MESZ

DHL und Airbus Defence and Space unterstützen Astrobotic bei der Entwicklung von Lieferservices zum Mond

DHL übernimmt sämtliche, für den Bau des Raumfahrzeugs von Astrobotics und die Nutzlast der Kunden notwendigen logistischen Dienstleistungen. 

DHL stellt sicher, dass die Reise zum Mond wie geplant durchgeführt werden kann.

  • DHL koordiniert Logistik entlang der gesamten Lieferkette
  • Airbus Defence and Space mit technischer Unterstützung bei der Entwicklung des Landemoduls
  • Astrobotic stellt neues Peregrine Mondlandsystem vor

Bonn - DHL und Airbus Defence and Space unterstützen Astrobotic bei der Entwicklung eines Transportdienstes für Nutzlasten zum Mond. Das gaben die Unternehmen heute bekannt. Astrobotic arbeitet aktuell an der Möglichkeit den Mond logistisch zugänglich zu machen.

Die Deutsche Post DHL Group wird der "Offizielle Logistikanbieter für Astrobotics erste Mondmission." DHL übernimmt sämtliche, für den Bau des Raumfahrzeugs von Astrobotics und die Nutzlast der Kunden notwendigen logistischen Dienstleistungen. Dadurch stellt DHL sicher, dass die Reise zum Mond wie geplant durchgeführt werden kann.

"DHL verfügt über eine einzigartige Geschichte in der weltweiten Vernetzung von Kunden. Und auch bei den Flügen zum Mond gibt es eine gewisse historische Verbindung zu unserem Unternehmen - DHL ist 1969 gegründet worden, dem Jahr der ersten Mondlandung. Nicht zuletzt deshalb freuen uns, ein Teil dieser unglaublichen Herausforderungen zu werden und in eine neue Ära der Logistik eintreten zu können - über die Erde hinaus, hin zum Mond. Seit vielen Jahren nehmen wir eine Vorreiterrolle in unserer Branche ein, durch die Partnerschaft mit Astrobotic überschreiten wir bekannte Grenzen und tragen entscheidend zur Entwicklung der Weltraumlogistik bei", so Arjan Sissing, Senior Vice President, Global Brand Marketing, Deutsche Post DHL Group.

Airbus Defence and Space, das zweitgrößte Raumfahrtunternehmen der Welt, wird auf Basis einer Absichtserklärung wesentliche technische Unterstützung für Astrobotic leisten, während Astrobotic die Entwicklung seines lunaren Landemoduls bis zur Vorläufigen Design Validierung (PDR) vorantreibt. Airbus Defence and Space verfügt über langjährige Erfahrungen in der bemannten Raumfahrt und in der Weltraumforschung und kann auf großes Know-how bei der Entwicklungen von Landemodulen in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA zurückblicken.

"Airbus Defence and Space betrachtet Astrobotic als den klaren Spitzenreiter bei kommerziellen Weltraum-Transportdienstleistungen. Mit der von uns unterzeichneten Absichtserklärung haben wir nun die Möglichkeiten daran teilzuhaben. Ziel ist es, die Tür zum Mond gemeinsam weiter aufzustoßen", merkt Bart Reijnen, Senior Vice President of On-Orbit Services & Exploration, an.

Als Team wollen die drei Partner die technische Entwicklung der neuen Landesonde "Peregrine" vorantreiben. Peregrine entstand in achtjähriger Entwicklung bei Astrobotic und wird Astrobotics erste Frachtzustellung zur Mondoberfläche durchführen. Das Landemodul wird auf dieser ersten Mission als sekundäre Nutzlast mitfliegen, um zukünftige Missionen später selbst zu übernehmen. Mit einer Ladekapazität von 30 bis 265 Kilogramm bietet Peregrine eine hohe Flexibilität und ermöglicht die Verwendung auf vielen verschiedenen Trägerraketen. Die Landesonde wird von einem Aerojet Rocketdyne Antriebssystem angetrieben, einer der modernsten Antriebseinheiten in der Raumfahrttechnologie.

Die aktuelle Partnerschaft baut auf einer bereits existierenden Zusammenarbeit von Astrobotic und NASA bei dem Lunar CATALYST-Programm auf. Das NASA-Programm gibt Astrobotic Zugang zu einigen der weltbesten Raumfahrt-Ingenieuren und Einrichtungen. Ziel der NASA ist es, die Entwicklung von kommerziellen US-amerikanischen und robotergeführten Mondlandungen zu fördern.

"Die heutige Ankündigung markiert eine neue Ära kommerzieller Mondflüge. Mit Airbus Defence and Space, DHL, Aerojet Rocketdyne und NASA, hat Astrobotic ein Team von echten Spezialisten aufgebaut, um den Mond mit der Landesonde Peregrine für die Welt zugänglich zu machen", sagt John Thornton, CEO von Astrobotic.