18.10.2016, 14:00 MESZ

DHL Express investiert 85 Millionen Euro in Südasien-Hub und stärkt regionalen Handel

Die 23.600 Quadratmeter große Anlage ist mit einem vollautomatischen Express-Paketsortier- und -abfertigungssystem ausgestattet.

Die Eröffnung der neuen Einrichtung kommt zur rechten Zeit - DHL verzeichnet nämlich seit einigen Jahren ein deutlich gestiegenes Frachtaufkommen, besonders im Süden des asiatisch-pazifischen Raums.

  • Das 24-Stunden-Drehkreuz besitzt das branchenweit erste vollautomatische Express-Paketsortier- und -abfertigungssystem in Südasien
  • Neue Anlage optimiert Betriebsabläufe; Durchlaufleistung wird verdreifacht, Abfertigungsgeschwindigkeit versechsfacht

Singapur - DHL Express hat heute den 85 Millionen Euro teuren Südasien-Hub eröffnet, ein 24-Stunden-Express-Drehkreuz im Luftfrachtzentrum (CAC) am Flughafen Singapur Changi. Die 23.600 Quadratmeter große Anlage ist mit einem vollautomatischen Express-Paketsortier- und -abfertigungssystem ausgestattet; es ist das erste seiner Art in Südasien und soll durch Steigerung der betrieblichen Kapazität und Effizienz für schnellere Zustellung an die Kunden in der Region sorgen.

Investition steht im Einklang mit zunehmendem Handelsvolumen

Die Eröffnung der neuen Einrichtung kommt zur rechten Zeit - DHL verzeichnet nämlich seit einigen Jahren ein deutlich gestiegenes Frachtaufkommen, besonders im Süden des asiatisch-pazifischen Raums. Zwischen 2012 und 2015 ist die Zahl der täglichen Sendungen nach Ozeanien im Durchschnitt um etwa 50 Prozent, nach Südasien um 30 Prozent und nach Südostasien um 25 Prozent gestiegen. Mit dieser Einrichtung, die 33 Prozent größer als das frühere Drehkreuz ist, gewinnt DHL weitere Kapazitäten für das wachsende Frachtaufkommen bei regionalen und internationalen Zielen. Der Standort des Hubs im CAC, einer 24-Stunden-Freihandelszone, die von der Changi Airport Group verwaltet wird, verbessert den Warenfluss zwischen Flugzeug und Einrichtung und erlaubt das Ver- oder Umladen von Fracht innerhalb nur einer Stunde.

Ken Allen, CEO, DHL Express, sagte dazu: "Im Laufe der Jahre haben wir erheblich in unser Netzwerk und unsere Leistungen im asiatisch-pazifischen Raum investiert. Unsere Investition in den Südasien-Hub von DHL ist die jüngste in einer Reihe globaler Netzwerkinvestitionen und die bisher größte Infrastrukturinvestition in Singapur. Die strategische Lage des Landes erhöht nicht nur unsere operativen Netzwerkkapazitäten, sondern unterstützt auch den durch eine stärkere globale Wirtschaft wachsenden Handel in der Region1."

Ken Lee, CEO, DHL Express Asia Pacific, erklärte: "Der Südasien-Hub von DHL ist ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung unserer Multi-Hub-Strategie in der Region. Die vier DHL Express-Hubs im asiatisch-pazifischen Raum - Shanghai, Hongkong, Singapur und Bangkok - verbinden über 70 DHL Express Gateways innerhalb der Region. Gemeinsam untermauern diese Einrichtungen unser Versprechen an die Kunden, eine optimale internationale Express-Anbindung zwischen den Schlüsselmärkten in der Region bereitzustellen. Dadurch können wir mehr Netzwerkflüge nach und aus Singapur anbieten, wie etwa den kürzlich ergänzend zur bestehenden Verbindung Bangkok-Singapur eingeführten Flug Phnom Penh-Bangkok, um dem regionalen Handelswachstum Rechnung zu tragen."

Die Anlage fertigt bis zu 24.000 Sendungen pro Stunde ab und kann in Spitzenzeiten ein Frachtaufkommen von mehr als 628 Tonnen bewältigen. Die Bearbeitung erfolgt sechsmal schneller als beim manuellen Betrieb in der alten Einrichtung, und die Durchlaufleistung hat sich verdreifacht.

Erzielt wird die Effizienzsteigerung durch die höhere Sortiergeschwindigkeit und Genauigkeit des automatisierten Systems. Multi-dimensionale Tunnelscanner sorgen für schnelleres Lesen der Barcodes und automatisierte Röntgenanlagen scannen die Pakete bis zu dreimal schneller als die bisherigen Systeme. Außerdem wird die Anlage zum Teil mit Sonnenenergie angetrieben, die etwa 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs im Drehkreuz ausmacht. Diese Automatisierungssysteme verbessern darüber hinaus die Produktivität und erlauben den Mitarbeitern, sich auf höherwertige Aufgaben zu konzentrieren wie Problem-Management, mehr Sicherheitskontrollen und Minderung von Risiken in Bezug auf mögliche Lieferverzögerungen.

 

1 http://www.imf.org/external/Pubs/FT/REO/2016/apd/eng/pdf/areo1016.pdfundefined