11.11.2015, 07:00 MEZ

Deutsche Post DHL Group schafft weitere wichtige Grundlagen für langfristigen Erfolg

Der Konzernumsatz verbesserte sich im dritten Quartal 2015 um 3,0 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro, das Konzern-EBIT sank auf 197 Millionen Euro.

CEO Frank Appel: "Wir arbeiten konsequent daran, unsere langfristigen Ziele zu erreichen"

  • Konzernumsatz im dritten Quartal 2015 um 3,0 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro verbessert
  • Konzern-EBIT vor allem durch Einmaleffekte auf 197 Millionen Euro gesunken
  • EBIT für das Gesamtjahr 2015 bei mindestens 2,4 Milliarden Euro erwartet
  • Ausblick für das Jahr 2016 und den Zeitraum bis 2020 bestätigt
  • CEO Frank Appel: "Wir arbeiten konsequent daran, unsere langfristigen Ziele zu erreichen"

Bonn - Deutsche Post DHL Group hat wichtige Weichen für den langfristigen Erfolg des Unternehmens gestellt und dafür Einmaleffekte verzeichnet, die das Ergebnis im dritten Quartal 2015 belastet haben.

"Das Jahr 2015 ist für uns das Jahr des Übergangs von unserer Strategie 2015 zur Strategie 2020. Wir arbeiten konsequent daran, jeden unserer Unternehmensbereiche optimal vorzubereiten und die langfristigen Ziele unseres strategischen Plans zu erreichen. Wir haben einige Einmaleffekte verbucht, die unsere Fähigkeit stärken, diese Ziele zu erreichen oder zu übertreffen, und Risiken verringern. Wir sind überzeugt, dass diese Maßnahmen schon im kommenden Jahr Früchte tragen werden", sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender Deutsche Post DHL Group.

Wie bereits am 28. Oktober mitgeteilt, hat der Konzern im Zusammenhang mit der weiteren Ausrichtung der IT-Erneuerung im Geschäftsfeld Global Forwarding negative Einmaleffekte in Höhe von 345 Millionen Euro verbucht. Zudem hat der Konzern, wie ebenfalls Ende Oktober angekündigt, durch die Berücksichtigung weiterer Einmaleffekte in Höhe von etwa 200 Millionen Euro in der Prognose für das Gesamtjahr 2015 Risiken für zukünftiges Ergebnispotenzial reduziert. Diese Belastungen betreffen hauptsächlich die aktualisierte Beurteilung vorwiegend rechtlicher und regulatorischer Sachverhalte in den Unternehmensbereichen Post - eCommerce - Parcel (PeP), Express und Global Forwarding, Freight. 81 Millionen Euro davon wurden im dritten Quartal verbucht.

Neben diesen Einmaleffekten haben weitere Anstrengungen zur Positionierung der einzelnen Geschäftsfelder für künftigen Erfolg das Ergebnis im dritten Quartal beeinflusst: So hat der Unternehmensbereich Post - eCommerce - Parcel in die internationale Expansion des Paketgeschäfts investiert, um auch außerhalb Deutschlands verstärkt vom dynamisch wachsenden E-Commerce zu profitieren. Zudem haben der Poststreik und dessen Nachwirkungen sowie aus dem Tarifabschluss resultierende Einmalzahlungen das Ergebnis von PeP im dritten Quartal belastet. Die Express-Division hat weiter stark in die Erneuerung und Erweiterung ihres weltweit einzigartigen Netzwerks investiert, um ihre führende Marktposition weiter zu festigen. In der Supply Chain-Division fielen durch die Fortsetzung des Optimierungsprogramms weitere Restrukturierungskosten an.

Insgesamt sank das Konzern-EBIT im dritten Quartal unter Berücksichtigung all dieser Faktoren auf 197 Millionen Euro. Um den Einmaleffekten bei Global Forwarding und den angekündigten zusätzlichen Sonderbelastungen von 200 Millionen Euro Rechnung zu tragen, hat der Konzern im Oktober seine Ergebnisprognose für 2015 entsprechend reduziert und geht nun von einem Konzern-EBIT von mindestens 2,4 Milliarden Euro für das Gesamtjahr aus. Zuvor hatte das Unternehmen ein operatives Ergebnis zwischen 2,95 und 3,1 Milliarden Euro erwartet.

Ausblick: Ergebnisprognose für 2015 im Oktober angepasst, Prognosen für 2016 sowie langfristige Ziele bestätigt

Zu dem angestrebten Konzern-EBIT im Gesamtjahr 2015 von mindestens 2,4 Milliarden Euro sollten die DHL-Divisionen nun voraussichtlich mindestens 1,65 Milliarden Euro beitragen, während PeP nunmehr mindestens 1,1 Milliarden Euro beisteuern sollte. Der Konzern rechnet für 2015 weiterhin mit stabilen Aufwendungen für den Bereich Corporate Center/Anderes von rund 350 Millionen Euro. Außerdem geht das Unternehmen unverändert davon aus, erneut einen ausreichend hohen Free Cashflow zu generieren, um die Dividende abzudecken, die im Mai 2015 für das Geschäftsjahr 2014 gezahlt worden ist.

Der Wegfall der einmaligen Belastungen und die erwarteten positiven Auswirkungen zu strukturellen Verbesserungen in den einzelnen Unternehmensbereichen sollen zu einer deutlichen Ergebnissteigerung im kommenden Geschäftsjahr führen. Für 2016 prognostiziert Deutsche Post DHL Group daher unverändert einen EBIT-Anstieg auf 3,4 bis 3,7 Milliarden Euro. Für den Unternehmensbereich PeP rechnet der Konzern nach wie vor mit einem EBIT von mehr als 1,3 Milliarden Euro. Die DHL-Divisionen sollen zum Ergebnisziel 2016 zwischen 2,45 bis 2,75 Milliarden Euro beitragen.

Auch an seinen Zielen über das Jahr 2016 hinaus hält das Unternehmen fest: Deutsche Post DHL Group geht weiterhin davon aus, den operativen Gewinn im Zeitraum 2013 bis 2020 um durchschnittlich mehr als 8 Prozent jährlich zu steigern (CAGR). Dazu sollen die DHL-Divisionen mit einem durchschnittlichen EBIT-Wachstum von 10 Prozent pro Jahr beitragen. Bei PeP wird mit einem durchschnittlichen Anstieg des operativen Gewinns von rund 3 Prozent pro Jahr gerechnet. Darüber hinaus plant der Konzern, dass der Aufwand für den Bereich Corporate Center/Anderes bis 2020 bei unter 0,5 Prozent des Konzernumsatzes liegt.

Drittes Quartal 2015: Ergebnis durch Investitionen in zukünftiges Wachstum geprägt

Mit 14,4 Milliarden Euro lagen die Umsätze im dritten Quartal um 3,0 Prozent oder 423 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (2014: 14,0 Milliarden Euro). Dazu haben die DHL-Divisionen mit einem Anstieg von 3,3 Prozent und der PeP-Bereich mit einer Verbesserung um 2,0 Prozent beigetragen. Bereinigt um positive Währungseffekte blieben die Konzernerlöse gegenüber dem Vorjahresquartal annähernd stabil (-0,5 Prozent), wobei niedrigere Treibstoffzuschläge Wachstum verhindert haben.

Das Konzern-EBIT sank im Zeitraum von Juli bis September um 70,9 Prozent auf 197 Millionen Euro (2014: 677 Millionen Euro). Das operative Ergebnis des Unternehmensbereichs PeP ging dabei um 50,7 Prozent auf 142 Millionen Euro zurück. Bei Express stieg das operative Ergebnis um 19,3 Prozent auf 364 Millionen Euro (2014: 305 Millionen Euro). In der Division Global Forwarding, Freight hingegen sank das EBIT - ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte - auf 47 Millionen Euro (2014: 71 Millionen Euro). Einschließlich der negativen Effekte lag das EBIT bei minus 337 Millionen Euro. Das EBIT im Unternehmensbereich Supply Chain belief sich auf 101 Millionen Euro im dritten Quartal 2015 im Vergleich zu 110 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Das Konzernergebnis ging im dritten Quartal vor allem aufgrund des EBIT-Rückgangs auf 49 Millionen Euro zurück (2014: 468 Millionen Euro). Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 4 Euro-Cent (2014: 38 Euro-Cent).

Neun Monate: Umsatzwachstum von rund 2,6 Milliarden Euro

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres kletterte der Konzernumsatz um 6,4 Prozent oder rund 2,6 Milliarden Euro auf 43,9 Milliarden Euro (2014: 41,3 Milliarden Euro); bereinigt um positive Währungseinflüsse lagen die Erlöse um 0,7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Zu diesem Anstieg haben organische Umsatzsteigerungen bei Express, Post - eCommerce - Parcel und Supply Chain beigetragen, denen jedoch ein organischer Rückgang bei Global Forwarding, Freight gegenüber stand. Zudem haben niedrigere Treibstoffzuschläge ein stärkeres organisches Wachstum verhindert. Das operative Ergebnis des Konzerns ging in den ersten neun Monaten um 29,4 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro zurück (2014: 2,06 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis lag im Zeitraum von Januar bis September bei 870 Millionen Euro (2014: 1,4 Milliarden Euro). Analog dazu ging das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 0,72 Euro zurück (2014: 1,18 Euro).

Investitionen und Cashflow: Basis für künftiges Wachstum gestärkt

Die Investitionen des Konzerns sind im dritten Quartal 2015 auf 547 Millionen Euro gestiegen (2014: 494 Millionen Euro). Insgesamt stiegen die Investitionsausgaben in den ersten neun Monaten von 1,0 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 1,2 Milliarden Euro in 2015. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Positionierung der Gruppe für zukünftiges profitables Wachstum in allen vier Unternehmensbereichen. Investiert wurde deshalb vor allem in den Ausbau der nationalen und internationalen Paket-Infrastruktur, in die Erweiterung der globalen und regionalen Express-Drehkreuze in Leipzig, Cincinnati, Singapur und Brüssel sowie in die weitere Modernisierung der Flugzeugflotte bei Express und in Neugeschäft bei Supply Chain.

Der Free Cashflow des Konzerns ging im dritten Quartal von 371 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 329 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr zurück. In dieser Entwicklung spiegeln sich das niedrigere operative Ergebnis und die höheren Investitionszahlungen (Net Cash Capex) wider. Die Nettoverschuldung des Konzerns lag zum Ende des dritten Quartals 2015 bei 2,8 Milliarden Euro. Aufgrund der erwarteten starken Cashflow-Generierung im vierten Quartal geht das Unternehmen von einer deutlich niedrigeren Nettoverschuldung zum Ende des Geschäftsjahres aus. 

Post - eCommerce - Parcel: Weiterhin starkes Wachstum im Paketgeschäft

Der Umsatz im Bereich Post - eCommerce - Parcel ist im dritten Quartal um 2,0 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro gestiegen (2014: 3,7 Milliarden Euro). Davon entfielen 1,5 Milliarden Euro auf das Geschäftsfeld eCommerce - Parcel, das weiter dynamisch gewachsen ist und im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent zugelegt hat. Dieser Anstieg setzt sich aus einem Umsatzplus von 7,0 Prozent bei Parcel Germany und währungsbegünstigten Zuwächsen bei Parcel Europe (8,4 Prozent) und eCommerce (20,9 Prozent) zusammen. Diese Entwicklung spiegelt einmal mehr die erfolgreiche Positionierung des Konzerns im dynamisch wachsenden E-Commerce wider - sowohl in Deutschland als auch zunehmend international. Um diese Stellung kontinuierlich auszubauen, investiert der Konzern anhaltend stark in die Erweiterung der nationalen und internationalen Paket-Infrastruktur sowie die Entwicklung weiterer innovativer Kundenlösungen.

Im Gegensatz zu eCommerce - Parcel sanken die Erlöse im Geschäftsfeld Post im Zeitraum von Juli bis September um 2,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Dabei wurden die strukturell bedingten Volumenrückgänge in den Bereichen Brief Kommunikation und Dialog Marketing durch den Streik und seine Nachwirkungen verstärkt. Diese negativen Effekte konnten durch Preiserhöhungen für Post-Produkte in Deutschland lediglich gemildert werden.

Das operative Ergebnis im Unternehmensbereich PeP verringerte sich im dritten Quartal um 50,7 Prozent auf 142 Millionen Euro (2014: 288 Millionen Euro). Dieser Rückgang spiegelt eine Rückstellung für einen Anstieg der erwarteten Zahlungen an die Postbeamtenversorgungskasse in Höhe von 42 Millionen Euro wider. Darüber hinaus reflektiert die EBIT-Entwicklung zum einen Investitionen in den internationalen Ausbau des eCommerce-Geschäfts sowie niedrigere Volumina als Folge des am 7. Juli beendeten Poststreiks und dessen Nachwirkungen. Zum anderen wurde das Ergebnis durch höhere laufende Personalkosten einschließlich einer Verpflichtung in Höhe von 48 Millionen Euro für die im Oktober geleistete Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro je Tarifmitarbeiter belastet, die im Rahmen der Tarifeinigung mit ver.di beschlossen wurde und bereits im dritten Quartal verbucht worden ist.

Express: Weiterhin starkes Umsatz- und Ergebniswachstum

Der Unternehmensbereich Express konnte seine erfolgreiche Umsatz- und Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2015 fortsetzen. Die Erlöse kletterten im Zeitraum von Juli bis September um 6,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro (2014: 3,1 Milliarden Euro); um Währungseffekte bereinigt lag der Anstieg bei 2,2 Prozent, wobei niedrigere Treibstoffzuschläge das organische Umsatzwachstum erneut gebremst haben. Haupttreiber für die positive Umsatzentwicklung war das erneut starke Wachstum bei den internationalen zeitgenauen Sendungen (TDI): Hier stieg das Volumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent. 

Das EBIT der Division legte um 19,3 Prozent auf 364 Millionen Euro zu (2014: 305 Millionen Euro). Trotz negativer Währungseffekte und erneut starker Investitionen in das Luft- und Bodennetzwerk konnte der Unternehmensbereich diese andauernde positive Geschäftsentwicklung verzeichnen. Eine Zuschreibung von Vermögenswerten in der Region Americas hat diesen Anstieg gestützt. Die EBIT-Marge erreichte im dritten Quartal 10,9 Prozent und lag damit über dem Wert des Vorjahreszeitraums (2014: 9,8 Prozent).

Global Forwarding, Freight: Einmaleffekte belasten Ergebnis

Der Umsatz im Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight sank im dritten Quartal 2015 um 5,7 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro (2014: 3,8 Milliarden Euro). Maßgebliche Ursache für diese Entwicklung ist neben dem schwachen Marktumfeld die selektivere Marktstrategie der Division.

Die im zweiten Quartal eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Geschäftsentwicklung haben zu ersten Verbesserungen der Marge und der Kosteneffizienz bei Global Forwarding geführt, so dass der Rückgang des operativen Ergebnisses auf bereinigter Basis im jeweiligen Vorjahresvergleich geringer ausgefallen ist als im ersten Halbjahr 2015.

Wie am 28. Oktober mitgeteilt, prüft der Konzern nun, unter Abwägung potenzieller Alternativen zu NFE, den Austausch und die Weiterentwicklung der IT-Landschaft des Bereichs schrittweise durchzuführen. Dies könnte auf einer flexiblen IT-Architektur aufbauen, die bestehende Systeme verbessert und zusammenführt sowie fortschrittliche, im Markt verfügbare Lösungen integriert, die sich in der Speditionsbranche bereits kommerziell bewährt haben. Das Ziel wäre eine am Geschäft orientierte, sukzessive IT-Erneuerung, die die angestrebte Verbesserung der operativen Geschäftsentwicklung am besten unterstützen könnte. Dazu könnte eine höhere Transparenz durch optimierte Erfassung, Darstellung und Steuerung entlang der Prozesskette gehören sowie reduzierte papiergestützte Arbeit durch ein Dokumenten-Management-System, das sich in unserem Amerika-Geschäft bereits bewährt hat. Der Konzern ist weiterhin in Gesprächen mit verschiedenen Dienstleistern, darunter auch dem Partner der NFE Implementierung, um diesem auch weiterhin die Erfüllung seiner vertraglichen Verpflichtungen zu ermöglichen.

Vor dem Hintergrund der geringeren Wahrscheinlichkeit, dass DHL Global Forwarding aus dem ursprünglich verfolgten New Forwarding Environment (NFE) System aufgrund der andauernden Probleme positive Effekte erzielen kann, hat der Konzern jedoch Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der IT-Erneuerung in Höhe von 345 Millionen Euro verbucht. Diese Summe besteht zum einen aus der Abschreibung der bislang aktivierten Investitionen unter NFE in Höhe von 308 Millionen Euro. Zum anderen beinhaltet sie Rückstellungen in Höhe von 37 Millionen Euro für Ausgaben während der erwarteten Rückabwicklung in den bereits umgestellten Pilotländern. Zudem hat die Division Einmaleffekte in Höhe von 39 Millionen Euro verbucht, die sich in erster Linie auf eine rechtliche Auseinandersetzung mit einem Joint Venture Partner beziehen. Insgesamt haben diese Sonderbelastungen zu einem EBIT-Rückgang bei Global Forwarding, Freight auf minus 337 Millionen Euro geführt (2014: 71 Millionen Euro). Ohne Berücksichtigung dieses Effekts hätte das EBIT bei 47 Millionen Euro gelegen, ein Rückgang um 33,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Supply Chain: Optimierungsprogramm wie geplant fortgesetzt

Der Umsatz im Unternehmensbereich Supply Chain ist im dritten Quartal um 9,4 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro gestiegen (2014: 3,7 Milliarden Euro); um Währungseffekte bereinigt lagen die Erlöse um 3,2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf Neugeschäft und höheren Volumina in entwickelten Ländern. Trotz ihrer selektiven, streng an der Profitabilität neuer Verträge orientierten Strategie generierte die Division im dritten Quartal neue Geschäftsabschlüsse in Höhe von 262 Millionen Euro (annualisiert), vor allem in den wachstumsstarken Sektoren "Retail", "Consumer" sowie "Automotive".

Das operative Ergebnis lag im Zeitraum von Juli bis September mit 101 Millionen Euro um 8,2 Prozent unter dem Vorjahr (2014: 110 Millionen Euro). Ursächlich für diesen Rückgang waren planmäßig angefallene Restrukturierungskosten in Höhe von 31 Millionen Euro im Rahmen des Optimierungsprogramms der Division. Ziel des Programms ist es, durch Standardisierung, höhere Effizienz und die bessere Nutzung von Skaleneffekten im globalen Geschäft die Marge im Unternehmensbereich Supply Chain bis 2020 auf 4 bis 5 Prozent zu steigern.

Ohne Berücksichtigung der Restrukturierungskosten lag das operative Ergebnis der Division im dritten Quartal deutlich über dem Vergleichszeitraum im Vorjahr.