Studieren mit Sicherheit

2018 begann Christina Greger bei der Deutschen Post ein duales Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Fachrichtung Logistik. Inzwischen steht sie wenige Monate vor dem Abschluss. Ihre Erwartungen an den Einstieg in eine spannende Branche wurden erfüllt.

© Deutsche Post DHL Group | Im Paketzentrum Nürnberg bringt Christina Greger ihr erlerntes Know-how aus dem Logistik- und Supply Chain Management-Studium ein.

Seit einigen Wochen hat Christina Greger zu Arbeitsbeginn eine Aufgabe, die einiges an Konzentration erfordert. Aus maschinell erzeugten Informationen der Sortieranlagen und von Menschen geschriebenen Schichtberichten erstellt sie einen zusammenfassenden Leistungsbericht über die vorangegangene Tag- und Nachtschicht im Nürnberger DHL-Paketzentrum. In Zahlenkolonnen, Status-Codes und Texten sucht sie nach Auffälligkeiten, geht Fehlern und Störungsursachen auf die Spur. Der Bericht wird anschließend von den Führungskräften des Paketzentrums beim täglichen Meeting begutachtet und diskutiert. "Die Rückschau auf den vorigen Arbeitstag ist ziemlich wichtig für unseren Betrieb", sagt die 20-Jährige. "Nur wenn die Fehlerquellen bekannt sind, lassen sich die Abläufe optimieren. Und um die ständige Veränderung und Verbesserung geht es doch bei uns im Betrieb und in der gesamten Wirtschaft."

Dabei ist sich die BWL-Studentin darüber im Klaren, dass sich diese Veränderungen auch auf ihren Beruf auswirken. "Es kann gut sein, dass schon in ein paar Jahren eine Künstliche Intelligenz den Leistungsbericht erstellt und der Algorithmus das viel schneller und präziser hinkriegt als ich", räumt sie ein. Schon in den zwei Jahren ihres dualen Studiums habe sie miterlebt, dass viele Dinge im Berichtswesen des Paketzentrums automatisiert worden seien. Wo vor kurzem noch Daten mit viel Aufwand händisch erfasst wurden, fließen Informationen nun ohne menschliches Zutun von aus der Steuerungssoftware der Sortieranlagen direkt in Datenbanken ein. Um ihre berufliche Zukunft macht sich Christina Greger dennoch keine Sorgen: "Die Berichte sind nur ein kleiner Teil meiner Aufgaben. Auch in fünf oder zehn Jahren wird es Dinge geben, die eine Maschine nicht versteht. Logistik ist generell eine zukunftssichere Branche."

Bei ihrer Berufswahl im Abiturjahr 2018 und damit lange vor Corona hatten solche Sicherheitserwägungen noch eine untergeordnete Rolle gespielt. "Mir ging es zuallererst darum, dass ich in meinem Beruf an interessanten Aufgaben arbeiten kann", erklärt Christina Greger, die schon als Schülerin während diverser Praktika ein Interesse an der Wirtschaft entwickelt hatte. Zum dualen Studium kam sie durch ihren zwei Jahre älterer Bruder, der diesen Ausbildungsweg zuvor eingeschlagen hatte.

Studium mit Ausbildungsvergütung

Im dualen Studium sind Theorie und Praxis miteinander verzahnt. Im Unterschied zum Studium an einer Universität oder Hochschule bezahlt der Ausbildungsbetrieb außerdem eine Ausbildungsvergütung. Den Praxisteil des Studiums absolviert Christina Greger in der Niederlassung Nürnberg der Deutschen Post. Dabei durchlief sie viele Abteilungen und konnte sogar bei einem ersten Auslandseinsatz bei DHL Express in Irland wertvolle Erfahrungen sammeln. Der Theorieteil findet - theoretisch - am Standort Stuttgart der Dualen Hochschule Baden-Württemberg statt. Aufgrund von Corona werden die Kurse aber in Form von Zoom-Meetings abgehalten. Daher steht das Stuttgarter WG-Zimmer von Christina Greger leer, studiert wird seit März 2020 daheim in Neumarkt vor dem Bildschirm, was im Hinblick auf die Wissensvermittlung ordentlich funktioniert.

Christina Greger sieht die Notwendigkeit der Kontaktbeschränkungen, zugleich vermisst sie das Leben in einer neuen Stadt und den Austausch mit anderen Studierenden. "Ich habe mich in meinem Studiengang auf Logistik und Supply Chain Management spezialisiert, aber während der Präsenzzeit habe ich einige Kurse zusammen mit Studierenden anderer Fachrichtungen der Betriebswirtschaftslehre", erläutert Christina Greger. "Dabei lernt man neue Leute kennen und schaut über den Tellerrand der Logistik hinaus."

Den Master im Visier

Der Logistik und ihrem Arbeitgeber Deutsche Post will Christina Greger nach dem Studienabschluss treubleiben, die nächsten Stationen ihres Berufs- und Bildungswegs sind bereits in fester Planung. Derzeit beschäftigt sie sich mit der Vorbereitung auf ihre Bachelor-Arbeit. Inhaltlich geht es darum, wie durch die Anwendung einer besonderen betriebswirtschaftlichen Methodik die Eilsendungen von Amazon immer schneller und reibungsloser durch das Logistiknetz von DHL fließen sollen. Nach der Abschlussprüfung möchte Christina Greger ein Jahr Berufserfahrung sammeln: "Das ist die Zugangsvoraussetzung für den Masterstudiengang, den ich auf den Bachelor draufsetzen will, wieder in der Logistik und berufsbegleitend."

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