Deutsche Post DHL stellt auch in der Coronakrise fortlaufend Mitarbeiter ein

Die Coronaschutzmaßnahmen hatten die Arbeitsbedingungen in dem bisherigen Job von Stefan Dries so sehr verändert, dass er ihn nicht mehr ausüben wollte. Er machte sich auf die Suche und fand binnen kurzer Zeit eine neue Herausforderung. Bei DHL Paket. Seit seinem ersten Arbeitstag ist ein dreiviertel Jahr vergangen. Nach wenigen Monaten wurde Stefan Dries befördert. Und weitere Entwicklungsmöglichkeiten stehen ihm offen.

© Deutsche Post DHL Group | Mit Abstand und Maske ist das auch in Zeiten der Coronapandemie möglich: Auf den täglichen Austausch unter Kollegen legen Stefan Dries und Sylvia Marx Wert, bevor sie ihre jeweilige Zustelltour starten.

Der 38-jährige Stefan Dries steht vor einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Kreuzberg. Heute hat er rund 190 Pakete dabei. Zu seiner Zustelltour zählen die Kirchbachstraße, die Bülowstraße, die Alvenslebenstraße und die Kulmer Straße. In dem gelben Transporter liegen Sendungen für Kanzleien, Praxen und Geschäftsadressen als auch für Privathaushalte. "Die Kundin im vierten Stock oben links bekommt heute fünf Pakete. Gestern waren es sieben. Vorgestern waren es neun. Die Kundin bestellt einfach alles im Internet", sagt der Zusteller mit den blonden kurzrasierten Haaren. "Ich habe zwar eine Sackkarre im Transporter, doch ich bringe alle Pakete ohne sie zu meinen Kunden. Dann ist das Training intensiver." Dries ist groß, schlank, sportlich. Triathlet. Gut gelaunt läuft er vom Transporter zur nächsten Haustür, klingelt, es geht die Treppe hinauf und hinab. Zurück zum Transporter. Dann fährt er ein Stück weiter. Und das Ganze wiederholt sich. X Mal am Tag. Der Job als Zusteller bringt ihn in Bewegung wie der tägliche Besuch des Fitnessstudios vor der zweiten coronabedingten Schließung. Das besuchte er zusätzlich. "Das Einsortieren der Pakete in den Transporter ist quasi wie Tetrisspielen und bringt mir Spaß. Außerdem darf ich den ganzen Tag Autofahren. Das mache ich gerne. Und ich bewege mich an der frischen Luft", freut sich Stefan Dries und lacht.

Als die Coronakrise im vergangenen Frühjahr begann, war Stefan Dries gar nicht zum Lachen zumute. Zu der Zeit war er noch rehapädagogischer psychologischer Ausbilder. "Ich habe junge Menschen mit Handicap dabei unterstützt, in den ersten Arbeitsmarkt zu finden. Im ersten Lock Down sollte ich meine Schützlinge nicht mehr im persönlichen Kontakt, sondern von zu Hause aus anleiten. Das ging nicht problemlos, es hatten nicht alle einen Rechner. So konnte ich nicht ruhigen Gewissens weiterarbeiten", erinnert sich Stefan Dries. Er wollte etwas anderes machen und fragte kurzerhand seinen Zusteller, ob DHL sucht. Das war der Fall. Bis heute stellt DHL nach und nach weitere Mitarbeiter ein. "Wir haben viele ausgesprochen gute Bewerber", sagt Andreas Niessen, Personalchef der Niederlassung DHL Paket Berlin. Aufgrund der Corona-Pandemie  gibt es diverse Berufszweige, in denen derzeit wesentlich weniger Arbeit anfällt. Dazu gehören beispielsweise Taxifahrer, die Gastronomie und Hotelbranche, die Event- sowie Freizeitbranche und Künstler. Entsprechend fallen auch viele Studenten- und Aushilfsjobs weg. "Etwa 50 Prozent unserer neuen Zusteller und Sortierkräfte in den Brief- und Paketzentren haben sich bei uns beworben, da sie in ihren bisherigen Jobs derzeit nicht arbeiten können. Bei uns sehen sie langfristige Jobperspektiven. Ein weiterer positiver Aspekt ist für die meisten, dass wir nach Tarif bezahlen und die Tätigkeiten sozialversicherungspflichtig sind", berichtet Andreas Niessen. Auch hat Deutsche Post DHL diverse Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ergriffen: Die Mitarbeiter erhalten beispielsweise Masken und Desinfektionsmittel. 

Der ohnehin seit Jahren zunehmende Onlinehandel boomt aufgrund des Lock Downs noch mehr. Deutsche Post DHL hat allein seit vergangenem Frühjahr bundesweit 4000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Während der Hochsaison vor Weihnachten unterstützen zusätzlich 10.000 Aushilfen in allen Bereichen der Produktion. Viele, die geeignet sind und Gefallen an dem Job gefunden haben, bleiben. 

Stefan Dries arbeitet einige der neuen Paketbotinnen und Paketboten ein. Zumindest von denen, die in der Zustellbasis in Tempelhof morgens ihre Transporter beladen und dann in die Nähe zu ihren Touren starten. "Ich habe am 1. April bei DHL angefangen und wurde schon zum 1 Juli zum Ausbilder befördert", erzählt Stefan Dries. Er lernt gerne dazu und gibt sein Wissen weiter. Nachdem neue DHL-Zusteller gelernt haben, wie sie die Handscanner bedienen, welche Aufgaben sie vor und nach der Zustellung im Logistikzentrum zu erledigen haben, ein Hebe- und Fahrtraining absolviert haben, fahren sie zunächst bei Kollegen mit. Diese zeigen den Neuen die Details nochmal in der Praxis, bringen ihnen Kniffs und Tricks bei, wie sie ihre Aufgabe entsprechend der Qualitätsansprüche des Unternehmens ausführen. "Dieser Job ist eine große Erleichterung für mich. Ich habe mit Menschen zu tun, die wissen, wie das Arbeitsleben funktioniert, dass sie pünktlich zu sein haben und ihre Aufgaben ordentlich erledigen müssen. Ich bin mit wesentlich mehr Menschen täglich im Kontakt und habe mehr Abwechslung", beschreibt Stefan Dries seinen Arbeitsalltag. 

Der Chef von Stefan Dries sieht Potenzial in ihm und hat ihm empfohlen, sich für die vakante Stelle des stellvertretenden Leiters der Zustellbasis in Tempelhof zu bewerben. Stefan Dries bekommt die Möglichkeit, die Aufgaben kennenzulernen. Er kann vertretungsweise den Leiter der Zustellbasis unterstützen. "Ich kann mir einen neuen Karriereschritt gut vorstellen. Man lernt nie aus", sagt er mit Blick auf die Computerprogramme und Pflege der Personaldaten, die dann zu seinem Alltag gehören würden. Auch Personalgespräche zählen dazu, die Planung der Tagestouren sowie der Paketmenge, die die Zustellerinnen und Zusteller jeweils mitnehmen. Beides ändert sich jeden Tag etwas, je nachdem wie viele Pakete für wie viele Empfänger am jeweiligen Tag vorliegen. Damit jede Paketbotin und jeder Paketbote seine Tour schafft, wird sie morgens entsprechend angepasst. 

Mit der neuen Stelle wäre Stefan Dries künftig erneut hauptsächlich im Gebäude beschäftigt. "Die körperliche Bewegung würde sich wieder mehr in meine Freizeit verlagern. Entscheidend ist für mich jedoch, dass mir meine Aufgaben Spaß bringen und ich sie ruhigen Gewissens machen kann. Das ist die Hauptsache, denn jeder verbringt viele Stunden täglich an seinem Arbeitsplatz", sagt Stefan Dries.

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