Ein Hamburger heuert in Sachsen an

Der 28-jährige Bastian Bechtloff leitet das Paketzentrum Ottendorf-Okrilla bei Dresden mit 400 Beschäftigten.

© Deutsche Post DHL Group | Bastian Bechtloff im Paketzentrum Ottendorf-Okrilla

Zwei Monate liegt das Weihnachtsgeschäft zurück, mit dem die Menge der Päckchen und Pakete, die im Paketzentrum Ottendorf-Okrilla bearbeitet werden, kräftig stieg. "Da hatten wir pro Tag schon mal 550 000 Sendungen in der Spitze", bilanziert Bastian Bechtloff. Gemessen an den rund 300 000 Stück, die sonst an einem Werktag anfallen, fast das Doppelte. Der neue Leiter des Paketzentrums, für den die Adventszeit bei der Deutschen Post in Ottendorf-Okrilla die erste war, fällt ein erstaunliches Fazit. Stress ist kein Thema, im Gegenteil: "So gut und entspannt lief das für mich noch nie."

Komplettes Neuland betrat der 28-Jährige nicht, als er am 1. Juni vorigen Jahres auf die Führungsebene wechselte und in Sachsen anheuerte. Bastian Bechtloff war zuvor im Paketzentrum der Niederlassung Hamburg der Deutschen Post tätig, dort in der Planungsabteilung. Der Standort sei seiner neuen Wirkungsstätte in Ostsachsen, Teil der Niederlassung Dresden, "im Aufbau vergleichbar". Das machte es ihm leichter, sich einzufinden. "Der Einstand lief sehr gut", blickt er zurück. "Mein Vorgänger hat mich gut eingearbeitet und ich traf auf ein eingespieltes Team." Für 400 Mitarbeiter ist der junge Chef verantwortlich. "Die Kollegen arbeiten enorm selbständig", hebt er hervor. 

Ottendorf-Okrilla ist für alle Päckchen und Pakete im Postleitzahlenbereich 01, 02 und 03 zuständig, das östliche Sachsen und das südliche Brandenburg. Bastian Bechtloffs Arbeitstag beginnt gegen 7 Uhr morgens, meist damit, dass er bei den Schichtleitern vorbeischaut, um sich ein Bild von den laufenden Prozessen im Paketzentrum zu machen. Auch so etwas wie Routine, denn ein Jahr lang war der gebürtige Niedersachse Schichtleiterin Hamburg gewesen, 2014, nachdem er sein Duales Studium beendet hatte. "Logistik hat mich immer interessiert." Die Option, bei der Deutschen Post zwischen dreimonatigen, betrieblichen Ausbildungsblöcken und sechs Hochschulsemestern - "in meinem Fall an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin" - abzuwechseln, gefiel ihm am besten. Nach dem Abitur bewarb er sich an der Niederlassung Hamburg. Und bekam eine Zusage. 

Als Schichtleiter musste sich Bastian Bechtloff erstmals der Führungsverantwortung stellen, und der Frage: Kann ich das, Chef sein, Konflikte aushalten und schlichten, Entscheidungen treffen? Er konnte. "Das war eine ganz neue Erfahrung. Plötzlich ging es um 120 Mitarbeiter aus 30 Nationen." Ähnlich international hatte er während seines Auslandspraktikums bei DHL Express in Irland gearbeitet, Teil der dualen Ausbildung. Doch nun war er Absolvent, Hamburg war nicht Dublin und der Job eine Nummer größer. Innerhalb eines Jahres wuchs der junge Mann an der neuen Aufgabe und nahm für sich mit: "Verantwortung braucht Transparenz. Man muss den Kollegen jede Situation so erklären, dass sie eine Entscheidung mittragen können und mir Rückhalt geben. So kann man dann gemeinsam Ziele setzen." 

Respekt vor der Leitung des Paketzentrums hatte Bechtloff dennoch, als im Frühjahr 2019 der Anruf aus Sachsen kam. "Das waren zwei Herausforderungen auf einmal, der Aufstieg und der Ortswechsel." Nachdenklicher habe ihn die zweite gemacht, der Umzug von Hamburg nach Dresden, von wo er nun täglich nach Ottendorf-Okrilla pendelt. "Familie, Freundeskreis, das Fußballteam, alles blieb in der alten Heimat." Ein Dreivierteljahr später hat der junge Chef seinen Platz gefunden, im Unternehmen und in der Region. Fußball will er hier demnächst auch spielen.

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