Paketzentrum Neustrelitz wird zum Konzertsaal

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zwischen Paketen und Sortieranlagen: Dank aufwändiger Planung und großem Engagement der Mitarbeiter hat sich das Paketzentrum der Deutschen Post in Neustrelitz am 14. Juli in einen echten Konzertsaal verwandelt.

© Deutsche Post DHL Group | "Unerhörte Orte" - Klassische Filmmusik im Paketzentrum Neustrelitz

Keine Spur von Betriebsruhe - erst laufen die Förderbänder im Paketzentrum der Deutschen Post in Neustrelitz auf Hochtouren, dann füllen sich an diesem Sonntag die Stuhlreihen unter der gewaltigen Anlage für ein Konzert der ganz besonderen Art.

© Deutsche Post DHL Group | Während der Führungen erklären Postmitarbeiter die Arbeitsweise eines Paketzentrums

Unter dem Motto "Unerhörte Orte" verwandelt sich die riesige Halle der Deutschen Post im Bürgerseeweg am 14. Juli in einen Konzertsaal und alle Mitarbeiter sind dabei, diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Gut drei Jahre zuvor hatte der Leiter der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern bei der Niederlassungsleitung der Deutschen Post angefragt, ob sie ihr Industriegebäude als Spielort zur Verfügung stellen würden. Für Betriebsleiterin Daniela Berwing ist es keine Frage. Gerne will sie den Menschen aus der Region, aber auch Gästen, die eigens für die Festspiele nach Mecklenburg-Vorpommern reisen, einen Blick hinter die Kulissen eines Paketzentrums ermöglichen. Sie weiß: Welche aufwändige und ausgefeilte Technik die Deutsche Post nutzt, um Pakete zuverlässig und schnell vom Absender zum Empfänger zu transportieren, ist kaum bekannt. "Fast jeder verschickt oder erhält Pakete, das ist das normalste der Welt. Über die dahinterstehende Logistik machen sich nur wenige Gedanken", so ihre Erfahrung. 

Aufwändige Vorbereitung im Vorwege

Zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Anke Werner und den Technikern Erik Finaske und Marcel Kaiser organisieren sie ein aufwändiges Begleitprogramm. Über das Konzert hinaus sollen interessierte Konzertbesucher einen Einblick in die Arbeit eines Paketzentrums erhalten. Im Eingangsbereich soll es eine Infostrecke geben, auf der anhand der Maschinen, der Menschen und ihren Arbeitszeiten bis in die Nacht der Lauf eines Paketes erklärt wird. Mitarbeiter werden gebeten, eine der geplanten sechs Führungen durch das Paketzentrum zu übernehmen oder als Ansprechpartner an zentralen Stellen zu stehen. Während des Starkverkehrs vor Weihnachten dreht darüber hinaus die Festspielleitung einen Film über die Arbeitsweise im Paketzentrum. Beim Konzert werden die Musiker zum Takt der Pakete dazu spielen.

Am Samstag vor dem Konzert treffen Transporter mit Bühnentechnik, Stühlen und Catering beim Paketzentrum ein. Sonntag ist alles bereit. Paket um Paket läuft über das Förderband während Postmitarbeiter einhundert Besuchern die Funktionsweise eines Paketzentrums erklären. Vielen ist der "Aha-Effekt" deutlich anzusehen. Nun können sie verstehen, warum die Beschriftung und Verpackung von Sendungen so wichtig ist. 

Ab 15:30 Uhr füllt sich der "Konzertsaal" mit den Gästen - alle 450 Stühle sind belegt. Die Förderanlage beendet ihre Runden. Alles ist bereit für Cellist Eckart Runge und Pianist Jacques Ammon und ihrem Programm "CelloCinema" - klassische Filmmusik und Tango. Es ist mucksmäuschenstill als Eckart Runge über die Saiten seines Cellos fliegt. Wie in alten Stummfilmzeiten unterstreicht das Spiel der beiden Virtuosen die Leinwandemotionen - mal gewitzt, mal leidenschaftlich, aber auch abgründig und betörend. Mit ihrem exzellenten Zusammenspiel verwandeln Eckart Runge und Jacques Ammon das Paketzentrum zu einem Konzertsaal der Extra-Klasse. Das Publikum ist begeistert.

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