Friedensschluss am Gartentor

Unzählige Cartoons, Comics und Karikaturen zeichnen ein eindeutiges Bild: Am Gartentor steht ein verängstigter Zusteller, dem der Weg zum Briefkasten von einem blutrünstigen Hund versperrt wird.

© Deutsche Post DHL Group | Verkehrte Welt in Ingelheim: Während die Zusteller der Deutschen Post im Jahr 2018 insgesamt 1.043 Hundebisse zu beklagen hatten und deshalb mindestens jeweils einen Arbeitstag ausfielen, freut sich Carlos jeden Tag auf die Boten mit dem Posthorn. Und weiß ganz genau, wo die Leckerchen versteckt sind!

Tatsächlich kann man den Vierbeinern aus ihrem Verteidigungsverhalten keinen Vorwurf machen. Sie sind über Jahrtausende dazu erzogen worden, das eigene Revier gegenüber Fremden zu verteidigen. Und selbst wenn die meisten Zusteller regelmäßig zu Besuch kommen, sind sie doch in den seltensten Fällen von den Hunden als "Familienmitglied" akzeptiert.

So kommt es auch in der Realität immer wieder einmal zu Konflikten. Die Deutsche Post DHL führt über die Zahl der Unfälle mit Hunden genau Buch. Nun wurden die Daten für das Jahr 2018 und das erste Halbjahr 2019 veröffentlicht - und ergaben ein überraschendes Bild: Bislang verstehen sich Zusteller und Hunde überraschend gut. Fast deutschlandweit haben die Unfälle noch nicht 50 % der Anzahl des Vorjahrs erreicht. Selbst in der traditionell gefährlichsten Region, der Niederlassung Brief in Münster wird dieses Bild bestätigt. Kam es 2018 noch zu 103 Zusammenstößen mit Hunden (davon 46, die zu einem Ausfall des Zustellers führten), sind im ersten Halbjahr 2019 nur noch 46 (13 mit Ausfall) festzustellen - spürbar unter dem statistischen "Soll" von 52 (23). Die Niederlassung Brief in Mainz etwa hat statt 50 % der Bisse von 2018 nur 1/3 zu beklagen (33 im Jahr 2018, 11 im ersten Halbjahr 2019), davon im Jahr 2018 21 mit Folgen und nur noch 6 im ersten Halbjahr 20.19

Sollten die Hunde also nicht in der zweiten Jahreshälfte zu aggressiven Zustellerjägern mutieren, könnte 2019 den Beginn einer ganz neuen Freundschaft darstellen.

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