Ständig unterwegs und immer ansprechbar: Als Zustellstützpunktleiterin bei der Deutschen Post

Von Treuchtlingen aus ist Laura Braun als ZSPL-Leiterin verantwortlich für 15 Zustellstützpunkte der Deutschen Post und fast 400 Zusteller im südlichen Mittelfranken. Doch was macht eine ZSPL-Leiterin eigentlich genau?

© Deutsche Post DHL Group | Laura Braun leitet den ZSPL Treuchtlingen, zu dem 15 Zustellstützpunkte der Deutschen Post gehören. Termine vor Ort stehen bei ihr täglich auf dem Programm.

Bei Laura Braun im mittelfränkischen Treuchtlingen laufen alle Fäden zusammen: Sie ist verantwortlich für fast 400 Mitarbeiter der Deutschen Post von Neuendetteslau bis Dollnstein  und von Feuchtwangen bis Hilpoltstein. Als Leiterin des ZSPL ist sie unter anderem für Budgetplanung und Qualitätssicherung zuständig, aber zugleich auch eine wichtige Ansprechpartnerin für die Zustellkräfte vor Ort.

Das Kürzel ZSPL steht bei der Deutschen Post für "Zustellstützpunkt mit Leitungsfunktion": Hier ist die Verwaltung angesiedelt, von hier aus wird unter anderem der Personaleinsatz geplant und der Fuhrpark organisiert, hier laufen Vorstellungsgespräche und Budgetbesprechungen. Der ZSPL Treuchtlingen besteht aus zwei Einheiten: Im Erdgeschoss des Gebäudes ist der Zustellstützpunkt, von hier aus gehen die Zusteller morgens auf ihre Tour und hierhin kehren sie am Nachmittag zurück. Im ersten Stock befindet sich hingegen die Verwaltung, darunter auch das Büro der ZSPL-Leiterin, doch frühmorgens trifft man Laura Braun dort selten an: Ihren Arbeitstag beginnt sie meist mit einem Besuch in einem der 15 Zustellstützpunkte, die in ihrem Zuständigkeitsbereich liegen. "Ich versuche, jeden Tag möglichst zwei ZSPs zu besuchen", erzählt Braun. Das bedeutet früh aufstehen, denn der Betrieb beginnt in den Zustellstützpunkten zwischen halb sieben und kurz vor acht Uhr morgens und der Anfahrtsweg ist oft weit. Etwa eine Stunde kann sich die Chefin dann pro Zustellstützpunkt nehmen. Zeit, die sie zum Beispiel nutzt, um die Teamleiter zu informieren, was aktuell ansteht und um sich ihrerseits zu erkundigen, wie es vor Ort gerade so läuft. Auch Gespräche mit neuen Mitarbeitern oder Auszubildenden stehen häufig auf ihrem Programm, und natürlich kommen auch die Zusteller selbst auf sie zu, wenn sie etwas auf dem Herzen haben.

Etwa einmal im Monat kommt sie mindestens in jedem der 15 ZSPs vorbei, schätzt Braun. Eine feste Reihenfolge gibt es aber nicht, "ich bin da problemgetrieben", so Braun. "Wo ich wann hinfahre, entscheide ich auch danach, wo gerade aktuell etwas ansteht." Die größeren Zustellstützpunkte mit bis zu 35 Zustellbezirken fährt sie außerdem häufiger an als die ganz kleinen. "Wir haben auch Stützpunkte mit gerade einmal sechs Zustellbezirken, da geht es natürlich sehr familiär zu und weil dort sehr viel weniger Mitarbeiter beschäftigt sind, gibt es meistens auch weniger Gesprächsbedarf", so Braun. Wenn sie im zweiten ZSP fertig ist, macht sie sich auf den Weg nach Treuchtlingen. Je nach Dienstbeginn und Fahrzeit kommt sie dort zwischen acht und zehn Uhr vormittags an - an ihren Schreibtisch zieht sie sich aber auch dann noch nicht zurück. "Als erstes mache ich immer eine Runde durch die Verwaltung", sagt Braun. Sie eingeschlossen arbeiten dort achteinhalb Mitarbeiter, der "halbe" Mitarbeiter erklärt sich durch Altersteilzeit. Bei ihrer morgendlichen Runde spricht Laura Braun mit ihren Kollegen über das, was aktuell ansteht: Wie ist die Personalsituation, gibt es krankheitsbedingte Ausfälle? Sind alle Fahrzeuge einsatzfähig oder muss irgendwo Ersatz beschafft werden? Anschließend kommt Braun in ihrem Büro an und kümmert sich um die E-Mails, die in der Zwischenzeit ihr Postfach füllen. Um elf Uhr schaltet sie sich in die tägliche Telefonkonferenz der Niederlassung Nürnberg ein, in der sie und ihre Kollegen aus allen Abteilungen tagesaktuell informiert werden.

Ihren Nachmittag verbringt Laura Braun dann überwiegend an ihrem Schreibtisch. Sie führt Mitarbeitergespräche, kümmert sich um die Budgetplanung, entwickelt Maßnahmen zur Qualitätssicherung oder reagiert kurzfristig, wenn es Störungen im Betrieb gibt. "Hier ist kein Tag wie der andere. Wenn ich morgens aufstehe, weiß ich nie genau, was auf mich zukommt", erzählt Laura Braun. Der Abwechslungsreichtum und die Vielfalt der Aufgaben war einer der Gründe, warum sie sich für den Posten als ZSPL-Leitung entschieden hat. "Außerdem hat es mich sehr gereizt, so früh Verantwortung zu übernehmen", sagt Braun. Nach ihrem BWL-Studium absolvierte die gebürtige Rheinländerin ein Trainee-Programm bei der Deutschen Post, vor eineinhalb Jahren wurde ihr die Stellenleitung angeboten und Braun sagte zu. "Natürlich war das ein Sprung ins kalte Wasser", gibt sie zu, doch bereut hat sie ihre Entscheidung nie. Auch, weil sie gerne mit Menschen zusammenarbeitet: "Ein Job, bei dem ich neun Stunden am Tag nur vor dem Rechner sitze, wäre nichts für mich", sagt Braun. Sie braucht den Austausch mit anderen und die Arbeit im Team. Was eine gute ZSPL-Leitung ausmacht? Für Laura Braun sind der wertschätzende Umgang  und die Kommunikation miteinander  wichtig. Natürlich müssen am Ende die Zahlen auch stimmen.

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