Umweltfreundliche Paketzustellung mit dem StreetScooter Work XL: In Germering sind die ersten E-Transporter unterwegs

Der elektrische Kleintransporter StreetScooter ist für die Deutsche Post mittlerweile überall in Deutschland erfolgreich im Einsatz. Für die reine Paketzustellung ist er allerdings zu klein. Seit kurzem hat er deshalb einen großer Bruder: Den StreetScooter Work XL, den die Deutsche Post gemeinsam mit Ford produziert. Als eine der ersten in Deutschland hat die Zustellbasis Germering zwei der umweltfreundlichen Transporter im Einsatz.

© Deutsche Post DHL Group | Umweltfreundlicher Neuankömmling: Zum Fuhrpark der Zustellbasis Germering gehören seit kurzem auch zwei elektrische StreetScooter Work XL, die ersten in ganz Bayern.

Der neue E-Transporter, der auf dem Fahrgestell des Ford Transit basiert, hat ein Volumen von 20 Kubikmetern und darf bis zu 1,275 Tonnen zuladen, das entspricht ungefähr 200 Paketen. Mit diesen Rahmendaten unterscheidet er sich nicht wesentlich von den konventionell angetriebenen Transportern, die in Germering bislang in der Paketzustellung zum Einsatz kamen. Seine Besonderheiten versteckt er unter der Haube und im Inneren: Der StreetScooter Work XL ist vollelektrisch angetrieben, eine Akkuladung bringt ihn im Zustellbetrieb mit seinen vielen Starts und Stopps bis zu 70 Kilometer weit - für die Germeringer Zustellbezirke reicht das locker, hier werden im Schnitt am Tag nur 15 Kilometer zurückgelegt. Im Vergleich zu einem konventionellen Kleintransporter spart er im Jahr etwa 1.900 Liter Diesel und fünf Tonnen CO2-Emissionen ein. An den eigens dafür installierten Ladesäulen in der Zustellbasis wird der StreetScooter Work XL innerhalb von sechs Stunden wieder aufgeladen.

© Deutsche Post DHL Group | Das neue Zustellfahrzeug darf bis zu 1,275 Tonnen zuladen, das entspricht ungefähr 200 Paketen. Um vollständig aufgeladen zu sein, muss er sechs Stunden an den eigens dafür installierten Ladesäulen in der Zustellbasis angeschlossen sein.

Seit Anfang April sind zwei StreetScooter Work XL für die Zustellbasis Germering unterwegs und versorgen das Stadtgebiet von Germering mit Paketpost. Hasan Eroglu, der Leiter der Zustellbasis, ist schon jetzt begeistert von den Neuankömmlingen: "Die Erfahrungen unserer Zusteller sind sehr positiv", erzählt Eroglu. "Die Transporter fahren sich äußerst flott, sie sind leise und haben einige gute Funktionen, die unseren Zustellern die Arbeit erleichtern", so Eroglu weiter. Dazu gehören zum Beispiel Sitz- und Standheizung oder die elektrische Schiebetür, die der Zusteller per Fußtaster öffnen kann. Ander als bei den herkömmlichen Transportern muss er also nicht immer eine Hand frei haben, um das Auto zu öffnen. 

Wegen seines zulässigen Gesamtgewichts von über vier Tonnen dürfen den XL grundsätzlich nur Zusteller fahren, die einen Führerschein der Klasse C besitzen. Dank einer Ausnahme für elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge ist es aber auch möglich, ihn mit der Führerscheinklasse B zu fahren - vorausgesetzt, der Fahrer hat an einer entsprechenden Einweisung teilgenommen und eine entsprechende Sondereintragung im Führerschein. Die fünfstündige Einweisung hat die Deutsche Post in der Zustellbasis Germering Anfang April durchgeführt. "Dabei haben unsere Zusteller alles über das Fahrzeug erfahren, was es zu wissen gibt - von seiner Leistung über das Aufladen bis hin zu den Besonderheiten im Betrieb", erzählt Eroglu. "Außerdem haben neben den Zustellern, die den StreetScooter jetzt fahren, zwei weitere Kollegen als Multiplikatoren an der Einweisung teilgenommen, die ihr Wissen in Zukunft an andere Zusteller weitergeben sollen."

Denn noch ist das Fahren des neuen StreetScooters ein Privileg für wenige: Von den rund 80 Zustellern in der Zustellbasis, die in 68 Zustellbezirken unterwegs sind, dürfen im Moment nur drei das innovative Elektrofahrzeug fahren. Die übrigen stellen noch mit den 75 herkömmlichen Transportern zu, die sich im Fuhrpark der Zustellbasis befinden. Die drei Kollegen, die im StreetScooter auf Zustelltour sind, zählen deutschlandweit zu den ersten, die den neuen Transporter im regulären Betrieb fahren dürfen. "In Bayern sind wir sogar derzeit noch die einzige Zustellbasis mit dem Work XL", sagt Eroglu stolz. Nach und nach sollen die umweltfreundlichen Zustellfahrzeuge flächendeckend zum Einsatz kommen. Sie sollen dazu beitragen, dass die Deutsche Post ihr großes Klimaschutzziel erreicht: Bis 2050 will das Unternehmen seine Emissionen aus der Logistik auf null reduzieren.

Übrigens kommt der umweltfreundliche StreetScooter nicht nur bei den Zustellern gut an - auch bei Kunden stößt er auf Begeisterung. "In den ersten Wochen haben manche Kunden sogar erst mal gefragt, ob sie ein Foto machen können, bevor sie ihr Paket angenommen haben", erzählt Eroglu. Der StreetScooter ist nicht nur umweltfreundlich und ergonomisch, sondern auch ein echter Sympathieträger.

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