34 Nationen unter einem Dach: Im Briefzentrum Waiblingen geht es international zu

612 Mitarbeiter aus 34 Ländern: Im Briefzentrum Waiblingen der Deutschen Post arbeitet gefühlt die halbe Welt zusammen. Jaime Alfonso Balvin Ludena aus Peru ist einer von ihnen.

© Deutsche Post DHL Group | Jaime Alfonso Balvin Ludena kommt aus Peru und arbeitet seit einem Jahr im Briefzentrum der Deutschen Post in Waiblingen. Die Gabelstapler darf er noch nicht fahren, den Schein möchte er aber bald machen.

Fast die Hälfte der Mitarbeiter im Briefzentrum, 248 sind es genau, hat nicht die deutsche Staatsbürgerschaft, sondern eine von 33 anderen. Den größten Anteil unter den nichtdeutschen Beschäftigten machen die Mitarbeiter aus der Türkei aus, 66 sind es derzeit. Aber auch aus Griechenland, Italien, Portugal und Kroatien hat das Briefzentrum besonders viele Mitarbeiter - rund 80 Prozent der Mitarbeiter ohne deutschen Pass kommen aus einer dieser fünf Nationen. Insgesamt repräsentieren die Beschäftigten im Briefzentrum Waiblingen fast alle Ecken der Welt: Sie stammen aus Nigeria und Eritrea, Brasilien und Argentinien, Syrien und Ägypten, von den Philippinen und aus Vietnam, aus Bulgarien, Frankreich und vielen anderen Ländern.

Zum Beispiel aus Peru, wie Jaime Alfonso Balvin Ludena. Vor etwas über einem Jahr kam er nach Deutschland und fing bei der Deutschen Post an, wo seine argentinische Frau bereits arbeitete. Ganz neu war Deutschland für Balvin Ludena allerdings nicht: Schon vor 25 Jahren hatte er einige Zeit hier gelebt und eine Familie gegründet, sein Sohn ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Balvin Ludena wäre damals gerne hier geblieben, doch weil sein Visum nicht verlängert wurde, musste er nach Peru zurückkehren. Heute arbeitet er 20 Stunden in der Woche im Briefzentrum in Waiblingen und ist dort einer von nur zwei Peruanern. Doch im Arbeitsalltag spielt die Herkunft überhaupt keine Rolle, sagt er: "Die Zusammenarbeit ist hier sehr freundschaftlich und ich komme mit allen Kollegen gut aus." Das tägliche Aufeinandertreffen unterschiedlichster Nationalitäten, Ethnien religiöser und kultureller Hintergründe ist bei der Deutschen Post Normalität, das Arbeitsklima ist kollegial. 

Balvin Ludena übernimmt unterschiedliche Aufgaben, mal in der Sortierung von Bücher- und Warensendungen, mal in der Presse- und Dialogpostsortierung, aber auch im Transportbetriebsmittellager. Die Abwechslung gefällt ihm: "Jeder Tag ist anders, aber ich mache alles gern", sagt er. Die Arbeit bei der Post macht ihm Spaß, am liebsten würde er bald als Staplerfahrer arbeiten. Dafür fehlt ihm allerdings noch der passende Führerschein, er hofft, dass er ihn demnächst machen kann. Die Deutsche Post bietet ihren Mitarbeitern bei entsprechender Eignung diese Möglichkeit der Zusatzqualifikation.

Der Staplerschein ist aber natürlich nicht das einzige Ziel, das Balvin Ludena für die Zukunft hat. So möchte er mittelfristig seine Schicht wechseln, damit er und seine Frau mehr Zeit miteinander verbringen können. Sie arbeitet in der Nachtschicht im Briefzentrum, deswegen sieht sich das Ehepaar im Moment nur selten. Außerdem will er seine Sprachkenntnisse ausbauen: Sein Deutsch, das er in der Volkshochschule gelernt hat, ist zwar gut, für eine längere Aufenthaltserlaubnis braucht er allerdings ein Zertifikat über fortgeschrittene Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2, für das er zusätzliche Kurse besuchen muss. Weil sein bisheriges Visum 2020 abläuft, ist dieses Zertifikat für ihn ein wichtiges Ziel. Denn Balvin Ludena will auch in Zukunft im Briefzentrum Waiblingen arbeiten.

Erfolgreich durch Vielfalt

Deutsche Post DHL Group ist in über 220 Ländern und Territorien vertreten und beschäftigt 550.000 Menschen aus der ganzen Welt und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Allein in Deutschland arbeiten Mitarbeiter aus 150 verschiedenen Nationen für das Unternehmen. Darunter sind mittlerweile auch viele Geflüchtete aus verschiedenen Ländern: Die Deutsche Post hat 2015 eine konzernweite Flüchtlingsinitiative ins Leben gerufen und unterstützt Geflüchtete bei der beruflichen Integration durch Praktikumsangebote, Sprachkurse, Mentoringprogramme und andere Maßnahmen. Deutschlandweit waren 2018 rund 1.700 Geflüchtete im Unternehmen beschäftigt.

Deutsche Post DHL Group
Pressestelle Süd
Arnulfstr. 195
80634 München

Tel.: (089) 16398-9898
Fax: (089) 16398-9803

Twitter: @dpdhl_muc