Gemeinsam den Weg ins Berufsleben ebnen

Die direkten Ansprachen in Schulen sind für Ausbilder Michael Nörenberg der beste Weg, junge Menschen in Schleswig-Holstein für das Unternehmen Deutsche Post zu gewinnen. Mit der Holstentor-Gemeinschaftsschule in Lübeck gibt es nun die vierte Kooperation.

© Deutsche Post DHL Group/Marion Frahm | Domenico Antenozio (v.l.), berichtet Elisabeth Reinert, Koordinatorin für Berufsorientierung an der Holstentor-Gemeinschaftsschule, und Ausbilder der Deutsche Post Michael Nörenberg von seinem Schulpraktikum in der Zustellung

Für Domenico Antenozio steht fest: Hinter der Deutschen Post steckt viel mehr als Maschinen, die Briefe sortieren und Menschen, die sie anschließend austragen. Weitere Gedanken hatte sich der 14-Jährige nicht gemacht - bis der Ausbilder der Deutschen Post Michael Nörenberg an seine Schule, die Holstentor-Gemeinschaftsschule in Lübeck, kam. In einer Informationsveranstaltung hatte dieser vom Unternehmen, von der Arbeit in der Zustellung sowie den Ausbildungs- und Aufstiegschancen berichtet. Auch schon jungen Menschen überträgt die Deutsche Post Verantwortung beispielsweise für die Teams in der Zustellung. Nörenberg wurde von einer Auszubildenden begleitet, die ihre persönlichen Erfahrungen schilderte. Interessierte Schülerinnen und Schüler lud der Postler ein, sich während eines Praktikums ein eigenes Bild zu machen.

© Deutsche Post DHL Group/Marion Frahm | Elisabeth Reinert, Koordinatorin für Berufsorientierung, und Ausbilder Michael Nörenberg füllen die Schulkooperation der Deutschen Post und der Holstentor-Gemeinschaftsschule mit Leben

Domenico ergriff die Chance und schlüpfte im März dieses Jahres während des Schulpraktikums in der 8. Klasse für zwei Wochen in die Rolle eines Postboten. Er sortierte Briefe und Pakete, stellte sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto in unterschiedlichen Bezirken zu - unter anderem auch in dem Bezirk rund um seine Schule. Domenico hat selbst erlebt, was hinter der Zustellung steckt und welche Logistik dafür erforderlich ist. Manchmal, besonders bei anspruchsvollen Fahrradtouren, ist er dabei auch an seine Grenzen gekommen. Dennoch: Das Praktikum hat ihm Spaß gemacht. Für ihn war es sehr spannend und etwas ganz anderes, als den Lehrern in der Schule zuzuhören. Sich zu bewegen und selbst anzupacken, fand er klasse. "Coole Arbeitsatmosphäre und nette Leute", lautet sein Fazit.

Den Beruf hautnah erleben

Dass das eigene Erleben eine viel größere Bedeutung bei der Berufs- und Ausbildungswahl hat, als es jede schriftliche und mündliche Information vermitteln kann, liegt für Ausbilder Michael Nörenberg und Elisabeth Reinert, Koordinatorin für Berufsorientierung an der Holstentor-Gemeinschaftsschule, auf der Hand. Sie weiß: "Praktika haben Langzeitwirkung. Besonders für diejenigen, die noch keine Idee haben, was sie einmal werden wollen, sind sie wichtig. Sie wissen, es gibt einen Arbeitsbereich, in dem sie sich wohlgefühlt haben. Das nimmt die Schwellenangst für spätere Bewerbungen."

Die Kooperation mit der Holstentor-Gemeinschaftsschule mit Wirkung vom Januar 2019 ist die vierte der Deutschen Post in Schleswig-Holstein. Ermutigt durch das Innenministerium des Bundeslandes, unterstützt und gefördert durch die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer gehen Unternehmen direkte Kooperationen mit Schulen ein. Durch sie soll Schülerinnen und Schülern der Weg ins Berufsleben erleichtert werden. Betriebe können so dem Fachkräftemangel gezielt entgegenwirken. 

Für Michael Nörenberg sind Schulkooperationen die beste Möglichkeit, das Interesse junger Menschen für die Deutsche Post zu wecken. "Zu Jobmessen kommen überwiegend Jugendliche, die sich für höhere Ausbildungsmöglichkeiten interessieren", ist seine Erfahrung. Deshalb möchte er das direkte Engagement an Schulen auch weiter ausbauen.

Vertrauen geben - Vertrauen schenken

Der 49-Jährige kennt das Unternehmen Deutsche Post aus dem Effeff: 1987 begann er seine Ausbildung beim inzwischen größten Logistiker der Welt. Danach arbeitete er die meiste Zeit in der Zustellung, wo er bereits ein Jahr nach seiner Ausbildung die Teamleitung übernahm. Durch das Talentprogramm der Deutschen Post stieg er auf zum Qualitätsmanager bis er im Herbst letzten Jahres das Angebot bekam, Ausbilder zu werden. 

Besonders die Auszubildenden profitieren von seinem Netzwerk. "Wenn ich mich mit Schülern über ein Praktikum oder eine Ausbildung unterhalte, habe ich gleich vor Augen, an wessen Seite der Jugendliche im Betrieb am besten aufgehoben ist." Gerade bei schüchternen oder lernschwächeren Schülern ist es wichtig, dass sie mit dem richtigen Gespür an die Arbeit geführt werden. "Manche müssen am Anfang ein bisschen aufgebaut und betüddert werden, dafür sind sie später engagierte und ehrliche Mitarbeiter", sagt er. "Vertrauen geben - Vertrauen schenken" ist seine Leitlinie. Deshalb ist er selbstverständlich für die Sorgen der Auszubildenden rund um die Uhr da. "Wenn einer abends um zehn Probleme hat, gehe ich ans Telefon." 

Dass es nur mit Enthusiasmus geht, habe er im Sport gelernt, sagt der ehemalige Tri-Athlet- Leistungssportler, der heute die Triathlon-Jugend bis zur zweiten Bundesliga trainiert. "Ich bin stolz einen so engagierten Mitarbeiter in meinem Team zu haben", so Dennis Baron, Leiter der Abteilung Personal und Ausbildung. "Verträge sind nur so gut wie die handelnden Personen und er füllt die Schulkooperationen mit Leben."

Gemeinsame Aktionen

Mit der Holstentor-Gemeinschaftsschule, die für ihre vorbildliche Arbeit in der Berufsorientierung im Schuljahre 2016/17 mit dem Berufswahl-SIEGEL Schleswig-Holstein ausgezeichnet wurde und sich aktuell für die Re-Zertifizierung ab 2019/20 bewirbt stehen noch viele gemeinsame Aktionen an. Interessierte Schülerinnen und Schüler werden das Briefzentrum der Deutschen Post in Lübeck besuchen. Nörenberg kommt mit Auszubildenden zu Informationsveranstaltungen sowie zum internen Berufsorientierungstag an die Schule. Elisabeth Reinert empfiehlt geeignete Kandidaten für ein Praktikum bei der Deutschen Post. Gemeinsam unterstützen sie die Jugendlichen im Bewerbungsverfahren.

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