Hilfe zur Selbsthilfe

Bei der Deutschen Post DHL arbeiten Männer und Frauen aller Religionen, Nationalitäten oder Weltanschauungen und Lebenseinstellungen. Weltweit operiert das Logistikunternehmen und bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die gleichen Chancen und Möglichkeiten. Was für "Postler" selbstverständlich ist, gilt an anderen Orten keinesfalls, wie Karin Gütges, Mitarbeiterin der Deutschen Post DHL in Duisburg, bei einem privaten Besuch in Uganda feststellte. Ihr Entschluss stand fest: Hier wollte sie praktische Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

© Deutsche Post DHL Group | In Busia trafen Karin und Isabel Gütges mit Rita Schröder auf großes Interesse.

"Als ich das erste Mal in Uganda war, habe ich erlebt, dass junge Frauen sich für ihre Menstruation schämten, teils gar nicht wussten, wo diese herrührte und sich während der Periode kaum aus dem Haus trauten und Arbeit oder Schule vernachlässigten." Der Grund war eindeutig: Binden waren entweder nicht vorhanden oder praktisch unbezahlbar.

© Deutsche Post DHL Group | Handgenäht und farbenfroh: In Uganda werden waschbare Damenbinden gefertigt.

Nach ihrer Rückkehr startete Karin Gütges schon 2016 ein Hilfsprojekt für Uganda. Die Mitarbeiter der Deutschen Post DHL sammelten Stoffe und Nähmaschinen, die nach Afrika geliefert wurden, damit dort von den Frauen selbst waschbare Binden gefertigt werden konnten. Im Februar 2019 konnte die Duisburgerin gemeinsam mit ihrer Tochter Isabel und einer Kollegin Rita Schröder endlich wieder einmal selbst nach Uganda reisen, um zu überprüfen, ob alles am Bestimmungsort angekommen war und den Menschen mit Informationen und praktischer Hilfe unter die Arme zu greifen.

"Die Materialien und Nähmaschinen sind angekommen und werden von unserem Partner, der Hilfsorganisation GAIN, in einem Kinderheim in Mukono gelagert", erklärt Karin Gütges. Von dort werden beispielsweise Menschen in Busia mit Stoffen versorgt. Hier arbeiteten die drei Deutschen mit Schülerinnen, Schülern und Lehrern gemeinsam an der Herstellung von waschbaren Binden.

"Zunächst haben wir festgestellt, dass es nur wenig Wissen über die Abläufe im weiblichen Körper gab", sagt Karin Gütges. "Wir haben für Information und Aufklärung gesorgt, denn da es in Uganda kaum Fernsehen oder Internet gibt, wurden die vorliegenden, oft vollkommen unzureichenden Informationen bestenfalls von einer Generation auf die nächste weitergeben. Aber wir sind auf sehr offene Ohren, viel Interesse und nach kurzer Eingewöhnung auch auf große Unterstützung getroffen."

Schnell arbeiteten Männer und Frauen, Jungen und Mädchen gemeinsam an der Herstellung der bunten Damenbinden, die so gefertigt sind, dass sie gut waschbar und wiederverwendbar sind. "Wir erwarten einen echten Schneeballeffekt", sagt Karin Gütges. "Denn wir haben schon herausgefunden, dass die hergestellten Binden auch weiterverkauft werden und so für mehr Wohlstand sorgen und für Einnahmen, die dringend gebraucht werden - beispielsweise um Medikamente zu kaufen."

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