Mit Herzblut, Teamgeist und Durchhaltevermögen: Als Nachwuchsführungskraft bei der Deutschen Post

Sie ist gerade einmal 31 und schon Chefin von 115 Mitarbeitern an zwei Standorten: Stephanie Zacher ist Abteilungsleiterin Paketzustellung und Geschäftsführerin der DHL Delivery GmbH in Straubing. Nach einem dualen Studium bei der Deutschen Post ging es für die junge Frau aus Rosenheim schnell steil nach oben – Probleme, sich durchzusetzen, hatte sie trotz ihres Alters nie. Das hat zum Teil damit zu tun, dass die Förderung junger Talente im Unternehmen seit langem eine wichtige Rolle spielt, aber vor allem damit, dass sie eine geborene Teamplayerin ist.

© Deutsche Post DHL Group | Mit 31 Jahren schon Chefin von 115 Mitarbeitern: Stephanie Zacher hat ein duales Studium bei der Deutschen Post absolviert und ist heute Abteilungsleiterin Paketzustellung und Geschäftsführerin der DHL Delivery GmbH in Straubing.

Die wenigsten Arbeitnehmer tragen mit 31 Jahren bereits so viel Verantwortung wie Stephanie Zacher. Von ihrem Büro in Regensburg aus ist sie für 115 Mitarbeiter in Passau und Regensburg zuständig. Sie verantwortet die gesamte Paketzustellung in ihrem Gebiet, hat die Aufsicht über das Budget und die Qualitätssicherung. Wer mit ihr spricht, bekommt aber nicht das Gefühl, dass sie das Gewicht dieser Verantwortung niederdrückt – im Gegenteil. Dass Zacher auch in stressigeren Momenten Spaß an ihrer Arbeit hat, liegt vor allem an ihrer großen Begeisterungsfähigkeit für das, was sie tut. Ein bisschen liegt es aber sicher auch an ihrem Werdegang bei der Deutschen Post – denn mit Anfang 30 blickt sie bereits auf etliche Jahre Erfahrung als Führungskraft zurück.

Nach dem Abitur entschied sich Zacher für ein Duales Studium bei der Deutschen Post. Sie studierte BWL mit Schwerpunkt Dienstleistungsmanagement in Stuttgart und absolvierte parallel dazu verschiedene Stationen bei der Deutschen Post in München. Nach ihrem Abschluss 2011 wurde sie übernommen und begann in München in der Betriebssteuerung zu arbeiten. Wenig später bekam sie einen überraschenden Anruf von ihrem damaligen Chef: Der Posten der Zustellbasenleitung in einer Zustellbasis in München sei zu vergeben, könnte sie sich vorstellen, dort anzufangen? Sie konnte. Sie ergriff die Chance und wurde schon mit 23 Jahren Führungskraft. Die Entscheidung erforderte Mut, aber Zacher hat sie nie bereut. „Ich habe schon in der Ausbildung gemerkt, dass mir der Paketbereich wahnsinnig viel Spaß macht“, erzählt Zacher. Endstation war die Zustellbasis längst nicht: Von der Paketzustellbasis ging es zu DHL Delivery, wo Zacher eine Weile als Produktionsleiterin und Prokuristin beschäftigt war, bevor sie 2017 den Sprung zur Abteilungsleiterin und Geschäftsführerin machte.

Teamwork statt Machtwort

Dabei hatte sich Stephanie Zacher eine Stelle mit Personalführung eigentlich früher nie vorstellen können. „Ich war immer schon ehrgeizig, hatte Spaß an neuen Aufgaben und wollte natürlich auch beruflich vorankommen, aber ich hatte mir immer eher eine Fachkarriere vorgestellt“, erklärt Zacher. Dass sie das Potenzial zur Führungskraft hat, haben andere vor ihr erkannt – vor allem ihr Chef. „Er hat da offenbar etwas in mir gesehen, von dem ich selbst noch nichts wusste“, sagt Zacher. Heute hat sie ihre Führungsrolle längst lieben gelernt. Autoritätsprobleme hat sie als junge Frau keine. „Das fühlte sich schon etwas merkwürdig an, als ich mit 23 meine Stelle als Zustellbasenleiterin angetreten habe, dort gab es Mitarbeiter, die haben länger bei der Post gearbeitet, als ich auf der Welt war!“, erzählt die 31-Jährige. Aber ihre Bedenken haben sich schnell zerschlagen, von den Kollegen, egal welchen Alters, wurde sie vorbehaltlos akzeptiert. „Es ist in dem Job natürlich wichtig, dass man gut mit Menschen kann“, so Zacher. „Ich bin auch nicht der Typ, der Machtworte spricht, sondern versuche immer, Entscheidungen gemeinsam im Team zu treffen.“ Die Zusammenarbeit im Team und ein gutes Arbeitsklima sind ihr wichtiger als starre Hierarchien.

Dass Zacher so schnell bei der Deutschen Post Karriere gemacht hat, verdankt sie vor allem ihrem Talent. Aber im Gespräch betont sie auch immer wieder die Förderung durch die Deutsche Post, die ihr geholfen habe. „Mein Chef hat dabei eine zentrale Rolle gespielt, er hat mich immer sehr unterstützt“, erzählt sie. Zudem wurde sie in das konzerneigene Talentprogramm aufgenommen, in dem junge Nachwuchskräfte unter anderem durch Mentoring unterstützt werden. Und mit dem Programm „Frauen for PeP“ hat die Deutsche Post auch ein eigenes Projekt für die Förderung von Frauen in Führungspositionen, das Stephanie Zacher erfolgreich durchlaufen hat. Von Anfang an empfand sie die Förderung als sehr umfassend und gut: „Man kann es so zusammenfassen: Immer wenn ich etwas gebraucht habe, war jemand da. Ich habe mich nie alleingelassen gefühlt.“

Mit ihrer Erfahrung hilft Stephanie Zacher inzwischen auch anderen: Obwohl sie selbst noch so jung ist, unterstützt sie Nachwuchstalente bei der Deutschen Post auf ihrem Karriereweg. Sie ist derzeit Mentorin für zwei Talente, die das duale Studium bei der Deutschen Post ebenfalls erfolgreich absolviert haben, und achtet auch in ihrem Zuständigkeitsbereich darauf, Talente und Fähigkeiten zu entwickeln und zu fördern. „Das gefällt mir an meinem Job am besten: Mit Menschen zu arbeiten, Talente zu entdecken und zu sehen, wohin sie sich entwickeln“, erzählt Zacher.

Das duale Studium und überhaupt eine Karriere bei der Deutschen Post kann Zacher zu 100 Prozent weiterempfehlen. Man sollte allerdings einiges mitbringen, wenn man eine Karriere als Nachwuchsführungskraft anstrebt: „Das wichtigste ist Herzblut!“, ist Zacher überzeugt. „Man muss lieben, was man tut. Dann kann man so gut wie alles erreichen.“ Wichtig findet sie außerdem, dass man ordentlich Durchhaltevermögen mitbringt, Rückschläge gebe es schließlich immer, sagt sie: „Eine Karriere ist eben ein Marathon, kein Sprint!“ 

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