Der Weg eines Briefes - Auf Erlebnistour mit einem Brief

Ob Liebesgrüße, Rechnungen oder Geburtstagsglückwünsche: Einen Tag brauchen Briefe in der Regel, bis sie ihr Ziel erreichen. Ein Überblick über die Stationen vom Briefkasten bis zum Empfänger.

© Deutsche Post DHL Group | Einen Tag brauchen Briefe in der Regel, bis sie ihr Ziel erreichen.

17 Uhr: Gerade noch vor der Leerung geschafft! Die Klappe des Briefkastens schließt sich hinter einem eilig eingeworfenen Schreiben, es fällt in das ruhige Dunkel eines Postsacks.

17.15 Uhr: Los geht's: Der Kastenleerer öffnet den Briefkasten und entnimmt die Briefe und Karten. Auf seiner Tour fährt er mehrere Briefkästen und sammelt alle Sendungen. Diese werden nun zunächst ins Briefzentrum transportiert.

18 Uhr: Hochbetrieb im Briefzentrum. Zunächst haben die "automatisierten Mitarbeiter" das Kommando. Entlade-Roboter übernehmen an der Laderampe den Behälter und befördern ihn zur Briefkippe. Alle Briefe landen auf Förderbändern und gelangen so zur Briefordnerei. 

18.15 Uhr: Mitarbeiter ordnen die Sendungen nach Formaten - die großen auf das eine und die kleinen auf ein anderes Band. Maschinell wird geprüft, ob eine gültige Marke vorhanden ist. Wer den Test bestanden hat, bekommt einen Stempel aufgedrückt. Mit großer Geschwindigkeit geht es weiter durch die Hallen des Briefzentrums. An der nächsten Station erhält der Brief einen individuellen Strichcode verpasst, denn die Anschriften werden maschinell gelesen und in den Strichcode übersetzt. Pausenlos rasen die Briefe deshalb an einem Kameraauge vorbei. Mit modernster Elektronik wird die Adresse geprüft, pro Stunde rund 40.000fach.

18.25 Uhr: Für Briefe mit Strichcode heißt es dann: Geht es innerhalb der gleichen Stadt einfach nur zwei Straßen weiter, in den Norden oder Süden der Republik, ins europäische Ausland oder nach Übersee? Je nach Bestimmungsort landen die Briefe im entsprechenden Fach der Codiermaschine und anschließend wieder in einem gelben Behälter. 

00.15 Uhr: Transporter bringen die Sendungen in Richtung Bestimmungsort. Am Ende der Fahrt wartet wieder ein Briefzentrum - eines von 82 in Deutschland. 

05.15 Uhr: Angekommen in Eingangs-Briefzentrum: Bevor unser Brief zum Zustellstützpunkt weitergeschickt wird, kommt er in die Gangfolgesortiermaschine. Anhand der Strichcodes wird vollautomatisch nach der sogenannten "Gangfolge" sortiert und in Behälter gepackt- also entsprechend der Laufwege der Postboten.

06.06 Uhr: In den frühen Morgenstunden fährt ein Transporter mit sorgfältig vorbereiteten Briefbehältern zum Zustellstützpunkt.

06.40 Uhr: Die Zeit des Zustellers naht. Der Postbote übernimmt die Sendungen seines Bezirks, bepackt Fahrrad oder Karre mit kleinen und großen Briefen, auch Postwurfsendungen kommen noch dazu. 50 Kilo passen auf ein Zusteller-Fahrrad - wenn nicht alle Sendungen bei der ersten Tour verteilt werden können, muss der Bote an bestimmten Ablageorten nachladen. 

08.30 Uhr: Die Zusteller machen sich auf ihren Weg in die Bezirke. Die Briefe vom letzten Nachmittag werden nun ihre Empfänger erreichen.

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