Postzusteller lassen den Winter eiskalt abblitzen

Die Deutsche Post DHL Group stattet ihre Zusteller mit praktischer und moderner Unternehmensbekleidung aus. Sandra Sachwitz-Albrecht aus Sachsen-Anhalt setzt auf "Zwiebellook" - und schützt sich mit mehreren Schichten übereinander vor Frost - von innen wärmt sie heißer Fencheltee.

© Deutsche Post DHL Group | Postzustellerin Sandra Sachwitz-Albrecht belädt im wintertauglichen Unternehmens-Outfit ihr Zustellfahrzeug.

Wanzleben. Der "Zwiebellook" setzt Maßstäbe in der Winterzustellung der Deutschen Post. Wenn es draußen frostig zugeht, halten Postmitarbeiter mit zusätzlichen Lagen ihrer multifunktionalen Dienstkleidung dagegen. "Mehrere dünne Schichten übereinander sind besser als eine dicke", bestätigt Sandra Sachwitz-Albrecht, während sie mit geübtem Griff drei gelbe Transportboxen im Laderaum ihres Zustellfahrzeugs verstaut.

Auf sieben Schichten wie die Häute einer Zwiebel bringt es Sandra Sachwitz-Albrecht an diesem Montagmorgen nicht ganz. "Es sind nur sechs", zählt sie lachend auf: "Unterhemd, Thermowäsche, Pulli, Fleecejacke, die schwarzgelbe Softshelljacke mit dem Postlogo, darüber noch eine Weste." Die Schichten drei bis sechs seien Dienstkleidung, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern stelle. "Im Auto", ergänzt die 47-Jährige und weist auf den abfahrbereit stehenden Streetscooter, "liegt noch meine Windjacke, falls es zu regnen beginnt. Die ist imprägniert, da kommt keine Nässe durch." Noch aber sind die Straßen trocken. Das Thermometer zeigt drei Grad über Null, "ein milderer Wintertag in der Börde", bemerkt die Zustellerin. "Aber ich bin ein Mensch, der schnell friert", begründet sie die Wahl ihres Outfits. "Wenn die Kälte anzieht, ziehe ich unter den Pulli noch einen Rolli." Macht acht Lagen Kleidung, die Windjacke eingerechnet. Damit hätte Sandra Sachwitz-Albrecht nicht nur die Zwiebel übertrumpft, sondern den Winter eiskalt abblitzen lassen. Heißer Fencheltee aus der Thermoskanne, die in der Fahrerkabine ihres Zustellfahrzeugs liegt, wärmt sie zudem von innen. An alles ist gedacht. Als der elektrogetriebene Streetscooter vom Hof rollt, setzt Nieselregen ein. 

Seit zwei Jahren ist Sandra Sachwitz-Albrecht Postzustellerin im Bördelandkreis in Sachsen-Anhalt, südwestlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Gelernt hat sie im Einzelhandel, stieß als Quereinsteigerin zur Deutschen Post, "weil ich mich beruflich entwickeln wollte." Die Entscheidung würde sie wieder treffen, betont die sympathische Wanzlebenerin. Ihr Arbeitstag beginnt im Zustellstützpunkt ihrer Heimatstadt, von wo sie Briefe, Postkarten, Warensendungen, Pakete und Päckchen zu den Kunden bringt. Zwölf Kolleginnen und Kollegen starten zeitgleich vom Zustellstützpunkt Wanzleben aus auf Zustelltour. Sandra Sachwitz-Albrecht hat heute eine kurze Route von acht Kilometern vor sich. "Das ist eine kurze Strecke, die bedeutet aber häufiges Ein- und Aussteigen, weil in der Gegend viele Neubauten sind." Für ihre Kunden findet die Zustellerin lobende Worte: "Die Anwohner streuen die Zufahrtswege bei Glätte sehr gut."

Auch auf Schneeketten könne sie verzichten, "Schnee fällt in der Börde selten. Wenn es mal weiß wird, bleibt es das nicht lange." Das lasse sich gut mit Winterreifen bewältigen. "Ich selbst trage bei überfrierender Nässe oder Glätte Spikes an den Schuhen", erklärt sie. Im vergangenen Winter habe sie mehrfach zu den Schuh-Überziehern gegriffen, die ebenfalls Teil der Unternehmenskleidung sind. Wie auf Kommando geht ihr Blick nach unten, auf ihre Füße, die in "warmen, aber leichten Winterschuhen" stecken - ohne Spikes. "Diesen Winter habe ich sie noch nicht ein einziges Mal gebraucht." Hände und Füße müssen bei der Zustellerin, die viel auf den Beinen ist, besonders witterungsgeschützt sein. Ein Paar schwarzer Fingerhandschuhe zählt sie gleichermaßen zu ihrem Outfit, "obwohl es selten zum Einsatz kommt." Zu beschäftigt seien ihre Hände mit Autofahren, Klingelknöpfe drücken, Sendungen ausgeben und der Bedienung des Handscanners. Eine warme Mütze muss indes sein: Sandra Sachwitz-Albrecht hat sich für ein Modell aus der Unternehmenskollektion entschieden: schwarz und gestrickt. Ein Stirnband, wie es viele Kolleginnen bevorzugen, ist nur ihre zweite Wahl, "wegen der Brille."

Aus dem firmeneigenen Katalog stellen die Postzusteller ihr Outfit zusammen. Wichtigster Bestandteil ist die Multifunktionsjacke, bestehend aus der wasserdichten Windjacke mit Kapuze und der leichteren Softshelljacke, bei der die Ärmel abgenommen werden können. Beides ist aus atmungsaktivem Material, in dem der Körper weder schwitzt, noch auskühlt. Jacke sowie die Hose der Zusteller haben Reflektorstreifen. Damit sind Sandra Sachwitz-Albrecht und ihre Kollegen auch an trüben Tagen sowie bei der im Winter früh einsetzenden Dunkelheit gut sichtbar. Gleichzeitig erkennt man sie als Botschafter: Auch das Posthorn auf dem Rücken der Jacke reflektiert. Die Wanzlebenerin schätzt neben der Erkennbarkeit den Tragekomfort der Sachen: "Bequem, aber schick", resümiert sie. "Ich trage normalerweise Größe 36/38, habe mir die Jacke aber in Größe 40 bestellt. Da ist mehr Bewegungsfreiheit und Platz zum Drunterziehen. Eine Zwiebellage mehr geht immer." Damit folgt Sandra Sachwitz-Albrecht gleichzeitig  einem Trend unter den Zustellern: Die meist bestellte Größe der Multifunktionsjacke bei den Damen ist die 40, bei den Herren ist es Größe 50. Bundesweit bringen mehr als 100.000 Postzusteller von Montag bis Samstag täglich im Schnitt 59 Millionen Briefe und 4,6 Millionen Päckchen und Pakete zu ihren Kunden.

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