Gute Vorbereitung ist alles: Weihnachtsbetrieb in den Zustellstützpunkten der Deutschen Post

In der Weihnachtszeit wird so viel Post verschickt wie sonst nie. Damit die Zustellung dennoch nicht an ihre Grenzen stößt, bereiten sich die Leitungen der Zustellstützpunkte der Deutschen Post bereits Monate vorher auf die intensive Zeit vor. 

© Deutsche Post DHL Group | Die Zustellerin Barbara Buberl bereitet sich im Zustellstützpunkt Krumbach auf ihre Tour vor. Bereits im Herbst stapeln sich die Pakete hier viel höher als unterm Jahr.

Es ist jedes Jahr ein irritierender Anblick, wenn kurz nach dem Ende der Sommerferien die Schoko-Nikoläuse und Lebkuchen in den Supermarktregalen auftauchen. Weihnachten ist schließlich noch so weit weg! In der Zustellstützpunktleitung Augsburg-Land der Deutschen Post wird darüber nur müde gelächelt: Hier laufen die Vorbereitungen für die Weihnachtszeit schon im Hochsommer an.

© Deutsche Post DHL Group | Vor Weihnachten dauert auch das Beladen der Transporter länger: Vor allem für Paketzusteller wie Oliver Hein ist die Starkverkehrszeit enorm fordernd. Die Deutsche Post reagiert deshalb rechtzeitig vor der Saison mit zusätzlichen Einstellungen.

Die Weihnachtssaison, im Fachjargon Starkverkehr genannt, ist für die Deutsche Post die hektischste Zeit des Jahres. Das war sie immer schon, weil rund ums Fest unzählige Weihnachtsgrüße versandt und jede Menge Geschenke bestellt und verschickt werden, doch wegen des boomenden Onlinehandels steigt die Zahl der verschickten Pakete und Päckchen seit Jahren auf immer neue Rekordmengen: Um bis zu 100 Prozent erhöht sich die Sendungsmenge bis kurz vor Weihnachten. Damit die zusätzlichen Mengen bewältigt werden, ist eine gute Vorbereitung das A und O. "Wir fangen bereits im Juni mit unseren Planungen an", erzählt Björn Hunzinger. Er ist Betriebsleiter der Zustellstützpunktleitung Augsburg-Land. Von hier aus werden 160.000 Kunden in einigen Augsburger Stadtteilen und in angrenzenden Gemeinden mit Paketen und Briefen versorgt. Mitten im Sommer analysieren Björn Hunzinger und sein Leitungsteam noch einmal die Betriebsabläufe und Sendungsmengen aus der Weihnachtszeit des Vorjahres. Auf dieser Basis planen sie den anstehenden Personal- und zusätzlichen Fahrzeugbedarf. Im Sommer und Frühherbst wird bereits ein Großteil der zusätzlichen Zustellkräfte eingestellt, auch wenn die Sendungsmengen noch auf einem normalen Niveau liegen. "Wir fangen frühzeitig an, damit wir genug Zeit haben, die neuen Arbeitskräfte einzuarbeiten. Sie sollen genug Zustellerfahrung gesammelt haben, bevor der Starkverkehr einsetzt", erklärt Björn Hunzinger. 

Ab Mitte Oktober wird es ernst: In den Zustellstützpunkten werden nun zuerst Inselbezirke tageweise verstärkt. Das sind Bezirke, in denen ausschließlich Pakete zugestellt werden - hier macht sich das Weihnachtsgeschäft zuerst bemerkbar. Anfang November ist der Weihnachtstrubel dann auch schon in den Verbundbezirken deutlich zu spüren, in denen Pakete und Briefe zusammen ausgefahren werden. "Zu dieser Zeit sind schon 20 bis 30 Prozent mehr Pakete unterwegs", so Björn Hunzinger. Weitere neu eingestellte Arbeitskräfte kommen nun nach und nach zur Entlastung zum Einsatz. Während die Zustellstützpunktleitung zu Beginn des Jahres etwa 180 Bezirke zählte, sind es nun über 210, die Zahl der Beschäftigten steigt durch die Entlastungsbezirke um 15 Prozent. Auch der Fuhrpark wächst zum Ende des Jahres hin deutlich: Mithilfe von Reserve- und Mietfahrzeugen wird er zur Starkverkehrszeit von 113 auf über 130 Fahrzeuge aufgestockt. Entsprechend wird es in und um die Zustellstützpunkte nun merklich enger. Mehr Pakete, mehr Briefe, mehr Mitarbeiter und mehr Fahrzeuge bedeutet eben auch, dass alle etwas zusammenrücken müssen. "Auch deshalb ist eine gute Vorbereitung wichtig, im Starkverkehr muss eine Hand in die andere greifen, damit alles reibungslos läuft", so Björn Hunzinger. Seinen Höhepunkt erreicht der Starkverkehr in den letzten zwei Wochen vor Heiligabend. 2017 trafen in diesem Zeitraum bis zu 12.000 Pakete täglich in den Zustellstützpunkten ein und wurden von dort aus zugestellt, das entspricht zwölf Lkw-Zügen - 2018 werden es noch mehr werden. "Die Mengen steigen in den letzten vier Wochen vor Weihnachten noch einmal deutlich an", ergänzt der Betriebsleiter. "Im Oktober waren es 2017 noch etwa 6.500, Anfang Dezember schon fast 9.000 Pakete täglich". In den letzten Tagen vor dem Fest steigt zusätzlich auch die Zahl der Briefsendungen, weil dann jede Menge Weihnachtsgrüße verschickt werden. 

Wenn Weihnachten vorbei ist, kehrt in den Zustellstützpunkten noch kein normaler Betrieb ein. Wegen der vielen Rücksendungen und weil viel mit den verschenkten Gutscheinen bestellt wird, bleibt es noch bis in den Januar turbulent. In der Zustellstützpunktleitung Augsburg-Land sind die Verstärkungen deshalb noch bis zum 9. Januar 2019 im Einsatz, dann normalisieren sich die Sendungsmengen langsam und Hunzinger und seine Kollegen können durchatmen: "Wenn alles wie geplant gelaufen ist, sind Zufriedenheit und Erleichterung natürlich groß", so Björn Hunzinger. Die folgenden Monate herrscht in den Zustellstützpunkten Normalität - bis es dann mit den nächsten Weihnachtsvorbereitungen losgeht, wieder mitten im Sommer.

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