Sicher verpackt - rundum geschützt

Auf ihrem Weg zum Empfänger werden Pakete zigmal verladen, im Lkw, über Förderbänder und Rutschen transportiert. Richtig verpackt erreicht jeder noch so empfindliche Inhalt unversehrt sein Ziel. Jochen Könemann, Produktionsleiter der DHL Delivery in Osterholz-Scharmbeck, gibt grundsätzliche Verpackungstipps.

© Deutsche Post/Bildwerk Lange | Die Mechanisierte Zustellbasis von DHL Delivery in Osterholz-Scharmbeck bearbeitet täglich Paketsendungen.

Wie sollte die Außenverpackung beschaffen sein?

Könemann: Der Karton sollte stabil und nicht zu groß sein, damit er beim Transport zum Empfänger nicht kaputt geht. Das schützt den Sendungsinhalt, aber auch die anderen Pakete, mit denen der Karton auf dem Transport ständig in Berührung kommt. Von Verkaufsverpackungen rate ich ab, sie sind zu weich und halten, wie bereits gebrauchte Kartons, dem Transport nicht stand.  

Allein aus ökologischen Gründen sollte die Außenverpackung nicht zu groß gewählt sein. Große Kartons benötigen zusätzliches Füll- bzw. Dämmmaterial.

© Deutsche Post/Bildwerk Lange | Pakete auf ihrem Weg durch die Mechanisierte Zustellbasis in Osterholz-Scharmbeck

Welches Dämmmaterial empfehlen Sie?

Grundsätzlich sollte zwischen der Außen- und der Innenverpackung fünf Zentimeter Platz für Dämmmaterial sein. Zerknülltes Zeitungspapier eignet sich übrigens nicht für die Dämmung. Es lässt sich zu leicht zusammenpressen. Besser sind Wellpappe, Luftpolsterkissen und Styroporchips. Auch dafür empfehle ich im Interesse der Umwelt, Bioverpackungsmaterial zu verwenden. Diese basieren auf pflanzlicher Stärke, sind kompostierbar und genauso wiederverwendbar. 

Wie werden zerbrechliche Gegenstände am besten geschützt?

Bei Glas- und Elektronik-Gegenständen ist es besonders wichtig, dass sie nicht an der Außenverpackung anstoßen. Für Flaschen gibt es spezielle Flaschenversandkartons. Man kann sie aber auch in einer Versandrolle oder fest mit Wellpappe umwickelt im Karton versenden. Luftpolstermatten eigenen sich sowohl für Flaschen als auch Glas und Elektronik-Artikel. Durch ihre kleineren Luftkammern passen sie sich flexibler an die Form des Gegenstandes an.

Wofür eignen sich Versandtaschen?

Für viele flache Gegenstände benötige ich keinen Karton, es genügt eine Versandtasche. Es gibt sie für schwere Sendungen, wie Dokumente, aus stabilem Kraftpapier, für empfindliche Gegenstände gepolstert.

Mein Tipp: erst den Adressaufkleber auf der Versandtasche anbringen, sie dann befüllen und vor dem Verschließen glattstreichen, damit die Luft entweichen kann. Genauso würde ich es auch machen, wenn Retouren in der Tüte zurückgeschickt werden sollen.

Was sollte bei der Beschriftung beachtet werden?

Name, Straße, Postleitzahl und Wohnort des Empfängers und des Absenders gehören selbstverständig und für die Maschinen gut leserlich auf jedes Paket. Bei Retourensendungen ist zusätzlich noch darauf zu achten, dass die vorhandenen Adress- und Barcodeaufkleber unkenntlich gemacht werden. Entweder reißt man sie ab oder streicht sie mit einem dicken Stift aus. Der Scanner im DHL-Paketzentrum kann nicht unterscheiden, welches die aktuell richtige Adresse ist und schickt das Paket möglicherweise wieder an den Absender.

Welche Möglichkeiten gibt es, Pakete aufzugeben?

Bei über 28.000 Standorten hat der DHL-Kunde immer einen Ort in der Nähe, an dem er sein Paket kostenlos aufgeben kann. Das sind Postfilialen, Packstationen, DHL Paketshops und Paketboxen. Freigemachte Pakete und Retouren-Sendungen kann er aber auch immer und überall dem Zusteller während seiner Zustelltour mitgeben.

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