DHL-Paketzentrum steuert auf neuen Weihnachtsrekord zu

Bis zu 550.000 Sendungen gelangen im Advent täglich von Rüdersdorf aus an ihr Ziel, 100 zusätzliche Mitarbeiter sind im Einsatz.

© Deutsche Post DHL Group | In der Vorweihnachtszeit ist nicht nur in dem Paketzentrum in Rüdersdorf Hochsaison. Zusammen mit den anderen 34 Paketzentren im gesamten Bundesgebiet können bei DHL stündlich bis zu 1 Millionen Päckchen und Pakete sortiert werden.

Die meisten Pakete und Päckchen erreichen das DHL-Paketzentrum im brandenburgischen Rüdersdorf unmittelbar vor Heiligabend. In diesem Jahr liegen die Sendungsmengen nochmal rund 10 Prozent über denen des Vorjahres. "Schon Anfang Dezember kamen wir auf täglich bis zu 550.000 Sendungen", bilanziert Markus Klapperich, Leiter des Paketzentrums. "Wir gehen davon aus, einen neuen Weihnachtsrekord von rund 11 Millionen transportierten Paketen am Tag innerhalb Deutschlands zu erreichen." Für die Hochsaison sind zusätzlich rund 9.000 Rollbehälter (insgesamt rund 403.300) und Kartonagen sowie ca. 2.000 zusätzliche Wechselbehälter (insgesamt 23.300) im Einsatz.

Eine Viertelstunde, mehr Zeit verbringt kein Päckchen auf der Sortieranlage in dem seit 1994 bestehenden DHL-Paketzentrum südöstlich von Berlin. Bis zu einem Kilometer Strecke legt jede Sendung in dieser Zeit innerhalb der Halle zurück. Ihr Weg führt vom Scanner im Anlieferungsbereich über Förderbänder, wo sie je nach Empfängeradresse über diesen oder jenen Arm der Anlage gelenkt wird, vergleichbar einer Autobahn mit Auffahrten, Abfahrten und Kreuzungen. Aus rund vier Metern Höhe rutschen die Päckchen und Pakete schließlich an die so genannte Endstelle, wo sie verladen werden und - wiederum im LKW - ihren Weg zum Bestimmungsort antreten. Die letzten mit ausgehenden Päckchen und Paketen beladenen Transporter verlassen das Gelände in der Rüdersdorfer Ernst-Thälmann-Straße kurz nach 20 Uhr. 

Drei Stunden später rollen die ersten LKWs voller eingehender Sendungen auf den Hof. Inzwischen haben die Mitarbeiter der Nachtschicht ihren Dienst angetreten. Das Paketzentrum der DHL in Rüdersdorf, eines von bundesweit 35 Paketzentren, ist der Umschlagplatz für zwei Drittel aller Berliner Sendungen sowie der vier Brandenburger Landkreise Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland und Oder-Spree, und der kreisfreien Stadt Frankfurt/Oder. Heißt: Pakete und Päckchen, die von oder für die 2,3 Millionen Postkunden aus den Postleitzahlenbereichen 10, 12 und 15 und einen Teil der Leitregion 16 abgeschickt werden, gelangen von hier aus an die richtige Adresse. 

Wenn es Schlag auf Schlag gehen muss, und das muss es in der Adventszeit häufig, stellt sich der Chef schon mal selbst mit ans Band und legt Pakete aus den eingetroffenen gelben Wechselbrücken auf den Vorsorter, so heißt der erste Abschnitt der Sortieranlage. Es ist kein Problem für den gebürtigen Kölner Markus Klapperich, die Ärmel hochzukrempeln und die bis zu 31,5 Kilogramm schweren Sendungen mit aufzulegen: "Hier arbeitet eine tolle Mannschaft. Meine Mitarbeiter geben alles, sie dürfen dasselbe von ihrem Chef erwarten." 100 Männer und Frauen verstärken das Team während der Vorweihnachtszeit. Dann gibt es drei statt zwei Schichten. Die übrige Zeit des Jahres sind 330 Mitarbeiter in Rüdersdorf tätig. 

Der Scanner gibt die Richtung vor

Ist ein Paket auf dem Förderband platziert, erfasst der Scanner die Adresse des Empfängers. "Der Scanner liest Daten wie Orts- und Straßenname sowie die Postleitzahl", präzisiert Markus Klapperich. Welchen Weg die Sendung über die Förderanlage rotiert und welche "Abzweigung" sie wo nimmt, legen diese Leitinformationen für die Hauptsortierung fest. Ist die Empfängeranschrift schwer leserlich oder fehlen Angaben, werden die Datensätze an Videocodierplätze gesendet, wo sie Mitarbeiter per Hand abgleichen und ergänzen. 

"2015 haben wir das Paketzentrum modernisiert und seitdem sechs statt vier Vorsorter-Bereiche", schildert Markus Klapperich. Dadurch ist die Kapazität in Rüdersdorf angestiegen: 32.000 Päckchen und Pakete können stündlich bearbeitet werden. DHL verfügt inzwischen über ein bundesweites Netzwerk von rund 80 mechanisierten Zustellbasen, die wesentlich zur Entlastung der Paketzentren beitragen, vor allem im Starkverkehr. In Bremen ist zudem ein zweites Paketzentrum in Betrieb genommen worden. "Dank der konsequente Kapazitätserweiterung unseres Paketnetzwerks können wir heute in jeder Betriebsstunde in unseren Paketzentren mehr als 1 Million Pakete bearbeiten", sagt Markus Klapperich.  

Eine Menge, die tatsächlich eintrifft, "vor allem infolge des boomenden Onlinehandels". Der Trend ist bundesweit auszumachen: Täglich befördert DHL innerhalb Deutschlands durchschnittlich 4,6 Millionen Pakete. In der Adventszeit sind es etwa doppelt so viele. 

Der 24. Dezember fällt in diesem Jahr auf einen Montag, damit endet die letzte Schicht am 24. Dezember morgens um 6.45 Uhr - sicherlich mit einem neuen Weihnachtsrekord.

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