Fit durch den Winter: So haben Kälte und Schnupfen keine Chance

Draußen Kälte, Regen oder Schnee, drinnen trockene Heizungsluft und Erkältungsepidemien: Der Winter ist für den Körper eine anstrengende Zeit. In besonderem Maße gilt das für alle, die überwiegend im Freien arbeiten, wie die Zustellkräfte der Deutschen Post. Dr. Susanne Wider arbeitet als Betriebsärztin für die Deutsche Post in Freiburg. Sie kennt die besonderen Anforderungen, die der Zustellberuf im Winter mit sich bringt und gibt Tipps, wie es sich möglichst gut und gesund durch den Winter kommen lässt - nicht nur als Zustellkraft.

© Deutsche Post DHL Group | Die Zusteller der Deutschen Post trotzen auch in der kalten Jahreszeit Wind und Wetter. Dabei hilft ihnen unter anderem die passende Funktionskleidung.

Laut der Betriebsärztin sind es mehrere Faktoren, die dazu beitragen, dass wir gut durch die kalte Saison kommen: die passende Kleidung, ein gestärktes Immunsystem und grundlegende Hygienemaßnahmen, um Infektionen vorzubeugen. Schon bei der Kleidung kann man viel falsch machen: Natürlich soll sie vor Kälte schützen, aber auch gegenüber Regen, Schnee und Wind soll sie möglichst dicht sein. Zugleich sollte sie atmungsaktiv sein. "Am besten funktioniert im Winter das Zwiebelprinzip", erklärt  Dr. Wider. "Mehrere dünne Lagen sind besser als eine dicke!"

Manche Körperteile benötigen im Winter besonderen Schutz: "Kälte führt zu einer Minderdurchblutung des Körperoberflächengewebes", erklärt Dr. Wider. "Damit stellt der Körper sicher, dass möglichst wenig Wärme abgegeben und die Körperkerntemperatur auf 37 Grad gehalten wird. Diese Minderdurchblutung sorgt aber zugleich dafür, dass die Akren, also die Körperteile, die am weitesten vom Rumpf entfernt sind, rasch abkühlen." Vor allem Hände und Füße sowie den Kopf gilt es daher besonders gut vor Kälte zu schützen: Handschuhe sind in der Winterzeit Pflicht, genau wie Mütze und warme Socken, um die Füße warm und trocken zu halten. Kälteschutzcremes für das Gesicht können die Haut ebenfalls vor Abkühlung schützen.

Tipps für ein starkes Immunsystem

Das zweite wichtige Thema im Winter ist ein starkes Immunsystem: Wenn die körpereigene Abwehr gut funktioniert, haben Krankheitserreger schlechtere Karten. Stärken lässt sich die Immunabwehr am besten, indem man sie maßvoll fordert: "Das hat bereits der berühmte Arzt Paracelsus im 16. Jahrhundert festgestellt", so Dr. Wider. "Er schrieb damals, dass kleine Mengen eines an sich negativen Reizes nicht schädlich wirken, sondern im Gegenteil die Abwehrkräfte des Organismus stärken können." Zu diesen Reizen gehört zum Beispiel maßvolle Anstrengung durch regelmäßige Bewegung und Sport. Die Zusteller der Deutschen Post brauchen sich darum keine Gedanken machen - ihr Beruf ist körperlich fordernd genug, um den Organismus auf Trab zu halten. Wer im Beruf wenig Bewegung bekommt, sollte sich ein paarmal in der Woche aufraffen und Sport treiben. "Am besten sind Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren", sagt Dr. Wider. Wenn sich der Sport im Freien ausüben lässt, ist das sogar doppelt effektiv: Es ist nachgewiesen, dass der Aufenthalt im Freien, besonders im Grünen, das Immunsystem stärkt. In der dunklen Jahreszeit ist Sonnenlicht besonders wichtig für die Vitamin D- und Serotoninbildung.

Förderlich sind außerdem Wechselbäder und -duschen, bei denen zwischen warmem und kaltem Wasser abgewechselt wird: Das Zusammenziehen und Erweitern der Gefäße bringt den Körper auf Trab. Einen ähnlichen Effekt hat auch der Saunabesuch. Überhaupt sollte die Entspannung nicht zu kurz kommen. Ausreichender Schlaf, mindestens 8 Stunden, und gezielte Entspannungsmethoden wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung schaffen den notwendigen Ausgleich vom stressigen Alltag und helfen beim Krafttanken. Darüber hinaus ist es wichtig, ausreichend zu trinken, idealerweise zwei bis drei Liter pro Tag. Auch eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung mit viel Gemüse und Frischobst stärkt das Immunsystem. Viel Vitamin C enthalten zum Beispiel Sanddorn, Orangen, Paprika und Rosenkohl. Auch Zink unterstützt den Körper bei der Infektabwehr.

Gründliches Händewaschen ist Pflicht

Auch das stärkste Immunsystem kann nicht alle Krankheitserreger abwehren, denen es ausgesetzt ist. Deshalb ist eine sorgfältige Hygiene gerade im Winter besonders wichtig. "Studien zeigen, dass bis zu 80 Prozent aller ansteckenden Krankheiten über die Hände übertragen werden", weiß Dr. Wider. Während der Erkältungszeit ist häufiges und gründliches Händewaschen daher besonders wichtig. "Die Anzahl der Keime lässt sich durch Händewaschen auf bis zu ein Tausendstel reduzieren", so Dr. Wider. Doch was tun, wenn man sich während der Arbeit nicht zu jeder Zeit die Hände waschen kann, wie es etwa bei den Zustellern der Fall ist? Dann sollte man zumindest vermeiden, sich unbewusst ins Gesicht zu fassen, denn die Schleimhäute an Augen, Nase und Mund sind Eintrittspforten für Infekte. Auch sollte man sein Mittagessen nicht mit bloßen Händen anfassen. Dafür muss nicht unbedingt Besteck herumgetragen werden, es hilft schon, sein Sandwich einfach in eine Serviette zu wickeln. "Wenn möglich, sollte man in der Grippe- und Erkältungszeit außerdem aufs Händeschütteln und auf Umarmungen verzichten", rät Dr. Wider. 

Neben dem Schutz der eigenen Gesundheit sollte man außerdem darauf achten, dass man nicht selbst zur Verbreitung von Erregern beiträgt, wenn es einen dann doch erwischt hat. Häufiges Niesen ist ein wichtiger Faktor: Am besten immer ins Taschentuch und dieses dann gleich entsorgen - und wenn es dafür zu spät ist, zumindest auf keinen Fall in die Hände niesen, denn über Handscanner, Lenkräder und Tastaturen  wird der eigene Infekt dann in Windeseile weitergereicht, daher sollten diese regelmäßig gereinigt werden. "Besser in die Ellenbeuge niesen - auch wenn das zunächst ungewohnt sein mag", empfiehlt die Ärztin. 

Mit diesen einfachen Tipps lässt es sich mit etwas Glück gesund durch den Winter kommen. Trotzdem empfiehlt Dr. Susanne Wider, zusätzlich mit einer jährlichen Impfung gegen die echte Virusgrippe vorzusorgen - und das lässt sich auch schon erledigen, bevor der Winter richtig eingesetzt hat: Die Influenza hat ihre Hauptsaison zwischen Dezember und März, bereits ab September ist die Impfung sinnvoll.

Eine für jedes Wetter: Die 5-in-1-Jacke der Deutschen Post

Da die Zusteller der Deutschen Post das ganze Jahr über im Freien unterwegs sind, muss ihre Dienstkleidung bei jedem Wetter Schutz und Komfort bieten. Das wichtigste Element ihrer Ausstattung ist die 5-in-1-Jacke, die speziell für die Herausforderungen in der Zustellung entwickelt wurde. Sie besteht aus einer wasserdichten, wetterfesten Hardshell-Jacke mit Kapuze und einer leichten Softshell-Jacke, bei der die Arme abgenommen werden können. Wie ihr Name sagt, bietet sie fünf verschiedene Tragevarianten: Bei wärmeren Temperaturen kann die Softshell-Jacke ohne Ärmel als Weste getragen werden, mit Ärmeln ist sie eine leichte, winddichte Übergangsjacke. Bei Regen dient wiederum die wasserabweisende Hardshell-Jacke als leichter Wetterschutz. Und natürlich lassen sich beide Jacken auch kombinieren: Weste und Anorak zusammen bieten Regen- und Windschutz, werden beide Jacken komplett übereinander getragen, wird daraus ein wind- und wetterfester Winteranorak, der auch im tiefsten Winter vor Schnee und Kälte schützt.

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