20 Jahre Briefzentrum Mainz

Vor 20 Jahren startete das Briefzentrum der Deutschen Post in Mainz. In der Carl-Zeiss-Straße 42 ging damals der bis heute wichtigste Briefknotenpunkt für den Großraum Mainz "ans Netz". 

© Deutsche Post DHL Group | Geburtstagsfreude bei den Mitarbeitern und bei Jörg Bahls (hält die Zwei in Händen), dem Leiter der Mainzer Postniederlassung: Das Zentrum im Gewerbegebiet Hechtsheim ist seit 20 Jahren in Betrieb und zahlreiche Mitarbeiter sind seit Anfang an dabei.

Seitdem gehört das Zentrum im Gewerbegebiet Hechtsheim zu den bundesweit 82 Briefzentren der Deutschen Post, die das Rückgrat der Briefpost in Deutschland bilden. "In den ersten 20 Jahren unseres Betriebs, haben wir in Mainz mehr als fünf Milliarden Briefsendungen bearbeitet. Von hier aus versorgen wir jeden Tag rund eine Million Haushalte mit Briefpost. Bereits diese wenigen Zahlen zeigen, welch wichtiger Knotenpunkt dieses Zentrum ist", sagt Jörg Bahls, Leiter der Postniederlassung Mainz.

© Deutsche Post DHL Group | Von oben betrachtet und seit 20 Jahren "am Netz": Das Briefzentrum der Deutschen Post im Gewerbegebiet Hechtsheim ist bis heute der wichtigste Briefknotenpunkt im Raum Mainz und Arbeitsplatz für 350 Menschen.

Jeden Tag bis zu 1,4 Millionen Briefsendungen

Zur Einordnung: Die Mainzer Postniederlassung mit Briefzentren in Mainz und Ludwigshafen sowie einem Paketzentrum in Saulheim ist die zentrale postalische Institution in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Insgesamt gibt es in Deutschland 82 Briefzentren, 35 Paketzentren sowie zwei Internationale Postzentren. 

Im Briefzentrum Mainz werden in ein- und abgehender Richtung alle Briefsendungen für die Leitregion "55" bearbeitet. Das heißt für alle Orte, deren Postleitzahlen mit 55 beginnen, ist das Mainzer Briefzentrum der postalische Knotenpunkt. Jeden Tag bearbeiten die rund 350 Mitarbeiter des Briefzentrums Mainz bis zu 1,4 Millionen Briefsendungen.

Soft- und Hardware ständig verbessert

Selbstverständlich wurde das technische Innenleben des Briefzentrums während des 20-jährigen Bestehens kontinuierlich weiter entwickelt. Bereits 2002 wurde das Briefzentrum mit der ersten Generation der sogenannten "Gangfolgesortiermaschinen" erweitert. Dadurch konnten die Briefe bereits im Briefzentrum auf die spätere Gangfolge der Postboten sortiert werden. Es folgten die teilautomatisierte Briefordnerei, als Weiterentwicklung der bisher üblichen händischen Formattrennung der Briefsendungen nach Größen sowie die Einführung von Integrierten Lese- und Videocodiermaschinen (ILVM). Diese neuartige Sortiertechnik ermöglichte es, dass die Briefe mit einer höheren Zustellqualität und -schnelligkeit noch genauer und zuverlässiger nach den Anschriften der Empfänger sortiert werden können. Allein im Jahr 2012 hat die Deutsche Post rund fünf Millionen Euro in das Briefzentrum Mainz investiert und in der Carl-Zeiss-Straße eine neue Generation von Sortiermaschinen aufgebaut.

High Tech-Briefbearbeitung 

Im Briefzentrum selbst durchlaufen Briefe mehrere Stationen. Zunächst werden sie nach Formaten getrennt und in Aufstellmaschinen eingelegt. Eine automatische Abtasteinrichtung erkennt die Briefmarken und dreht und wendet die Briefe so, bis sie in der richtigen Position für den Stempelvorgang sind. Anschließend lesen die Integrierten Lese- und Videocodiermaschinen die Anschriften der Sendungen und versehen sie mit einem Strichcode. In einem weiteren Schritt werden die Briefe auf alle Orte und Zustellplätze im Bundesgebiet sortiert. Spätestens um 22:30 Uhr verlassen alle Briefe, die nicht für den eigenen Bereich bestimmt sind das Mainzer Briefzentrum. Sie werden an die 81 Ziel-Briefzentren in ganz Deutschland weitergeleitet. Umgekehrt treffen nachts in Hechtsheim dann die sogenannten "Zuführungsfahrten" mit Briefsendungen für die Postleitzahlregion "55" ein. Die bereits codierten Sendungen werden in den Nachtstunden auf die Gangfolgen der Briefträger sortiert und in den frühen Morgenstunden an die Zustellstützpunkte weitergeleitet. Von dort werden die Briefe schließlich von den Zustellern an die Kunden ausgeliefert. "Die Schnelligkeit und die Zuverlässigkeit des Brieftransports in Deutschland generell und hier bei uns in Mainz speziell, sind das Resultat einer ständigen technischen Weiterentwicklung. Rund 93 Prozent aller Inlandsbriefe erreichen ihre Empfänger in Deutschland bereits einen Tag nach der Einlieferung im Briefzentrum. Diese hervorragende Qualität ist nur mit hoch motivierten Mitarbeitern und mit Hilfe modernster Sortiertechnik möglich", betont Jörg Bahls.

 

Daten im Überblick

Die Mainzer Postniederlassung in der Carl-Zeiss-Straße gehört mit Produktionsstandorten in Mainz, Saulheim und Ludwigshafen zu den größeren Niederlassungen Deutschlands. Insgesamt gibt es in Deutschland 82 Briefzentren, 35 Paketzentren sowie zwei Internationale Postzentren. Im Briefzentrum Mainz werden in ein- und abgehender Richtung alle Briefsendungen für die Leitregionen 55 bearbeitet. Das heißt für alle Orte, deren Postleitzahlen mit 55 beginnen ist das Mainzer Briefzentrum der zentrale Knotenpunkt für sämtliche brieflichen Verbindungen. In den letzten 20 Jahren sind mehr als fünf Milliarden Sendungen im Mainzer Briefzentrum bearbeitet worden.

Eröffnung: 2. November 1998 

Adresse: Carl-Zeiss-Straße 42, 55129 Mainz

Grundstücksgröße: ca. 25.800 m2

Größe des Betriebsgebäudes: 8 m hoch, 55 m breit, 115 m lang

Versorgungsbereich: ca.  1 Million Haushalte

Sendungsmengen pro Tag: bis zu 1,4 Millionen

Mitarbeiter Postniederlassung Mainz (gesamt): knapp 3.700 (davon knapp 1.000 in Mainz und im unmittelbaren Umkreis) 

Mitarbeiter direkt im  Briefzentrum Mainz: ca. 350

Auszubildende & Studenten: 66

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