Ein Quäntchen Glück

Das ehemalige Mode- und Werbemodell Jedrzej Chomicz begann 2011 mit einem Aushilfsjob bei DHL Express in Neumünster, seit 2016 leitet er die Station. Sein Engagement und der Zufall verhalfen ihm zu einer steilen Karriere.

© Deutsche Post DHL Group/ Marion Frahm | Das ehemalige Modell Jedrzej Chomicz begann in einem Aushilfsjob bei DHL Express in Neumünster, heute leitet er die Station.

Wer Jedrzej Chomicz auf der Straße begegnet, würde ihn sofort für ein Fotomodell halten, einen Dressman - und das war er auch. Heute leitet der gutaussehende, freundliche Mann die DHL Express-Station im Donaubogen in Neumünster. "Wie meine Karriere als Model war auch das ein glücklicher Zufall, eine Verkettung glücklicher Umstände", berichtet der 33-Jährige.

Mit elf Jahren kam der gebürtige Pole mit seiner Familie nach Deutschland, genau genommen in den kleinen Ort Sarlhusen bei Neumünster. Nach der Realschule ging er nach Hamburg an die Fachhochschule in Wedel, um sein Abitur nachzuholen und Physikalisch-Technischer Assistent mit Schwerpunkt Elektrotechnik zu werden. Doch es kam anders: In der Schule lernte er einen Grafikdesigner eines großen Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzerns kennen, der ihn gerne fotografieren wollte.  Er willigte ein. Die Fotos waren gut und er bewarb sich bei einer Hamburger Modelagentur. Von da an hatte er kaum noch Zeit, sich um die Schule zu kümmern. "Die ersten Klausuren hatte ich alle bestanden, bei den folgenden war ich irgendwo im Ausland", erzählt er.

© Deutsche Post DHL Group/ Michael Lindner | Hochmoderne Paketsortierung in der DHL Express-Station im Donaubogen in Neumünster.

Als vielgefragtes Model für die Mode- und Werbebranche arbeitete er in Südafrika, Singapur, in der Türkei, Israel, Hongkong, Taiwan, Italien, Athen, Madrid, Barcelona, Reykjavik - überall dort, wo das Licht gut und es gerade angesagt war. An einigen Standorten lebte er bis zu einem halben Jahr. Er schaffte es in die bedeutenden Lifestyle-Magazine, modelte für große Mode- und Technikmarken. "Eine richtig große weltweite Kampagne war nicht dabei. Dazu war ich zwei, drei Zentimeter zu klein." Das Risiko, dass die Auftragslage schlechter werden würde, wollte er nicht eingehen und beschloss, sich in Deutschland mit einem Ebay-Shop selbständig zu machen. Nebenbei modelte er weiter und übernahm einen Minijob bei einem Subunternehmer von DHL Express in Neumünster. Ein Aushilfsjob im Umschlag war sein Einstieg bei dem größten Paketdienst Europas. Damals war der Standort noch gegenüber des heutigen supermodernen, neuen Gebäudes im Donaubogen 10. 

Die Karriereleiter steil hinauf

Der Ebay-Shop ist für Jedrzej Chomicz nicht so gut gelaufen. Das war auch nicht sein Ding. Wie sich aber bald herausstellen sollte, war auch das ein Glück für ihn. Denn gerade als er sich für eine Stelle bei einem Maschinenbauunternehmen entschlossen hatte, offerierte ihm der Stationsleiter in Neumünster eine Stelle in der Disposition. Durch sein Engagement war er auf ihn aufmerksam geworden.

Chomicz nahm an. Dann ging es ganz schnell: Nach zehn Monaten war er Teammanager, wenig später vertrat er den Chef schon bei dessen Abwesenheit. 2015 übernahm er kommissarisch seine Stelle, 2016 offiziell. In dem Jahr qualifizierte er sich durch ein Assessmentcenter und absolvierte Managementschulungen mit Präsenzveranstaltungen und Training on the Job. Nun ist er verantwortlich für die Arbeit von 18 Festangestellten, fünf festen und diversen Ad-hoc-Servicepartnern, insgesamt rund 70 Mitarbeiter. DHL Express in Neumünster beliefert nahezu gesamt Schleswig-Holstein, einschließlich Henstedt-Ulzburg im Süden, bis zur dänischen Grenze im Norden, nördlich von Elmshorn und Lübeck. 

Als Teammanager ist Jedrzej Chomicz erstmals bewusst geworden, wie geregelt und konstant sein neues Leben in Neumünster ist. Gestört hat ihn das nicht. "Das war eine großartige Chance. Bereits als Teammanager hatte ich viele Freiheiten und konnte selbständig arbeiten, nun habe ich Einfluss darauf, wie sich der Standort entwickelt", schätzt er seine Aufgabe. Unter seiner Leitung ist am 23. August dieses Jahres die Produktion in das moderne Gebäude umgezogen. Die Qualitätskennzahlen haben sich deutlich verbessert, mehr feste Mitarbeiter wurden eingestellt. Seit Ende August führt er Gespräche mit Servicepartnern im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtgeschäft. In der Weihnachtswoche rechnet er mit rund 30 zusätzlichen Touren. Langweilig wird es ihm nicht: "Die Arbeit lehrt mich jeden Tag Neues und ich habe noch viele spannende, offene Aufgaben." 

Auch wenn ihm manchmal die Großstadt fehlt, genießt er das Leben in der Kleinstadt und die Nähe zu Ost- und Nordsee, wo er Kite surft. Denkt er an seine fernere Zukunft, ist er offen: "DHL ist ein internationales Unternehmen, das viele Chancen bietet."

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