Ausbildung mit Verantwortung und Perspektive: Als Azubi bei der Deutschen Post

Eigentlich sollte es nur ein Ferienjob sein, eine gute Möglichkeit, im Sommer etwas Geld hinzuzuverdienen. Doch dann gefiel es Simon Kriegl bei der Deutschen Post so gut, dass er dort nach dem Abitur direkt eine Ausbildung begann. Heute ist der 20-Jährige im zweiten Lehrjahr und würde diese Entscheidung immer wieder so treffen.

© Bundesagentur für Arbeit, www.planet-beruf.de | Simon Kriegl ist im zweiten Jahr seiner Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleitungen. Er schätzt besonders das hohe Maß an Eigenständigkeit, das ihm der Beruf erlaubt.

Der Tag beginnt früh für Simon Kriegl: Gegen sechs Uhr morgens steht er auf, wenig später macht er sich auf den Weg zu seinem Zustellstützpunkt im mittelfränkischen Weißenburg. Dort sortiert er die Briefe und Pakete für den Tag auf Gangfolge, verlädt alles in sein Zustellfahrzeug und macht sich auf zu seiner Tour. Kriegl ist Auszubildender zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, kurz FKEP, er lernt den Zustellberuf bei der Deutschen Post. Seine Kunden merken kaum, dass er noch mitten in der Ausbildung steckt: Bereits nach sechs Monaten sind die Zustell-Azubis alleine auf ihrer Tour unterwegs. Das selbständige Arbeiten und die große Eigenverantwortung schätzt Simon Kriegl an seiner Ausbildung besonders: "Ich bin unterwegs mein eigener Chef und habe niemanden, der mir ständig auf die Finger schaut", erklärt Kriegl. "Gleichzeitig trage ich auch viel Verantwortung und muss meine Arbeit natürlich gut und sorgfältig erledigen."

© Bundesagentur für Arbeit, www.planet-beruf.de | Ob zu Fuß, wie hier auf dem Rad oder mit dem Zustellfahrzeug: Eine gewisse Grundfitness müssen Bewerber für die Ausbildung auf jeden Fall mitbringen. Für Simon Kriegl ist das kein Problem: Er ist sportlich und mag die viele Bewegung an der frischen Luft.

Von halb neun Uhr morgens bis etwa halb zwei oder zwei bringt Kriegl Briefe und Pakete zu seinen Kunden. Wenn er die Zeit dafür hat, unterhält er sich auch gerne kurz mit ihnen, der Kontakt zu Menschen ist ein weiterer Grund, warum er sich für die Ausbildung entschieden hat. Außerdem schätzt er die Bewegung an der frischen Luft. "Ich bin als Kind immer viel draußen in der Natur unterwegs gewesen und spiele Fußball, seit ich vier Jahre alt bin", erzählt Kriegl. Ein Bürojob wäre deshalb nichts für ihn gewesen: "Ich habe einen großen Bewegungsdrang und viel Energie", so der 20-Jährige. Im auch körperlich anspruchsvollen Zustellberuf kann er die gut loswerden, zumal er nicht nur mit dem Kleintransporter unterwegs ist: Als Azubi wird er auch mal in der Briefzustellung in der Innenstadt eingesetzt, dann bringt er die Post mit dem Fahrrad oder zu Fuß. 20 Kilometer legt er an einem solchen Tag schnell mal zu Fuß zurück. Wenn er dann zwischen halb drei und drei Feierabend macht, weiß Simon Kriegl, was er an diesem Tag geleistet hat.

Die richtige Entscheidung

Zur Deutschen Post fand der Weißenburger eher zufällig über einen Ferienjob: In den Sommerferien half er bei der Deutschen Post aus, eigentlich nur, um etwas Geld zu verdienen. Doch er fand bald Gefallen an der Arbeit, und als es an der Zeit war, seine berufliche Zukunft zu planen, entschied sich Kriegl schnell für die Ausbildung zur FKEP. Die Entscheidung für seinen Ausbildungsberuf und seinen Arbeitgeber würde er nach über einem Jahr noch genauso treffen wie damals. "Ich kann die FKEP-Ausbildung auf jeden Fall weiterempfehlen", so Kriegl. Ein paar Tipps für Interessenten und Bewerber hat er auch: "Man muss ganz sicher kein Top-Athlet sein, aber eine gewisse Grundfitness sollte man für den Beruf schon mitbringen", betont Kriegl. "Und man sollte auf jeden Fall Lust auf Verantwortung haben und gerne eigenständig arbeiten," sagt Kriegl weiter.

Mit der Allgemeinen Hochschulreife ist Simon Kriegl unter den FKEP-Azubis eher eine Ausnahme, für die Ausbildung reicht ein Hauptschulabschluss. An Ehrgeiz mangelt es ihm allerdings nicht: Schon im ersten Lehrjahr wurde er von seinem Ausbilder wegen seiner guten Leistungen für das Top-Azubi-Programm der Deutschen Post empfohlen, mit dem die besten Talente des Unternehmens besonders intensiv gefördert werden. Und für die Zeit nach dem Juli 2019, wenn Kriegl seine Ausbildung abschließen wird, hat er bereits Pläne: Er möchte dann noch eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung draufsatteln. Auch ein duales Studium, wie es die Deutsche Post für viele Fachbereiche anbietet, schließt er für die Zukunft nicht aus. "Im Moment möchte ich aber vor allem viel praktische Erfahrung an der Basis sammeln", sagt Kriegl.

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