20 Jahre Briefzentrum Suhl: "Wir sind das Herzstück der Postbeförderung in Südthüringen"

Vor 20 Jahren wurde "Brieffabrik" in der Sommerbergstrasse 16 offiziell eröffnet. Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Briefzentrum auf dem Friedberg versorgen Südthüringen täglich mit Post. Mit 3.375 Quadratmetern Betriebsfläche ist das Suhler Briefzentrum das kleinste Briefzentrum Deutschlands.

© Deutsche Post | Rund 70 Mitarbeiter bearbeiten im Briefzentrum Suhl jeden Tag bis zu 500.000 Briefsendungen.

 "Von Schmalkalden bis Hildburghausen, von Wasungen bis Gräfenthal: Alle Briefe und Postkarten aus der Postleitzahlregion und für die Postleitzahlregion, die mit den Ziffern 98 beginnen, werden hier im Suhler Briefzentrum in der Sommerbergstrasse 16 bearbeitet", berichtet Alexander Leibold stolz. Alexander Leibold ist Leiter der Niederlassung Post - eCommerce - Parcel (kurz PeP) in Erfurt und als Chef aller Thüringer Postlerinnen und Postler zugleich auch für das Briefzentrum in Suhl zuständig.

© Deutsche Post | Das kleinste Briefzentrum Deutschlands ist seit 20 Jahren "am Netz".

Von Suhl aus wird die Post schnell und zuverlässig den Empfänger bundesweit zugestellt. Insgesamt gibt es insgesamt 82 Briefzentren, deren Anlagen in ihrer technischen Ausstattung nahezu identisch sind, nur die Kapazitäten und das Sendungsaufkommen variieren und werden in den Größen S, M, L, XL und XXL ausgedrückt. Das Briefzentrum Suhl ist sowohl was die Mitarbeiterzahl 70, als auch die Betriebsfläche (3.375 Quadratmeter) angeht, das kleinste der insgesamt 82 Briefzentren der Deutschen Post in der Bundesrepublik.

Täglich bis zu 500.000 Briefsendungen

"Wir können in Suhl täglich maximal rund 500.000 Briefsendungen bearbeiten, in Spitzenzeiten, wie an Weihnachten, lasten wir unsere Kapazitäten fast vollständig aus", erläuterte Leibold. Bundesweit werden täglich rund 59 Millionen Sendungen zwischen den Zentren, in denen die ein- und ausgehende Post sortiert wird, transportiert.

In allen Briefzentren durchlaufen die Sendungen mittlerweile mehr als 90 Prozent eine automatisierte Bearbeitung: von der Aufstell- und Stempelmaschine bis hin zu einer integrierten Anschriftenlese- und Videocodiermaschine. Das Briefzentrum in Suhl ist eines der drei Sortierzentren, die im Zuge der Modernisierung der Deutschen Post in Thüringen mit einer großen Einweihungsfeier genau am 24. April 1998 für damals rund 23 Millionen Euro eingerichtet wurde.

High-Tech für die Briefbearbeitung

Auf dem Weg in ein neues Post-Zeitalter modernisierte die Deutsche Post seit 1995 ihre Brief- und Paketzentren. Mit einem Investitionsaufwand von rund zwei Milliarden Euro erneuerte das Unternehmen seine komplette Infrastruktur in Deutschland. Während 1995 der Bau von 33 neuen Paketzentren abgeschlossen werden konnte, begann parallel im Briefbereich die Errichtung von 82 nationalen und einem Internationalen Briefzentrum am Frankfurter Flughafen.

Ab dem Jahr 2010 hat die Deutsche Post bei der Siemens AG schließlich eine neue Generation von Briefsortiermaschinen bestellt. Bis zum Jahr 2012 lieferte Siemens insgesamt 288 Sortiermaschinen für Standard- und Kompaktbriefe sowie bis zu 97 Sortieranlagen für Groß- und Maxibriefe. Das Investitionsvolumen betrug rund 420 Millionen Euro.

Eine neue Sortiermaschine für Standard- und Kompaktbriefe wurde im Briefzentrum auf dem Friedberg am 17. Februar 2010 in Dienst gestellt. Insgesamt investierte Deutsche Post DHL rund 2,2 Millionen Euro in den Briefstandort Suhl.

Knotenpunkt für die Postleitzahlregion 98

Ab 2.00 Uhr lautet in der Suhler "Brieffabrik" der Auftrag "Posteingangsbearbeitung". Ein nicht abreißender Strom von Sendungen für die Leitregion 98 aus den übrigen Briefzentren im Land erreicht das Suhler Briefzentrum per LKW. Bis zum frühen Morgen müssen die eingegangenen Sendungen für jeden der insgesamt rund 230 Zustellbezirke in der Leitregion 98 (also alle Haushalte, deren PLZ mit 98 beginnt) sortiert und an die Postbotinnen und Postboten ausgeliefert sein, erklärt Thomas Schlott, der zuständige Leiter des Suhler Briefzentrums auf dem Friedberg.

Ein ausgeklügeltes logistisches System mit rund 50.000 Fahrzeugen und rund 88.000 Postboten bundesweit sorgt dafür, dass diese Post in der Regel in 95 Prozent der Fälle schon am nächsten Tag den Empfänger in allen Teilen Deutschlands erreicht.

Die Deutsche Post erhöht mit dieser Modernisierung die Geschwindigkeit ihrer Briefbearbeitung, weil die Zahl der Sortierschritte reduziert und der Automatisierungsgrad deutlich erhöht wird. Gleichzeitig können die Kunden von einer höheren Zustellqualität und -schnelligkeit  profitierten. Denn die neuen Maschinen werden Briefe noch genauer und zuverlässiger nach den Anschriften der Empfänger sortieren.

Drei Briefzentren für Thüringen

Insgesamt ist der Freistaat Thüringen postalisch in drei Leitregionen zusammengefasst: Neben den beiden Briefzentren des Landes in Suhl und Erfurt gibt es noch im östlichen Teil des Bundeslandes in Gera ein Briefzentrum für die PLZ-Region 07, das organisatorisch zur Niederlassung Zwickau in Sachsen gehört.

Die neue Maschinen-Generation ist auch aufgrund modernster Technologie umweltschonend. Die Deutsche Post wird allein durch diese Maßnahme den jährlichen CO2 Ausstoß um fast 5.000 Tonnen reduzieren, zugleich brauchen die neuen Maschinen 22 Prozent weniger Strom.

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