Historische Momente ins Bild gesetzt

Im Mai vor 150 Jahren startete die Nordische Jagt "Grönland" zur ersten deutschen Nordpolarmeerexpedition. Im Juni jähren sich der Bau der Leuchttürme in Wangerooge und auf dem Darß, im selben Monat feiert Rostock 800 Jahre Hansestadt. Begleitet werden die Anlässe mit neuen Markenmotiven, Sonderstempeln, einer Münze und dem Team "Erlebnis: Briefmarken" vor Ort bei den jeweiligen Festtagsveranstaltungen.

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Erste deutsche Nordpolarmeerexpedition

Am 24. Mai 1868 stachen Kapitän Carl Koldewey und seine Crew mit der Nordischen Jagt "Grönland" zur ersten deutschen Nordpolarmeerexpedition in See. August Petermann, Geograf aus Gotha, hatte alles daran gesetzt, diese Expedition zur Erfassung der nördlichsten Ausdehnung Grönlands zu ermöglichen. Am 15. September des Jahres erreichten sie nordwestlich von Spitzbergen bei 81°45´, die nördlichste Breite, die sich für ein Segelschiff nachweisen lässt. Noch heute haben viele meteorologische, ozeanografische und erdmagnetische Erkenntnisse der Expedition Relevanz. Am 10. Oktober 1868 kehrten Koldewey und die Crew unversehrt zurück.

Die "Grönland" ist das erste Forschungsschiff der Nordpolarexpedition und das älteste noch segelnde Seeschiff. Seit 1973 ist es in deutschem Besitz und gehört zur Flotte des Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven. Am 24. Mai führt die "Grönland" die Auftakt-Parade des dortigen SeeStadtFests an.

Neuer Leuchtturm Wangerooge

Seit 1968 kennzeichnet das rot leuchtende Seefeuer des neuen Leuchtturms Wangerooge im Westen der Insel das Fahrwasser der Jade und der Weser. Mit 60 Metern Feuerhöhe ist es eines der höchsten Leuchtfeuer Deutschlands. 284 Stufen führen in die Turmspitze hinauf.

Nach dem Ausbau des Jadefahrwassers auf 13 Meter unter Seekartennull reichte der alte Leuchtturm nicht mehr aus. Gesteuert und überwacht wird das Feuer des neuen Leuchtturms über eine UKW-Richtfunkstrecke von der Seezeichenzentrale des Wasser- und Schifffahrtsamts Wilhelmshaven in Schillig.

Leuchtturm Darßer Ort

Alle 22 Sekunden sendet der Leuchtturm Darßer Ort, der älteste noch in Betrieb befindliche Leuchtturm an der mecklenburg-vorpommerschen Küste, zwei bis vier Blitze aus. Noch in 23 Seemeilen Entfernung warnt er Schiffe auf der Ostsee vor der Darßer Schwelle. 1878/79 wurde der Leuchtturm aus roten Ziegeln an der nordwestlichen Spitze der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in der Nähe von Prerow erbaut. 1849 wurde er in Betrieb genommen. Er ist knapp 36 Meter hoch und befindet sich im Natureum. Zu erreichen ist er nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Pferdekutsche.

800 Jahre Hansestadt Rostock

Kaum hatte Rostock am 24. Juni 1218 das Stadtrecht erhalten, weitete sich die Siedlung auch schon aus. Es entstanden im Süden die Nikolaikirche, die Marienkirche im Westen und die Jakobikirche im der Neustadt. Neben die Marienkirche wurde das, dem Lübecker nachempfundene Rathaus gebaut.

Kaum 150 Jahre später zählte die Stadt bereits um die 14.000 Einwohner. Wirklich mächtig wurde sie mit dem Erwerb des Seehafens Warnemünde und dem entsprechenden Zugang zur Ostsee. In der Hanse, der sie bereits angeschlossen war, sicherte sich die Stadt damit eine besondere Stellung. Wie Stralsund strebte sie die Position der zweitwichtigsten Stadt hinter Lübeck an. Neben Postwertzeichen und Sonderstempel wird es zu diesem Anlass eine 20-Euro-Gedenkmünze und ein Numisblatt "800 Jahre Hansestadt Rostock" geben.

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