Die Ausbildung mit dem Löwenanteil

Für 70 DHLer vom DHL Air Hub Leipzig geht es während der Pfingstfeiertage nach Belgien, zum DHL Eurocup. Die Sachsen stellen eines von drei deutschen Teams in europaweiter Konkurrenz. Ihre Disziplin: Cheerleading.

© Deutsche Post DHL Group | Sarah Dölz verbindet täglich das Nützliche mit dem Schönen: Am DHL Air Hub Leipzig kann sie Ausbildung und Cheerleading kombinieren.

Jüngstes Mitglied der rein aus DHL-MitarbeiterInnen bestehenden Truppe, zu der tatsächlich auch vier Männer gehören, ist Sarah Dölz, Auszubildende zur Speditionskauffrau. Sie hat den Belgien-Trip für sich und die Kollegen organisiert, nebst eines mit Fans voll besetzten Busses und den Hub-eigenen DJ. Derzeit ist Sarah Dölz im Zuge ihrer praktischen Ausbildung im Bereich Unternehmenskommunikation am weltweit größten DHL-Umschlagpunkt eingesetzt.

"Ich kann jeden Tag kreativ sein", fasst sie ihren Tagesablauf zusammen. Die 20-Jährige plant Gäste-Führungen durch das Hub, sie organsiert Events wie den DHL-Eurocup, entwirft Karten für Betriebsjubilare, textet für den internen Newsletter - und macht darüber schon mal dicke Backen: "Journalistisch zu schreiben ist eine Herausforderung." Ihr munterer Tonfall verrät aber, dass sie nicht lange nach Worten ringen muss.

Kaum, dass sie vor zwei Jahren in die Ausbildung gestartet war, "setzte man mich direkt im operativen Bereich des DHL Air Hubs ein". Die Abiturientin aus Sachsen-Anhalt hatte sich beruflich auf "etwas am Flughafen" konzentriert. Eine Freundin, die bei DHL Express Bürokauffrau gelernt hatte, stieß sie auf ihren künftigen Arbeitgeber. Sarah Dölz packte die Neugier, die junge Frau bewarb sich, wurde angenommen und zog nach Leipzig. Danach gefragt, was ihr erster Eindruck von der DHL war, sagt sie: "Hier steht das Menschliche im Vordergrund." Der prägendste Moment ihres ersten Ausbildungstags wiederum ist das Bild voll beladener Paketcontainer, die, nachdem sie eine Frachtmaschine der DHL am Flughafen Leipzig-Halle angeliefert hat, von Mitarbeitern des Hubs zur Entladung und Sortierung gerollt werden müssen. "Mit einem Mal war ich mittendrin", erinnert sich Sarah. Sie zog buchstäblich mit. "Da ist mir erst bewusst geworden, dass `operativer Bereich´ nicht nur für Büroarbeit steht, sondern richtig harte körperliche Arbeit beinhaltet." Mittlerweile habe sie einen guten Überblick gewonnen, Paketcontainer rochiert, Lkws abgefertigt, Gefahrgutsendungen mit Trockeneis aufgefüllt und Kuriere begleitet. "Die Ausbildung bei der DHL in Leipzig bedeutet alle vier bis fünf Monate einen Abteilungswechsel." Viel Input, den Sarah Dölz mit Cheerleading ausgleicht. Dreimal pro Woche trainieren 16 DHLer gemeinsam in einer Turnhalle in Schkeuditz, zweimal in der Woche, einmal am Wochenende. "Ich bin als jüngste ins Team gekommen und sofort herzlich aufgenommen worden", sagt Sarah. Momentan ist sie die einzige Auszubildende des Teams. Im vorigen Jahr habe die halbe Truppe aus (Ex-)Azubis bestanden. Die andere Hälfte bildeten DHL-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Lejos" nennen sich die Cheerleader. Der Name verweist auf Leipzigs Wappentier, den Löwen, wird aber nicht Leo geschrieben sondern entsprechend dem internationalen Kürzel des Flughafens Leipzig-Halle, mit LEJ - LEJos. Auch das Maskottchen ist ein Löwe. So gesehen absolviert Sarah Dölz eine Ausbildung mit Löwenanteil.

Elf angehende Speditionskaufleute lernen in Sarahs Ausbildungsjahrgang. Mit den Azubis aller Berufsrichtungen, kommt das DHL Air Hub auf 65 Lehrlinge pro Ausbildungsbeginn. "Alle werden kreativ gefordert, bei uns wird nicht Beruf gespielt", sagt Ausbildungsleiterin Dr. Britta Böhme-Hrushchak, "wir bilden für den eigenen Bedarf aus und wollen gute Leute weiterentwickeln". Und alle erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen erhalten ein Übernahmeangebot.

Dass sie ihre Ausbildung in einer sehr komplexen Organisation durchläuft, gefällt Sarah Dölz gut. Ihre Zukunft sieht sie dort, womit sie schon als Abiturientin liebäugelte, am Flughafen. "Im operativen Bereich des DHL Air Hubs." Wer kann schon von sich behaupten, er fertige jede Nacht 60 Flugzeuge ab? Ihre freien Wochenenden verwendet Sarah keineswegs darauf, Schlaf aufzuholen. Stattdessen fährt sie die 40 Kilometer in ihren Heimatort, trifft Freunde oder entspannt beim Joggen. Pfingsten ausgenommen, da vertreten Sarah und die "LEJos" die DHL Leipzig beim EuroCup in Belgien. Kolleginnen und Kollegen, die das Team nicht live anfeuern können, tröstet Ausbilderin Britta Böhme-Hrushchak mit der Aussicht, "dass zum letzten Training der Cheerleader vor der Abfahrt nach Belgien alle Kolleginnen und Kollegen auf den Marktplatz eingeladen sind."

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