24-Jähriger ist neuer Chef für die Zusteller von Beeskow bis Frankfurt an der Oder

Dieser Chef sieht nicht nur jung aus, er ist es: Der 24-jährige leitet seit drei Monaten die Brief- Paketzustellung der Deutschen Post von Fürstenwalde über Eisenhüttenstadt bis Frankfurt an der Oder. In dieser Funktion zählt er zu den jüngsten Führungskräften des Konzerns im Land Brandenburg.

© Deutsche Post | Simon Löffler ist verantwortlich dafür, dass die Arbeit der rund 600 Zusteller von Frankfurt an der Oder über Beeskow bis nach Fürstenwalde, darunter Carmen Kaul (links) und Mandy Zeimert, rund läuft.

"Vermutlich bin ich auch bundesweit unter den jüngsten", sagt Löffler. Diesen Karriereschritt hatte der gebürtige Berliner zwar auf dem Zettel, dass er so schnell kommen würde, überraschte ihn selbst - im Positiven.

Der Studienabschluss, die Festanstellung bei der Deutschen Post, binnen weniger Monate dann der Wechsel an die Spitze eines Zustellbereichs, das flotte Tempo bringt Simon Löffler nicht aus dem Takt. An den Wochenenden absolviert der Senkrechtstarter ein berufsbegleitendes Masterstudium "Management und Consulting". Weitere Theorie, die er ergänzend auf seinen Bachelor draufsetzt. Simon Löffler will ein guter Chef sein, der für stabile Betriebsabläufe sorgt und dem ein gutes Klima unter den Beschäftigten wichtig ist. Zu seinem Beritt im Südosten Brandenburgs gehören rund 600 Postlerinnen und Postler an acht Standorten. "Es war mein Ziel, irgendwann einen Zustellbereich zu leiten", erzählt der junge Mann, der über ein Duales Studium den Einstieg ins Unternehmen fand und währenddessen unter anderem an einem US-Sitz des Unternehmens in Florida Praxiserfahrungen sammelte. Ebenso in Australien: Auf einer Auberginenfarm war er eine Zeit lang für den Personaleinsatz verantwortlich. Später dann, mit dem Bachelor in der Tasche, startete Simon Löffler als Sachbearbeiter Betrieb im Zustellstützpunkt Berlin-Friedrichshain, der zur Niederlassung Berlin-Schönefeld gehört. Diese kennt der 24-Jährige aus dem Effeff. Als Student durchlief er dort alle Abteilungen. Dass er dort viel gelernt hat, Verantwortung gerne übernahm und seinen Teil zum guten Betriebsklima beitrug, blieb nicht folgenlos: Anfang 2018 erhielt der Betriebswirt das Angebot, auf die Leitungsebene zu wechseln. Simon Löffler nahm an. Den Master macht er berufsbegleitend.

Der direkte Draht zu den Mitarbeitern ist ihm ein wichtiges Anliegen, dreimal die Woche verbringt er einen Vor- oder Nachmittag an einem "seiner" acht Standorte. Beides, Betriebs- und Mitarbeiterführung, muss der junge Chef so zusammenschmieden, dass es seinen Zustellbereich voranbringt, zukunftsfit macht. Darauf angesprochen, wie gerade die älteren Postler auf den neuen Vorgesetzten reagierten, der rein rechnerisch ihr Sohn sein könnte, antwortet Simon Löffler: "Bei uns spielen Altersunterschiede keine Rolle. Wichtig ist, was am Ende des Tages für ein Arbeitsergebnis rauskommt. Ich bringe viel technische Kenntnis mit, die Kollegen haben jahrelange Erfahrung. Der Austausch nützt allen." Er weiß, dass Fingerspitzengefühl gefragt ist, wenn Kollegen, die lange dabei sind, Neuheiten in ihren Arbeitsalltag integrieren sollen wie das elektroangetriebene Zustellfahrzeug StreetScooter. "Meine Kollegen schätzen besonders ihre Routine, jede Veränderung ist Neuland, das sie Schritt für Schritt erkunden", weiß Simon Löffler. Ihm gehe es ähnlich: Er schildert, wie ihm Rücksprachen mit Kollegen in ähnlicher Position das Sich einfinden in den Leitungsjob enorm erleichterten. In seine Anfangszeit fielen nur wenige Misstöne, und die kamen von Kundenseite, weil Sendungen hin und wieder falsch oder verspätet ausgeliefert worden waren. "Die Kunden haben das Recht, sich zu beschweren", sagt Löffler, dem alle Reklamationen seines Zustellbereichs zugeleitet werden. "In unserem engmaschigen Logistiknetz läuft das Meiste glatt. Die Menschen melden sich nur dann, wenn es irgendwo hakt." Seine Freunde aus der Schulzeit und dem Studium schließt der Berliner, der täglich mit dem Auto an seinen Dienstsitz in Fürstenwalde pendelt, ein: "Beschweren die sich, zähle ich die Alternativen für 24-Stunden-Paketempfang auf: Wunschortzustellung, Packstation, Abendzustellung, Postshop." Wie hält er es? Löffler offenbart: "Ich habe einen netten Nachbarn, der für mich die Pakete annimmt. Der meinte, seitdem ich bei der Post arbeite, würde ich mehr bestellen." Er überlegt kurz und fügt hinzu: "Stimmt."

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