20 Jahre Briefzentrum Darmstadt

Vor 20 Jahren startete das Briefzentrum der Deutschen Post in Darmstadt. In der Kleyerstrasse 11 ging  damals der bis heute wichtigste Briefknotenpunkt Südhessens "ans Netz".

© Deutsche Post | Von oben betrachtet und seit 20 Jahren "am Netz": Das Briefzentrum der Deutschen Post in Darmstadt ist bis heute der wichtigste Briefknotenpunkt in Südhessen und Arbeitsplatz für 180 Menschen.

Seitdem gehört das Zentrum nahe der Autobahnen 5 und 67 zu den bundesweit 82 Briefzentren der Deutschen Post, die das Rückgrat der Briefpost in Deutschland bilden. "In den ersten 20 Jahren unseres Betriebs, haben wir in Darmstadt rund 4,7 Milliarden Briefsendungen bearbeitet. Von hier aus versorgen wir jeden Tag rund 410.000 Tausend Haushalte mit Briefpost. Bereits diese wenigen Zahlen zeigen, welch wichtiger Knotenpunkt dieses Zentrum ist", sagt Isolde Kerker-Godec, Leiterin der Postniederlassung Wiesbaden, zu der das Darmstädter Briefzentrum organisatorisch gehört.

Jeden Tag bis zu eine Million Briefsendungen

Zur Einordnung: Die Wiesbadener Postniederlassung mit Briefzentren in Wiesbaden und Darmstadt ist die zentrale postalische Institution für Südhessen. Insgesamt gibt es in Deutschland 82 Briefzentren, 34 Paketzentren sowie zwei Internationale Postzentren.

Im Briefzentrum Darmstadt werden in ein- und abgehender Richtung alle Briefsendungen für die Leitregion "64" bearbeitet. Das heißt für alle Orte, deren Postleitzahlen mit 64 beginnen, ist das Darmstädter Briefzentrum der postalische Knotenpunkt. Jeden Tag bearbeiten die rund 180 Mitarbeiter des Briefzentrums Darmstadt bis zu maximal eine Million Briefsendungen.

© Deutsche Post | Geburtstagsfreude bei den Mitarbeitern und bei Manfred Sobotta (4. von links), dem Leiter des Darmstädter Briefzentrums: Das Zentrum in der Kleyerstrasse ist seit 20 Jahren in Betrieb und zahlreiche Mitarbeiter sind seit Anfang an dabei.

Soft- und Hardware ständig verbessert

Selbstverständlich wurde das technische Innenleben des Briefzentrums während des 20-jährigen Bestehens kontinuierlich weiter entwickelt. Bereits im Frühjahr 2002 wurde das Briefzentrum mit der ersten Generation der sogenannten "Gangfolgesortiermaschinen" erweitert. Dadurch konnten die Briefe bereits im Briefzentrum auf die spätere Gangfolge der Postboten sortiert werden. Es folgten die teilautomatisierte Briefordnerei, als Weiterentwicklung der bisher üblichen händischen Formattrennung der Briefsendungen nach Größen sowie die Einführung von Integrierten Lese- und Videocodiermaschinen (kurz ILVM). Diese neuartige Sortiertechnik ermöglichte es, dass die Briefe mit einer höheren Zustellqualität und -schnelligkeit noch genauer und zuverlässiger nach den Anschriften der Empfänger sortiert werden können. Allein im Jahr 2012 hat die Deutsche Post rund fünf Millionen Euro in das Briefzentrum Darmstadt investiert und in der Kleyerstraße eine neue Generation von Sortiermaschinen aufgebaut.

High Tech-Briefbearbeitung

Im Briefzentrum selbst durchlaufen Briefe mehrere Stationen. Zunächst werden sie nach Formaten getrennt und in Aufstellmaschinen eingelegt. Eine automatische Abtasteinrichtung erkennt die Briefmarken und dreht und wendet die Briefe so, bis sie in der richtigen Position für den Stempelvorgang sind. Anschließend lesen die Integrierten Lese- und Videocodiermaschinen die Anschriften der Sendungen und versehen sie mit einem Strichcode. In einem weiteren Schritt werden die Briefe auf alle Orte und Zustellplätze im Bundesgebiet sortiert. Spätestens um 22:30 Uhr verlassen alle Briefe, die nicht für den eigenen Bereich bestimmt sind das Darmstädter Briefzentrum. Sie werden an die 81 Ziel-Briefzentren in ganz Deutschland weitergeleitet. Umgekehrt treffen nachts in der Kleyerstraße dann die sogenannten "Zuführungsfahrten" mit Briefsendungen für die Postleitzahlregion "64" ein. Die bereits codierten Sendungen werden in den Nachtstunden auf die Gangfolge des Briefträgers sortiert und in den frühen Morgenstunden an die Zustellstützpunkte weitergeleitet. Von dort werden die Briefe schließlich von den Zustellern an die Kunden ausgeliefert. "Die Schnelligkeit und die Zuverlässigkeit des Brieftransports in Deutschland generell und hier bei uns in Südhessen speziell, sind das Resultat einer ständigen technischen Weiterentwicklung. Rund 94 Prozent aller Inlandsbriefe erreichen ihre Empfänger in Deutschland bereits einen Tag nach der Einlieferung im Briefzentrum. Diese hervorragende Qualität ist nur mit hoch motivierten Mitarbeitern und mit Hilfe modernster Sortiertechnik möglich", betont Isolde Kerker-Godec.

Das Briefzentrum der Deutschen Post in Darmstadt

Das Briefzentrum Darmstadt in der Kleyerstrasse 11 gehört organisatorisch zur Postniederlassung Wiesbaden. Insgesamt gibt es in Deutschland 82 Briefzentren, 34 Paketzentren sowie zwei Internationale Postzentren.

Im Briefzentrum Darmstadt werden in ein- und abgehender Richtung alle Briefsendungen für die Leitregionen 64 bearbeitet. Für alle Orte, deren Postleitzahlen mit 64 beginnen, ist das Briefzentrum Darmstadt daher der zentrale Knotenpunkt.

  • Eröffnung 11. Mai 1998
  • Adresse Kleyerstrasse 11
  • Größe des Betriebsgebäudes 8,5 m hoch, 55 m breit, 115,6 m lang
  • Versorgungsbereich ca.  410.000 Haushalte
  • Sendungsmengen pro Tag max. 1,0 Millionen
  • Mitarbeiter 180

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